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Regeln beachten

Grillen im Garten: Was ist erlaubt und was nicht?

Rücksichtnahme auf die Nachbarschaft ist  beim Grillen im eigenen Garten besonders wichtig.
Rücksichtnahme auf die Nachbarschaft ist beim Grillen im eigenen Garten besonders wichtig. (© Unsplash / Mike Kilcoyne )

Mit dem Frühling rückt die Grillsaison näher. Doch darf man im eigenen Garten grillen und wenn ja, wie oft? Wir erklären in diesem Artikel, was erlaubt ist.

Ist Grillen im Garten (noch) erlaubt?

Grillfeste im eigenen Garten gehören für viele Menschen zum Sommer dazu. Für Nachbar*innen kann das Grillfest jedoch schnell zu einer Zumutung werden, wenn die Rauchentwicklung zu extrem ist. Deshalb ist es wichtig zu wissen, ob und unter welchen Bedingungen das Grillen im eigenen Garten erlaubt ist:

  • In einigen Bundesländern wie Brandenburg und NRW ist Grillen nur dann erlaubt, wenn dadurch die Nachbarschaft nicht belästigt wird.
  • Bei der eigenen Grillparty haben Gartenbesitzer*innen auf ihre Nachbarschaft Rücksicht zu nehmen. Tun sie das nicht, so können diese bei Lärm- oder Rauchbelästigung sogar einen Unterlassungsanspruch geltend machen. Inwieweit diesem stattgegeben wird, richtet sich nach dem Ermessen des Gerichts.
  • Auch Mieter*innen dürfen auf dem Balkon oder hinter dem Haus auf dem Hof grillen, sofern im Mietvertrag nichts anderes geregelt ist. Aber: Mit offenem Feuer auf dem Balkon zu grillen, ist aufgrund der Brandgefahr grundsätzlich nicht erlaubt – unabhängig davon, was in der Hausordnung steht. Vermieter*innen können bei einer extremen Rauchbelästigung grundsätzlich ein Verbot aussprechen oder zum Beispiel das Grillen mit einem Holzkohlegrill vertraglich verbieten. Wer gegen ein durch die Vermieter*innen auferlegtes Verbot zuwiderhandelt, muss mit einer Abmahnung oder schlimmstenfalls mit einer Kündigung rechnen.
  • Es ist immer sinnvoll, die Nachbar*innen über bevorstehende Grillabende zu informieren. So lässt sich einem Nachbarschaftsstreit meistens schon entgegenwirken. Noch besser ist es, die Nachbarn einfach mit einzuladen. Andere Essensvorlieben müssen dabei kein Hindernis sein, denn man kann inzwischen auch wunderbar vegetarisch grillen oder vegane Grillbeilagen anbieten.
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Wer eine Grillparty im Garten schmeißen möchte, sollte eine vorzeigbare Grünfläche haben. Dieses Video hilft dir dabei, deinen Garten gemütlich einzurichten:

Garten einrichten: So wird er zur paradiesischen Oase
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Wie oft darf man im Sommer im Garten grillen?

Über die erlaubte Anzahl der Grillabende gibt es unterschiedliche Gerichtsurteile. Beispielsweise urteilte das Landgericht München laut Aktenzeichen 1 S 7620/22 WEG zugunsten der Nachbar*innen: Vielgriller*innen düften nur noch viermal im Monat und nicht an zwei aufeinanderfolgenden Tagen grillen. Ein anderes Urteil sprach zum Beispiel das Amtsgericht Westerstede aus, dass das Grillen bis zu zehnmal jährlich gestattete. Generell gilt: Bei gelegentlichen Grillabenden dürften sich die Nachbar*innen nicht beschweren, solange die Sause rechtzeitig angekündigt wird. Ein Gerichtsurteil bemaß die Vorankündigungszeit bei 48 Stunden. An diesem Wert kannst du dich orientieren, falls du Grillabende auf deinem Grundstück planst. Falls Kinder anwesend sind, haben wir dir in unserer Bilderstrecke einige Spiele für den Garten aufgelistet:

Spiele für den Garten: 15 spaßige Freizeitbeschäftigungen für die ganze Family

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Bilderstrecke starten (17 Bilder)

Ist Grillen nach 22 Uhr erlaubt?

Grillen ist nach 22 Uhr ebenfalls ohne Genehmigung erlaubt, ab dieser Uhrzeit gilt jedoch die Nachtruhe. Das bedeutet, dass ab 22 bis 6 Uhr morgens nur noch Zimmerlautstärke herrschen darf. Wer hier weiterhin laute Musik aufdreht oder mit Rauchbelästigung anderweitig auffällt, muss mit hohen Bußgeldern und möglicherweise einem Ordnungsaufruf von der Polizei rechnen. Erstatten die Nachbar*innen wegen der nächtlichen Belästigung eine Anzeige, kann sogar ein Bußgeld von bis zu 5.000 Euro verhängt werden. Achtung: Die Ruhezeiten gelten an Sonn- und Feiertagen ganztägig.

Grillabende mit Freunden: Was gilt in Kleingartenvereinen?

In Kleingärtenvereinen darf gegrillt werden. Was erlaubt ist und was nicht, lässt sich in der jeweiligen Vereinsordnung nachlesen. Auch in Kleingärten musst du die gesetzlichen Ruhezeiten einhalten und auf deine Nachbar*innen Rücksicht nehmen.

Quiz: Wie viele zeitsparende Haushalts-Hacks kennst du?

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