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Corona & Kita

Gute Nachrichten für Eltern: Keine weiteren Kita-Schließungen.

© iStock / Getty Images Plus / lithiumcloud
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Kurz vor dem anstehenden Winter nimmt Karl Lauterbach Kita-Eltern eine große Sorge: Kindertagestätten werden nicht wieder flächendeckend geschlossen. Dies ließe sich jetzt schon sagen, denn die "Corona-Kita-Studie" des Robert-Koch-Instituts habe gezeigt, dass Kitas keine Infektionsherde seien.

Der Bundesgesundheitsminister schaut den kommenden Monaten nach wie vor skeptisch entgegen:

"Der anstehende Corona-Winter wird auch für die Familien und für die Kinder wieder eine Herausforderung sein. Es ist leider nicht so, dass die Pandemie vorbei ist."

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach

Aufatmen für Kita-Eltern

Doch mit erneuten flächendeckenden Kita-Schließungen sei nicht zu rechnen, denn "Kitas waren nie Infektionsherde", so Lauterbach. Und weiter: "Somit muss man sagen - nach dem Wissen von heute - kommt man klar zu der Erkenntnis, dass die Kita-Schließungen zu Beginn der Pandemie nicht nötig gewesen wären." Das ist eine Aussage, die Eltern aufatmen lässt - und vermutlich bei dem einen oder anderen für Wut sorgt. Besonders, wenn sie die zweite wichtige Erkenntnis der "Corona-Kita-Studie" hören.

Traurige Bilanz

Was viele Eltern vermutet und selbst so erlebt haben, bestätigt die Studie noch einmal wissenschaftlich: Die Kita-Schließungen waren eine große Belastung für Kinder und ihre Eltern. Ebenfalls keine Überraschung ist die Erkenntnis, dass Kinder aus ökonomisch benachteiligten Familien im Vergleich noch härter von den getroffen wurden. Die Hälfte der 5.000 an der Studie teilnehmenden Kitas berichtet, dass es einen extrem erhöhten Förderbedarf gäbe. Bundesfamilienministerin Lisa Paus unterstreicht diese Einschätzung:

"Kitas mit hohem Anteil von Kindern aus sozial benachteiligten Familien haben jetzt einen fast doppelt so hohen Förderbedarf bei Sprache, bei Motorik und bei der sozialen und emotionalen Entwicklung wie vor der Pandemie."

Lisa Paus

Lia Zerowsky

Erleichterung, aber keine Wut

2020 war mein großer Sohn in der Vorschule, der Kleine ist knapp zwei Jahre jünger, so dass wir alle Schließungen, die es bislang so gab, mitgenommen haben. Ich bin also persönlich betroffen und fand die Zeiten von Schließungen teilweise extrem herausfordernd - obwohl wir zwei Erwachsene sind, obwohl beide Elternteile im Home-Office arbeiten konnten.

Jetzt zu hören, dass die Schließungen doch gar nicht nötig gewesen wären, entfacht trotzdem keine Wut in mir. Denn: Hinterher ist man immer schlauer. Ja, die politischen Entscheidungen haben einen hohen Preis, der zu nicht geringen Teilen von den Kindern gezahlt werden muss. Ja, das ist unfair, gemein und einfach doof. Aber: Als diese Entscheidungen getroffen wurden, wusste man noch wenig über dieses neue Virus, außer dass es sich schnell verbreitet und einen tödlichen Verlauf haben kann.

Wer jemals ein Kind in der Kita hatte, weiß, wie schnell sich dort Infektionen wie Hand-Mund-Fuß oder Magen-Darm ausbreiten. Deshalb hängt in den Kitas auch aus, was gerade aktuell umgeht. Und wenn man Mittwoch früh sein Kind abgibt und auf diesem Aushang steht Magen-Darm, weiß man, was man höchstwahrscheinlich am Wochenende macht.

Es war in meinen Augen daher damals wie heute logisch, dass die Politik nicht probieren wollte, ob sich dieses neue, unbekannte Virus anders verhält als der gemeine Magen-Darm-Virus von nebenan.

Quelle: tagesschau.de

Wenn ihr nochmal wissen möchtet, wie es das winzige Cov2-Virus schaffte, die Welt (fast) zum Stillstand zu bringen, Delfine durch die Kanäle von Venedig schwimmen zu lassen und Kitas- und Schulen weltweit zu schließen, haben wir hier einen Filmtipp von 2020, der einen in die Anfangszeit der Pandemie und das apokalyptische Lebensgefühl damals zurückversetzt:

Coronavirus, Explained | Official Trailer | Netflix

Stresstest: Wie gestresst ist mein Kind?

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