Stubenwagen & Babybett: Infos und Tipps

Baby

Stubenwagen & Babybett: Infos und Tipps

Ein gutes Bett sorgt bei Babys nicht nur für erholsamen Schlaf, sondern kann auch das Risiko für den gefürchteten Plötzlichen Kindstod reduzieren. Was es bei Stubenwagen, Wiege, Babybett und der Matratze zu beachten gibt, erfahren Sie hier.

Ein Neugeborenes schläft im ersten Lebensmonat bis zu 16 Stunden am Tag. Danach nimmt das Schlafbedürfnis zwar langsam ab, trotzdem verbringt ein Baby noch bis ins Kleinkindalter die meiste Zeit des Tages in seinem Bettchen.

Keine Frage also, dass das Babybett hohen Anforderungen an Komfort und Sicherheit genügen muss. Dabei gibt es in den Möbelhäusern so viel Auswahl an Babybetten, dass Eltern schon mal überfordert sein können. Worin zum Beispiel schläft ein Baby am besten: im Stubenwagen, im Babybett oder ganz und gar im Elternbett? Und was macht eine gute Matratze aus? Das erfahren Sie auf den folgenden drei Seiten in unserem Ratgeber:
>> Hier: Ratgeber Stubenwagen
>> Seite 2: Ratgeber Babybett
>> Seite 3: Ratgeber Babymatratze

Stubenwagen und Babywiege: Die Vorteile

Gerade in den ersten Monaten sind eine Babywiege oder ein Stubenwagen für das Baby besonders gut geeignet. Die beiden Varianten sind kleiner als ein Standard-Babybett und haben eine Einfassung aus Stoff sowie einen Himmel. Säuglinge fühlen sich darin geschützter und in der Regel wohler als beispielsweise zwischen leeren Gitterstäben des größeren Babybetts.
Die meisten Stubenwagen-Modelle und einige Babywiegen sind zudem mit Rollen ausgestattet. Sie können das Bettchen damit von Raum zu Raum schieben, ohne Ihr Baby zu wecken. So haben Sie Ihren kleinen Schatz immer in Ihrer Nähe. Babywiegen bieten weiterhin die Möglichkeit, Ihr Kleines durch Schaukelbewegungen sanft in den Schlaf zu wiegen.

Wichtige Kaufkriterien für Stubenwagen und Babywiege

In der Regel bestehen ein Stubenwagen oder eine Babywiege aus folgenden Elementen:
• Untergestell: Dieses ist entweder aus Holz oder Metall gefertigt. Bei vielen Modellen ermöglichen Rollen ein einfaches Verschieben des Stubenwagens.
• Körbchen: Entweder aus Korb geflochten oder mit Gitterstäben aus Holz. Häufig mit Stoff bekleidet.
• Passende Matratze
• Betthimmel
• evtl. passendes Nestchen und Bettwäsche: In Hinblick auf das Risiko des plötzlichen Kindstods sollten Sie aber lieber einen Schlafsack nutzen. Der Stubenwagen sollte vor allem funktional sein. Folgende Fragen sollten Sie sich beim Kauf deshalb stellen:
➤ Stabilität und Sicherheit des Stubenwagens: Ist der Stubenwagen-Unterbau stabil? Verfügt der Stubenwagen über Rollen? Wie ist die Verarbeitung? Auf keinen Fall sollte sich das Baby an abstehenden Schrauben, scharfen Kanten oder ähnlichem verletzen können. Achten Sie beim Kauf unbedingt auf offizielle Prüfsiegel wie dem GS-Zeichen.
➤ Stubenwagen mit Rollen: Sind mindestens zwei der vier Rollen festzustellen?
➤ Stubenwagen-Bezüge & Himmel: Können die Bezüge und der Himmel gewechselt werden? Sind sie bei mindestens 60 Grad waschbar?
➤ Stubenwagen-Matratze: Ist die Matratze qualitativ hochwertig? Auf die Qualität sollten Sie wirklich großen Wert legen; denn sie ist maßgeblich dafür, ob sich das Baby im Stubenwagen wohl fühlt. Wie die Matratze beschaffen sein sollte und welche Matratzen die besten sind, lesen Sie hier: Babymatratze

Wie lange kann ein Stubenwagen genutzt werden?

Ein Stubenwagen oder eine Babywiege als Schlafplatz fürs Baby eignen sich nur für die ersten Monate. Sobald Ihr Baby sich selbst aufsetzen kann und die ersten Versuche unternimmt, sich zum Hinstellen hochzuziehen, werden beide Möbelstücke zu gefährlich. Dann ist es an der Zeit, auf ein normales Babybett umzusteigen. Tipps und eine Checkliste dazu, finden Sie auf der nächsten Seite.

[fam_development_calendar_teaser][/fam_development_calendar_teaser]

Babybett: So finden Sie das richtige

Wir geben Entscheidungshilfe beim Babybett-Kauf und erklären, warum Experten von Bettwäsche und Schmusetieren im Babybett abraten.

