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Diese einstigen Trend-Vornamen werden bei Eltern immer unbeliebter

Namens-No-Gos

Diese einstigen Trend-Vornamen werden bei Eltern immer unbeliebter

In der Liste der beliebtesten Vornamen sind jedes Jahr auch immer wieder Klassiker dabei. Doch durch bestimmte aktuelle Ereignisse oder Produktbezeichnungen können Namen auch ihre positive Bedeutung verlieren und rutschen schnell in der Beliebtheitsskala.

Dieser Mädchennamen ist für viele Eltern "verdorben"

Einen besonderen Namen für das eigenen Kind zu finden, kann sich sehr schwierig gestalten. Vor allem, wenn man einerseits einen Klassiker sucht, andererseits aber auch einen einzigartigen oder seltenen Namen und eine positive, schöne Bedeutung soll er auch noch haben. Dann kann es sein, dass ein Name durch äußere Umstände plötzlich im Ansehen fällt.

So ist es dem eigentlich schönen Mädchennamen Alexa passiert. Jetzt wissen alle Eltern sofort, wovon ich rede. Ihr denkt nicht mehr an den weiblichen Vornamen sondern den kleinen sprechenden Alltagshelfer vom Online-Riesen Amazon. Seit Einführung der virtuellen Sprachassistentin "Alexa" in 2014 ist der Name deutlich in der Rangliste gesunken. Denn jeder verbindet damit nur noch das technische Gerät und der Name sorgt dafür, dass Mobbing vorprogrammiert ist.

Noch 2010 stand der Vorname "Alexa" laut Statistik der Gesellschaft für deutsche Sprache auf Platz 200. Im letzten Jahr war es dann schon Platz 1.064. Sicherlich wird sein Ansehen immer weiter sinken.

Warum demnächst keiner mehr sein Kind Greta nennen wird

Ein ähnliches Schicksal prophezeien die Sprachforscher*innen auch dem Vornamen Greta. Erst wurde angenommen, er würde durch die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg zu den beliebtesten Vornamen 2019 gehören. Doch in der Statistik blieb er auf Platz 30 haften und könnte jetzt eher in der Beliebtheit sinken. Das liegt nicht nur daran, dass die junge Frau in Teilen der Gesellschaft recht umstritten ist und nicht jeder ihr Tun so bewundernswert findet. Wenn ein Name viel in der Presse ist, verliert er an Besonderheit für die oberen Bevölkerungsschichten.

Bei Modenamen ist es häufig so, dass zuerst in den oberen Gesellschaftsschichten ein Name erkannt und dann - zunächst selten - vergeben wird.

GfdS-Sprecherin Frauke Rüdebusch

Schon lange out: Kevin, Chantal oder Jaqueline

In den 90ern gab es noch viele Kinder, die Kevin, Chantal oder Jaqueline hießen. Mittlerweile werden diese Namen nur noch selten vergeben. Grund dafür ist eine Studie in Schulen aus dem Jahre 2009, in der Lehrer angaben, dass Schüler mit bestimmten Namen häufiger verhaltensauffällig waren. Doch dabei wurde nicht beachtet, dass ein Name wie "Kevin" nun mal Jahre vorher einfach zu den häufigsten Namen gehörte, wonach es nicht verwunderlich war, dass einige dieser Kinder diesen Namen trugen.

Da hat es eine kleine Studie geschafft, dass zahlreiche Kinder plötzlich unter ihrem Vornamen leiden mussten. Seitdem nennt kaum jemand den Nachwuchs noch so, weil es derart viele Vorurteile über diese Vornamen gibt. Man möchte sein Kind nicht schon von Geburt an mit so einem Erbe in die Welt hinaus schicken. Doch solche Namenstrends kommen und gehen wie auch Modetrends und bald wird es wieder ganz andere Namensvorlieben geben. Im nächsten Jahr wird es wieder eher klassisch bei den Mädchenvornamen.

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Quelle: NTV

Katja Nauck
Das sagtKatja Nauck:

Qual der Namenswahl

Den "perfekten" Namen fürs Baby zu finden, ist wirklich nicht leicht. Einerseits will man sich von gesellschaftlichen Ereignissen oder Mode-Trends nicht beeinflussen lassen. Andererseits soll der Kindesname auch nicht sofort Anlass geben es zu hänseln oder negativ von ihm zu denken. Daher sollte die Namenswahl gut bedacht sein, aber sich doch letztlich einfach nach dem Geschmack der Eltern richten. Was dieses Jahr out ist, kann in wenigen Jahren schon ganz anders wirken.

Bildquelle: Getty Images/SolStock

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