Babywatching mit dem 3D-Ultraschall

Lange gab es die ersten Fotos vom Ungeborenen nur in Schwarz-Weiß und außer der Silhouette konnte man darauf auch wenig erkennen. Der 3D-Ultraschall ermöglicht dagegen beeindruckende Einblicke in den Babybauch. Hat der kleine Zwerg die Nase vom Papa, die Grübchen von Mama?


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Drei Ultraschall-Untersuchungen werden routinemäßig in der Schwangerschaft durchgeführt. Dabei kontrolliert der Arzt die Entwicklung des Babys und seiner Organe sowie das Wachstum der Gebärmutter. Der Blick in den Bauch ist aus medizinischer Sicht also eine wichtige Kontrolle, ob die Schwangerschaft gesund verläuft. Für werdende Eltern ist sie natürlich weitaus mehr: Zum ersten Mal können sie ihr Baby auch sehen. Kopf, Näschen, Augen und Mund, Armen, Beine, Füße, Zehen und Finger; ist alles da? Das lässt sich auf dem meist schwarz-weißen Ultraschallbild schon gut erkennen.

3D Ultraschallbild 24. SSW

3D-Ultraschallbild in der 24. SSW


© vision net ag
Weitaus mehr leistet aber ein 3D-Ultraschall. Eine spezielle Software setzt die einzelnen Aufnahmen der Ultraschall-Untersuchung am Computer zu einem dreidimensionalen Bild zusammen. Das heißt, anders als bei dem herkömmlichen Ultraschall wird das Baby um eine weitere Dimension abgebildet. Hat es die Nase von Papa, die Grübchen von Mama? Die Bilder eines 3D-Ultraschalls sind so genau und so scharf, dass sie solche Details erkennen können. Vorausgesetzt der kleine Zwerg im Bauch spielt mit.


Denn wie gut die Bilder werden, hängt davon ab, wie das Baby liegt. Ideal ist natürlich die Bauchlage, also wenn es Ihnen nicht wörtlich den Rücken zukehrt. Auch sollte das Ungeborene noch genügend Platz in der Gebärmutter haben, um sich zu bewegen. Am interessantesten ist deshalb der Zeitraum zwischen der 20. SSW und der 30. SSW. Dann hat das Kind quasi die optimale Größe: Es hat sich so weit entwickelt, das viele schöne Details seines Aussehens zu erkennen sind, ist aber noch nicht zu groß. Gegen Ende der Schwangerschaft wird es doch ziemlich eng in Mamas Bauch, Händchen und Beinchen werden nah an den Körper gedrückt und verdecken deshalb oft das Gesicht.

Liegt die Plazenta richtig?


Schwierig werden die Aufnahmen mit dem 3D-Ultraschall auch, wenn die Plazenta falsch sitzt. Denn je nachdem, an welcher Stelle der Gebärmutter sich die Eizelle einnistet, kann die an verschiedenen Stellen anwachsen.

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Meistens liegt die Plazenta gegenüber dem Muttermund im oberen Teil der Gebärmutter. Sie kann aber ebenso an der Seiten- sowie Hinter- und Vorderwand festwachsen. Vor allem bei einer Vorderwandplazenta kann es Probleme bei den Aufnahmen geben. Der Mutterkuchen verdeckt dann schlicht die Sicht auf das Baby.

In diesem Fall sollten Sie sich gut überlegen, ob Sie überhaupt einen Versuch starten. Denn ein 3D-Ultraschall gehört nicht zu den vorgeschriebenen Routineuntersuchungen, er zählt zu den sogenannten individuellen Gesundheitsleistungen (IGel). Was bedeutet, dass die Krankenkassen die Kosten dafür nicht übernehmen. Diese sind von Praxis zu Praxis verschieden, belaufen sich aber in der Regel auf über 100 Euro. Informieren Sie sich vorab also auf jeden Fall bei Ihrem Frauenarzt über die Kosten.
4D-Ultraschall: Babykino in Echtzeit
Noch einen Schritt, beziehungsweise eine Dimension weiter geht der sogenannte 4D-Ultraschall. Die statischen 3D-Bilder werden um die Dimension Zeit erweitert. Und das bedeutet, dass daraus sogar ein Video des Babys im Mutterleib erstellt werden kann. Das funktioniert, indem die einzelnen 3D-Aufnahmen so schnell aufgebaut werden, dass sie sich zu einem Film mit mehreren Bildern pro Sekunde aneinander reihen.

Natürlich sind solche Momente für werdende Eltern magisch, doch die 3D- bzw. 4D-Technik wurde nicht zu dem Zweck entwickelt, Eltern glücklich zu machen. Vor allem die pränatale Diagnostik hat sie ein großes Stück weiter gebracht. Fetale Fehlbildungen können früher erkannt, Größenentwicklungen vor allem des Kopfes besser überprüft und motorische Fähigkeiten besser beobachtet werden: Win-Win für Medizin und Eltern-Liebe.





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Kommentare
  • Resident38

    Das ist schon interessant, was man bei einem 3D-Ultraschall so alles erkennen kann. Das geht nun soweit, dass man sich die Daten auch als 3D Druck erstellen lassen kann. Da hat man dann eine 3D-Skulptur seines ungeborenen Babies (z.B. http://www.babyprint3d.de). verrückt was alles möglich ist.