Beim Babybett auf Prüfsiegel achten

An oberster Stelle steht die Sicherheit Ihres Babys, wenn Sie auf der Suche nach dem idealen Babybett sind. Das heißt, achten Sie insbesondere auf ein offizielles Prüfsiegel wie dem GS-Zeichen, einem DIN-Zeichen oder dem TÜV-Zeichen. Zudem sollte das Babybett folgende Kennzeichnungen besitzen: Daten zum Hersteller, Nummer/ Datum der DIN EN-Norm 716-1:2008 + A1:2013 ("Kinderbetten und Reisekinderbetten für den Wohnbereich") und die Markierung der maximalen Matratzenhöhe.

Wichtig beim Babybett: Solide Verarbeitung

Damit sich Ihr Baby nicht verletzen kann, sollte das Babybett aus stabilem Material und solide verarbeitet sein. Das heißt, es darf nicht wackeln, wenn Sie daran ruckeln und insbesondere keine scharfen Kanten oder Ecken haben. Dazu kommt, dass die Oberflächen möglichst glatt und ausschließlich mit ungiftigen Lacken und Lasuren behandelt worden sein sollten. Laut dem Verbraucherportal VIS Bayern* sollten Sie beim Babybett außerdem auf diese Punkte achten:
• keine Querelemente, an denen Ihr Kind sich hochziehen und hochklettern könnte
• keine überstehenden Teile, an denen Ihr Kind mit Kleidung etc. hängen bleiben
kann
• keine abnehmbaren Kleinteile in Reichweite Ihres Kindes
• für das Kind unerreichbare oder schwer zu öffnende Verschlüsse
• Gebrauchsanweisung muss vorhanden sein
• gesundheitsverträgliche Materialien, frei von Schadstoffen

Die richtigen Babybett-Maße

Ebenfalls wichtig in Puncto Sicherheit: die Maße des Babybetts. Damit ist nicht die Abmessung der Liegefläche gemeint, die bei Standard-Babybetten in der Regel 70 x 140 Zentimeter beträgt. Ein viel größeres Augenmerk sollten Sie auf die Abstände zwischen den einzelnen Bauteilen legen, damit Ihr Baby sich nicht einklemmen oder sonst wie verletzen kann. Die VIS Bayern* nennt folgende Maße:
Abstand zweier Bauteile (z.B. der Gitterstäbe) oder der Durchmesser von Öffnungen: mind. 45 Millimeter, max. 65 Millimeter (auch unter Belastung)
Spalt zwischen Boden und Gestell: kleiner als 25 Millimeter
Abstand Liegefläche zur Oberkante: mind. 30 Zentimeter (höchste Stellung) bzw. 60 Zentimeter (niedrigste Stellung)
Abstand Oberkante Matratze zu Oberkante Bett: mind. 20 Zentimeter (höchste Stellung) bzw. 50 Zentimeter (niedrigste Stellung)
Abstände zwischen den Leisten des Bettbodens: kleiner als 60 Millimeter
Hat das Babybett Rollen, sollten zwei von vier Rollen feststellbar sein. Hat es sogenannte Schlupfsprossen, also Sprossen, die sich entfernen lassen und dem Kind ein eigenständiges Rein- und Rauskrabbeln zu ermöglichen, sollten diese mit der Feder nach oben zu montieren sein. Außerdem sollten auf das Babybett auflegbare Wickelbretter zum Schlafen heruntergenommen werden müssen, um eine Gefährdung des Kindes auszuschließen.

Textilien im Babybett: Weniger ist mehr

Der Vollständigkeit halber möchten wir es hier noch einmal erwähnen: Experten raten davon ab, das Baby mit einer Decke schlafen zu lassen sowie Kuscheltiere und Schnuffeltücher mit ins Bettchen zu legen. Die Gefahr, dass sich das Baby etwas über den Kopf oder vor das Gesicht zieht und dann überhitzt oder zu viel CO2 einatmet, ist zu hoch (Stichwort: SIDS - Plötzlicher Kindstod). Sollten Sie sich dennoch für eine Decke entscheiden, dann sollte die nicht so dick sein. Legen Sie Ihr Baby so ins Bett, dass es mit den Füßen am Fußende des Bettes anstößt. So ist die Gefahr geringer, dass es unter die Decke rutscht. Besser geeignet als eine Decke ist jedoch ein Schlafsack. Der sollte ebenfalls nicht zu dick und warm sein und gerade groß genug sein, dass Ihr Baby nicht hinein oder herausrutschen kann. Achten Sie darauf, dass auch das Bettlaken sicher unter der Matratze befestigt ist und vom Baby nicht gelockert werden kann. Auch ein Seitenpolster oder Nestchen sollten Sie nur dann nutzen, wenn es sich ordentlich am Bett befestigen lässt. Für wohlige Gemütlichkeit sorgt ein Betthimmel. Ein Kopfkissen hingegen ist ein No-Go: Babys brauchen noch keine Kopferhöhung und im schlimmsten Fall kann das Kissen die Atmung behindern.
Alle Textilien im Babybett sollten bei 60 Grad waschbar und geprüft schadstofffrei sein. Andernfalls könnten Schadstoffrückstände wegen des sehr langen und intensiven Hautkontakts des Babys mit den Materialien eine Neigung zu Allergien auslösen oder verstärken.

