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Erdnussbutter fürs Baby: Ab wann darf es davon kosten?

Erdnussbutter fürs Baby: Ab wann darf es davon kosten?

Nascherei

Stillen schützt das Baby in den ersten Monaten vor Allergien. Jedoch kann auch Beikost diese Prävention erfolgreich unterstützen. Wie sich das mit Erdnussbutter verhält, verraten wir dir gerne.

Ab wann kann mein Baby Erdnussbutter essen?

Diese süße Butter wird vorzugsweise als Brotaufstrich verwendet, ist besonders energiereich und besteht hauptsächlich aus gemahlenen Erdnüssen. In Verbindung mit Rapsöl, Salz und Zucker ergeben die gemahlen Erdnüsse eine schöne cremige Masse, die kalorientechnisch jedoch nicht zu unterschätzen ist, da sie einen relativ hohen Fettanteil hat. Du darfst deinen Baby nach erfolgreichem Start in die Beikost, etwa zwischen dem vierten und sechsten Lebensmonat, Erdnussbutter anbieten, aufgrund der hohen Kalorien, allerdings nicht zu oft. Beim Kauf solltest du außerdem darauf achten, dass der Erdnussbutter nicht zusätzlich Salz und Zucker beigefügt wurden. Auch die Menge an verschiedenen Ölen sollte sich in Grenzen halten. Erdnussbutter sollte für dein Baby eben am besten nur aus Erdnüssen bestehen.

Was kann Erdnussbutter bewirken?

Da Erdnussbutter einen sehr hohen Gehalt an Vitamin E beinhaltet, bringt sie durchaus auch positive Aspekte mit sich. Vitamin E ist ein Zellschutzvitamin, welches nur durch Nahrungsfette aufgenommen werden kann. Es schützt die eigenen Körperzellen vor freien Radikalen und unterstützt somit das Immunsystem und den Fettstoffwechsel. Erdnussbutter kann außerdem präventiv gegen eine Erdnussallergie eingesetzt werden. Je früher die Kleinen damit in Kontakt kommen, desto höher ist der Erfolg, keine Allergie gegen Erdnüsse zu entwickeln. Die Allergiegefahr soll durch eine frühe Gabe von Erdnussproteinen um 70 Prozent gesenkt werden. Sollte dein Kleines ohnehin schon an einem Hautausschlag wie Neurodermitis leiden, ist es ratsam, einen Arzt oder eine Ärztin vorab zu befragen, ob der Verzehr von Erdnussbutter überhaupt empfehlenswert ist. Ebenso kannst du bei einem schon bestehenden hohen Allergiepotential deines Kindes im Vorfeld einen Test unter ärztlicher Aufsicht machen, ob es auf Erdnüsse reagiert. 

Was kann man tun bei einer Erdnussallergie?

Eine Erdnussallergie entwickelt sich meistens im ersten Lebensjahr und zeigt sich umgehend, da sie eine Nahrungsmittelallergie vom Typ 1 ist, was soviel wie Soforttyp bedeutet. Dennoch kann eine Allergie ebenso plötzlich entstehen, obwohl verschiedene Lebensmittel zuvor keine Allergie ausgelöst haben. Erste Symptome können Juckreiz und Schwellungen der Atemwege sein, die sich unter Umständen auch zu einer ernstzunehmenden Luftnot entwickeln können. Außerdem kann die Haut mit Ausschlag und Rötungen reagieren. Auch Bauchschmerzen sowie Erbrechen und Durchfall können auf eine Allergie hindeuten. Wenn diese extremen Anzeichen bei deinem Kind auftreten, ist unverzüglich ein Arzt oder eine Ärztin aufzusuchen. Dann kann ein Provokationstest durchgeführt werden und die Nebenwirkungen behandelt werden. Um Allergien zu erkennen, wird bei einem Provokationstest unter ärztlicher Beobachtung kontrolliert dieses Geschehen nachstellt. Das Allergierisiko tragen Babys meist schon in ihren Genen. Ist ein Elternteil allergiebelastet, kann es an das Kleine weitergegeben werden. Das muss aber nicht zwingend der Fall sein.

Allergie-Prävention: Tipps für die Beikost

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Ganze Erdnüsse fürs Baby: Keine gute Idee!

Erdnüsse in ihrem Rohzustand können für die Kleinsten sehr gefährlich werden, da sie sehr schnell im Ganzen verschluckt oder eingeatmet werden könnten und so in die Luftröhre oder Atemwege gelangen. Die Luftröhre eines Baby ist bei weitem noch nicht ausgereift und gerade einmal so dick wie ein Bleistift. Eine Erdnuss würde diese komplett verstopfen und das Kind droht zu ersticken. Erdnüsse in ihrer Urform sollten Kindern erst gereicht werden, wenn das Gebiss komplett ausgestattet ist und es ordentlich kauen und schlucken kann.

Fazit

Zur Allergieprävention kannst du deinem Baby ab frühestens dem vierten Lebensmonat Erdnussbutter anbieten. Am besten in Maßen, da sie sehr kalorienreich ist. Es kann sich positiv auswirken und die mögliche Gefahr einer Erdnussallergie minimieren. Um sicher zu gehen, kann vorab ein Allergietest gemacht werden, um zu schauen, wie dein Schatz auf Erdnüsse reagiert, so steht ihr nicht unvermittelt vor einem potentiellen Allergieausbruch, der unangenehme und nicht ungefährliche Symptome zeigen kann. Wie du eine Laktoseintoleranz bei deinem Kind erkennen kannst, kannst du gerne im verlinkten Artikel nachlesen.

Beikost-Quiz: Was weißt du über BLW, Brei und Co.?

Bildquelle: Pexels/Karolina Grabowska

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