Für Links auf dieser Seite erhält familie.de ggf. eine Provision vom Händler, z.B. für mit oder grünblauer Unterstreichung gekennzeichnete. Mehr Infos.
Muttermilch aufbewahren: So lagert ihr die kostbare Nahrung für euer Baby

Pump ab die Milch

Muttermilch aufbewahren: So lagert ihr die kostbare Nahrung für euer Baby

Muttermilch aufbewahren, das kann äußerst nützlich sein. Zum Beispiel, wenn du dein Baby einmal nicht stillen kannst oder willst. Oder aber eine andere Person soll die Fütterung deines Babys übernehmen. Welche Möglichkeiten der Aufbewahrung es gibt und was ihr bei der Lagerung der kostbaren Babynahrung beachten müsst.

Hygiene spielt bei der Aufbewahrung von Muttermilch eine wichtige Rolle. Wascht euch deshalb vor dem Abpumpen und dem Abfüllen der Muttermilch immer die Hände. Die Milchpumpe und die Behälter müssen ebenfalls sorgsam mit heißem Wasser ausgespült werden und an der Luft trocknen, bevor sie zum Einsatz kommen. Eine Sterilisierung ist aber nicht erforderlich. Und bitte nicht vergessen: Schreibt immer genau auf, wann die Milch abgepumpt wurde. Das Etikett mit dem Datum klebt ihr dann gut sichtbar auf das Gefäß mit der Muttermilch.

In welchen Gefäßen lässt sich Muttermilch am besten aufbewahren?

Welche Behälter eignen sich für Muttermilch?

Am besten geeignet sind kleine Becher oder Gläser sowie verschließbare Eiswürfelbehälter. So kannst du die Muttermilch in kleinen Portionen lagern und hast nicht zu viel Überschuss. Optimal ist es natürlich, wenn die Milchpumpe an ein passendes Gefäß angeschlossen ist.

Wichtig bei allen Behältnissen: Sie müssen schadstofffrei sein und vor Gebrauch gründlich gereinigt werden. Benutze deshalb keine normalen Gefrierbeutel zur Aufbewahrung von Muttermilch. Darin befinden sich nämlich oft Weichmacher.

Philips Avent hat verschiedene Systeme, die sich um zusätzliche Aufbewahrungsbecher ergänzen lassen. Die Avent-Aufbewahrungsbecher im 10er-Pack sind bei Amazon für rund 13 € erhältlich. Oder du besorgst dir Behälter mit Weithals wie beispielsweise von Lansinoh. Daran kannst du ebenfalls Sauger oder Pumpe anschließen. Um Platz zu sparen, sind auch Muttermilchbeutel praktisch. Sie sind sterilisiert und zum sofortigen Einsatz bereit. 25 Muttermilchbeutel von NUK sind für rund 19 € bei Amazon erhältlich. Alternativ dazu gibt es den 50er-Pack Muttermilchbeutel von Medela bei Amazon für rund 12 €.

Wie lange kann man Muttermilch aufbewahren?

Je nachdem, wie lange die Muttermilch nach dem Abpumpen aufbewahrt werden soll, bieten sich unterschiedliche Möglichkeiten der Lagerung an. Die Art der Aufbewahrung hat nämlich Einfluss auf die Haltbarkeit. Generell gilt: Muttermilch am besten so kurz wie möglich aufbewahren, da sie sonst wichtige Inhaltsstoffe verlieren kann.

Lansinoh 50710 Muttermilchauffänger - rettet jeden Tropfen Muttermilch - 100% Silikon - BPA frei

Lansinoh 50710 Muttermilchauffänger - rettet jeden Tropfen Muttermilch - 100% Silikon - BPA frei

Lagerung bei Raumtemperatur

Abgepumpte Muttermilch hält sich bei Raumtemperatur – also bei Temperaturen zwischen 16 und 29 °C – bis zu acht Stunden. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass sie besonders hygienisch gesammelt und in einem Gefäß verschlossen wurde. Am besten füttert ihr die Muttermilch aber spätestens nach drei bis vier Stunden. Dann seid ihr in Sachen Inhaltsstoffen auf der sicheren Seite.

Luxja Muttermilch Kühltasche, Grau

Luxja Muttermilch Kühltasche, Grau

Lagerung im Kühlschrank

Im Kühlschrank ist Muttermilch natürlich länger haltbar. Dort kann sie bis zu acht Tage aufbewahrt werden. Um auf Nummer sicher zu gehen und damit die Muttermilch nichts von ihren lebenswichtigen Inhaltsstoffen verliert, wird empfohlen, die abgepumpte Muttermilch nach drei bis vier Tagen zu verbrauchen. Wichtig ist außerdem, wo im Kühlschrank ihr die Babynahrung verstaut. Die Tür ist beispielsweise ungeeignet, weil es dort nicht richtig kalt ist. Am kühlsten und somit am besten für die Muttermilch, ist es ist ganz hinten im Kühlschrank über dem Gemüsefach in der Ecke.

Lagerung im Gefrierfach oder Gefrierschrank

Im Gefrierfach kann Muttermilch bis zu drei Wochen lang lagern. Wer aber einen richtig tollen 3-Sterne-Gefrierschrank mit sehr hoher Gefrierleistung hat, kann die Muttermilch dort sogar drei bis vier Monate verstauen. Achtung: Da sich Milch beim Gefrieren ausdehnt, solltet ihr die Behälter nicht randvoll füllen.

Lagerung in der Gefriertruhe

Eine Gefriertruhe mit einer Gefrierleistung von -18 °C und kälter ist das Allerbeste, um Muttermilch lange aufzubewahren. Dort bleibt die Muttermilch sogar bis zu einem halben Jahr frisch.

Wichtig: Muttermilch, die bereits eingefroren war, solltet ihr nach dem Auftauen auf keinen Fall noch einmal einfrieren.

Wie wärmt man Muttermilch am besten auf?

Gefrorene Muttermilch taut ihr am besten schonend im Kühlschrank auf. Sie kann dort 24 Stunden lagern. Die flüssige Muttermilch aus dem Kühlschrank könnt ihr dann langsam in einem Wasserbad oder (natürlich in der Flasche) in einem Fläschchenwärmer erwärmen. Die Milch ist verzehrfertig, wenn sie die Körpertemperatur der Mutter hat, also rund 37 °C. Rührt die Milch dann noch einmal um oder schüttelt das Fläschchen, damit sich das Fett gut verteilt. Dann könnt ihr eurem Kind die Muttermilch geben.

Kann man Muttermilch aus dem Kühlschrank noch einfrieren?

Milch im Kühlschrank könnt ihr nach spätestens 24 Stunden auch noch einfrieren, falls ihr sie nicht innerhalb von 72 Stunden nach dem Abpumpen füttern wollt. Aber: Einmal aufgetaute Muttermilch sollte sicherheitshalber nicht wieder eingefroren werden.

Bildquelle: GettyImages/Asawin_Klabma

Hat Dir "Muttermilch aufbewahren: So lagert ihr die kostbare Nahrung für euer Baby" gefallen? Wir freuen uns, wenn du den Artikel teilst - und natürlich darfst du uns gerne auf Facebook, Pinterest oder Instagram folgen.

Galerien

Lies auch

Teste dich