Kann das Baby nicht auch im Elternbett schlafen?

Davon raten Experten ab. In der Regel ist die Matratze der Erwachsenen zu weich für das Neugeborene. Die größte Gefahr geht aber von der Wärme aus: Zwischen Mama und Papa wird es den Säugling schnell zu warm, da er seine Körpertemperatur noch nicht ausreichend selbst regulieren kann. Möchten Sie Ihr Baby dennoch mit bei sich im Bett schlafen lassen, sollten Sie also einige Dinge beachten. Welche genau, das lesen Sie hier: Also lieber ein eigenes Bettchen fürs Baby. Besonders wichtig dabei: die richtige Babymatratze. Wie die sein sollte und welche Matratzen in den letzten Jahres Testsieger wurden, erfahren Sie auf der nächsten Seite.
* Quelle: VIS Bayern zur Anschaffung von Kinderbetten

Babymatratze: Welche Matratze fürs Baby?

Das wichtigste Element im Babybett ist die Babymatratze. Warum? Weil sie, wenn sie die richtigen Eigenschaften aufweist, das Risiko für den plötzlichen Kindstod stark senken kann. Lesen Sie hier, was die perfekte Babymatratze ausmacht und welche Matratzen in Tests überzeugen konnten.

Spricht man über das Babybett und die Babymatratze fällt immer wieder das Stichwort Plötzlicher Kindstod (SIDS). Heute geht man davon aus, dass das Bettchen und eine geeignete Matratze das Risiko des SIDS minimieren können, indem sie eine gute Luftzirkulation ermöglichen. Es wird vermutet, dass vor allem zu viel eingeatmetes CO2 zum Plötzlichen Kindstod führen kann. Zu viel CO2 atmet ein Baby beispielsweise dann ein, wenn etwas vor oder über seinem Gesicht liegt und die ausgeatmete Luft nicht ausreichend entweichen kann. Die verbrauchte Luft wird vom Baby dann wieder eingeatmet und lähmt auf Dauer seine Atem- und Aufwachreflexe. So zumindest die Vermutung von Experten. Abgesehen von dem Ratschlag, lieber einen Babyschlafsack als eine Decke im Bettchen zu nutzen, kann auch die Matratze etwas dafür leisten, dass das Baby genug frische Luft bekommt.

Babymatratze sollte relativ hart sein

Die Babymatratze sollte nicht zu weich sein, sonst könnt das Kind mit dem Gesicht in der Matratze einsinken und der Luftaustausch wäre erschwert. Wählen Sie also eine eher feste Matratze. Liegezonen machen beim Baby übrigens noch keinen Sinn, da sie noch viel zu leicht sind und die noch gerade Wirbelsäule der Kleinen in keinen Zonen weniger oder mehr gestützt werden muss.
Ratsam ist außerdem eine verstärkte Trittkannte der Matratze, die verhindert, dass das Baby beim Stehen und Rumhopsen zwischen Matratze und Bettrand rutscht.

Wichtig: Luftzirkulation

Zudem sollte die Babymatratze einen ausreichenden Gasaustausch ermöglichen, damit sich erst gar nicht zu viel CO2 im Kopfbereich sammelt. Vor einigen Jahren begannen Matratzenhersteller mit Luftlöchern und Belüftungskanälen zu werben. Jedoch konnte bisher kein Test nachweisen, dass diese Eigenschaften tatsächlich zu einem besseren Luftaustausch beitragen. Eine Poren- oder Wabenstruktur der Matratze kann aber zumindest der Wärmeregulierung dienen und eine Wärmestauung verhindern.

Material und Preis für eine Babymatratze

Das richtige Material und der richtige Preis für eine Babymatratze lassen sich so pauschal nicht bestimmen. Es gibt gute Matratzen aus Schaumstoff, ebenso wie aus Naturfasern und Kaltschaum. Wichtig ist, dass die Matratze schadstofffrei ist. Oft riechen frischgekaufte Matratzen trotz geprüfter Schadstofffreiheit nach dem Auspacken etwas streng. Daher ist es wichtig, die Matratze vor dem Einsatz gut auslüften zu lassen.
Auch der Preis ist kein verlässliches Qualitätsmerkmal, schaut man sich die Testergebnisse von Stiftung Warentest 2014 und Öko-Test 2015 an. Dort reichen die Preisspannen der Testsieger von 50 bis 200 Euro.

Babymatratze: Test-Ergebnisse der letzten Jahre

---
Wie gut kennen Sie sich mit Neugeborenen aus? Machen Sie unser Quiz und finden Sie es heraus! Das Eine oder Andere wussten Sie vielleicht noch nicht...

Bildquelle:

Thinkstock

Galerien

Lies auch

Teste dich