So lernen wasserscheue Babys das Baden lieben

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So lernen wasserscheue Babys das Baden lieben

Viele Babys baden gerne und können gar nicht genug bekommen – andere aber finden es ganz furchtbar, und die Tränen kullern schon, wenn sie das Wasser nur erspähen. Mit diesen 11 Tipps wird aus eurem wasserscheuen Baby bestimmt eine begeisterte Wasserratte!

Baby baden: So haben alle Spaß dabei

Baden ist für Babys allermeist eine ganz wunderbare Erfahrung. Und eine Erinnerung an die schöne Zeit, in der sie in Mamas Bauch im warmen Fruchtwasser geborgen waren. Manchmal schreit der Nachwuchs aber wie am Spieß, wenn Badetag ist. Teilweise lässt sich ein Grund dafür erahnen: Vielleicht war das Badewasser mal zu warm oder zu kalt – oder der Junior hat ein paar Spritzer Wasser ins Auge bekommen. Manchmal ist aber auch kein Grund zu erkennen, warum euer Baby baden doof findet.

11 Tipps, damit Baden für euer Baby endlich Spaß macht

  1. Eine gewöhnliche Badewanne ist ganz schön groß! Zumindest dann, wenn man selbst winzig klein ist. Viele Babys baden lieber in einer kleineren Babybadewanne oder ganz am Anfang in einem Badeeimer. Das gibt ihnen Sicherheit und Geborgenheit. Auch ein Badewannensitz kann eine gute Lösung sein.
  2. Ab in die Wanne mit euch und nehmt euer Kind auf den Schoß. Der Körperkontakt beruhigt euer Baby und ihr können es so am besten spüren lassen, dass alles in bester Ordnung ist.
  3. Das Badewasser sollte angenehm warm sein. Die ideale Temperatur fürs Babybad liegt zwischen 35 und 37 Grad. Ein einfaches Badethermometer hilft bei der Einschätzung der Temperatur. Wenn ihr kein Thermometer zur Hand habt, testet die Wassertemperatur am besten mit dem Ellenbogen: einfach 5 bis 10 Sekunden ins Badewasser halten. Wenn es sich gut anfühlt, sollte es auch für euer Baby beim Baden fein sein.
  4. Befüllt die Badewanne erst einmal nur mit wenig Wasser, dann fühlt sich euer Baby nicht verloren in dem großen Ozean im Badezimmer. Natürlich nur, wenn die Umgebungstemperatur schön warm, also um die 22 bis 24 Grad, ist. Mehr Wasser könnt ihr immer noch einlassen. Manche Babys fürchten sich auch vor dem lauten Geräusch des einlaufenden Wassers, achtet mal darauf.
  5. Rituelles Baden klingt nach Sekte, ist aber eine gute Sache für Babys. Es meint hier, dass es wasserscheuen Babys helfen kann, wenn ihr das Baden immer gleich gestaltet. Dabei solltet ihr selbst viel Ruhe ausstrahlen und nicht hektisch werden. Kinder, auch schon ganz kleine, haben feine Antennen für Stimmungen und nehmen diese schnell als ihre eigene an.
  6. Wasserscheue Babys sollten ganz langsam an das warme Nass gewöhnt werden. Für den Anfang reicht es vielleicht aus, wenn ihr angenehm warmes Wasser über die Füßchen eures Kindes laufen zu lassen. Wenn es sich daran gewöhnt hat, kann nach und nach mehr Wasser zum Einsatz kommen. Und irgendwann wird aus Baby waschen ganz von alleine Baby baden. Nur Geduld.
  7. Aufs Haare waschen verzichten! Wenn ihr ein besonders wasserscheues Baby zuhause habt, verzichtet erstmal aufs Haare waschen. Das sorgt nur für unnötige Aufregung – und kann genauso gut danach mit einem feuchten Waschlappen erledigt werden. Die meisten Babys haben ja eh erstmal nur zarten Flaum auf dem Kopf.
  8. Nach dem Baden mollig-warm einpacken! Zum Baden gehört auch die Zeit danach. Wenn euer Kind danach friert, verbindet es diese unangenehme Erfahrung mit dem Baden und mag dann vielleicht nicht mehr ins Wasser. Sorgt deshalb immer für eine warme Temperatur im Badezimmer und wickelt euer Baby nach dem Baden fest in ein (vorgewärmte) Handtuch ein. Eine Wärmelampe kann zusätzlich Wärme spenden.
  9. Eine Runde Kuscheln. Euer Kind soll positive Verbindungen mit dem Baden verknüpfen und was ist schöner als mit Mama oder Papa zu kuscheln? Also kuschelt erst einmal eine Runde nach dem Baden, wenn es die Raumtemperatur erlaubt, auch gerne mit Hautkontakt.
  10. Babys baden am liebsten, wenn sie satt und wach sind. Wer hungrig oder müde ins aufregende Nass soll, reagiert oft mit Empörung.
  11. Dein Baby badet immer noch nicht gerne? Dann eben nicht!  Es gibt keinen Grund für häufige Badesessions. Babys sind nicht schmutzig – und im Normalfall reicht es, Po, Hände und Gesicht täglich mit einem Waschlappen zu säubern. Mehr als ein Bad in der Woche muss nicht sein! Und wenn es noch seltener wird, ist es auch nicht schlimm.

Nur weil euer Baby Baden hasst, muss euer baldiges Kleinkind das noch lange nicht

Spätestens wenn euer Liebling ein bisschen größer ist und entdeckt, wie toll man in der Badewanne spielen kann, will es bald öfters baden als euch lieb ist. Mit Badeenten, Spritztieren, Tieren zum Aufziehen, die lustig durchs Badewasser paddeln kann aber auch so herrlich das Badezimmer unter Wasser setzen. Auch eine schöne Beschäftigung: Mit einer Autofähre können kleine Plastikautos vom einen Wannenrand zum anderen befördert werden. Eimerchen bieten kleinen Wasserratten stundenlang Beschäftigung, die größeren lieben knisternde Badezusätze in bunten Farben oder Badewannen-Malfarben. Das einzige, was vielen Kindern auch im Grundschulalter noch nicht mögen, ist das Haare waschen. Auch auch dafür haben wir 15 tolle Tipps für euch, um Tränen und Geschrei beim Haare waschen zu vermeiden.

Bildquelle: Getty Images/ Halfpoint

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