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Endlich gute Nachrichten: Weniger Frühgeburten dank Corona

Yeah!

Endlich gute Nachrichten: Weniger Frühgeburten dank Corona

Corona ist nicht gerade dafür bekannt, mit guten Nachrichten in Zusammenhang gebracht zu werden. Nun haben Forscher aus Irland und Dänemark aber Erstaunliches entdeckt.

Keine Frage, so eine Schwangerschaft kann stressig sein. Es gibt 1.000 Dinge, an die die werdende Mutter denken muss – Termine, die wahrgenommen werden und Freund*innen, die noch ein letztes Mal vor der Geburt getroffen werden wollen. Wohl jede Schwangere kennt das Gefühl, immer auch ein bisschen unter Strom zu stehen in der Zeit vor der Geburt.

Corona hat das Leben verlangsamt

In den letzten Monaten ist unser aller Leben deutlich heruntergefahren worden. Die Kreise wurden kleiner, die Termine oft weniger. Und vielen Schwangeren hat diese Zeit der Ruhe gut getan. Weltweit bestätigten Krankenhäuser, dass es zu weniger Frühgeburten kam. Vor allem die Extremfrühchen, die vor der 27. Schwangerschaftswoche geboren werden, waren signifikant seltener.

Frühchenrate sinkt um 90%

Forscher aus Dänemark sahen sich diese Daten genauer an. Sie verglichen für ihre Studie die Rate der Frühgeborenen in den Zeiten zwischen dem 12. März bis zum 14. April in den Jahren 2015 bis 2020. Das verblüffende Ergebnis: Die Frühchenrate sank um sagenhafte 90%! Forscher aus Irland kamen zu einem ähnlichen Ergebnis, hier sank die Frühgeburtenrate um 73%.

Feinstaub kann Frühgeburten fördern

Wieso aber ist Corona an den sinkenden Frühgeburtenraten Schuld? Weil wir "physische Kontakte reduziert, unseren Fokus auf Hygiene erweitert, unsere Arbeitsumgebung geändert und nicht so viel Luftverschmutzung produziert" haben, sagen die dänischen Forscher, werden weniger Babys vor der 37. Schwangerschaftswoche geboren. Sie sehen es als erwiesen an, dass Feinstaub Frühgeburten begünstigt. Weil wir alle aber viel mehr in den eigenen vier Wänden waren, gab es weniger Feinstaub, Schwangere waren dem weniger ausgesetzt und das hätte Frühgeburten verhindert.

Social Distancing hilft werdenden Müttern

Auch andere Infektionskrankheiten, die sich negativ auf eine Schwangerschaft auswirken können, wurden aufgrund von Social Distancing weniger übertragen. Viele Schwangere konnten endlich entschleunigen, weil sie nicht noch Dinge vorbereiten mussten. Auch Stress kann Frühgeburten begünstigen.

Trotzdem Stress in der Schwangerschaft

Also eigentlich alles super, oder? Nicht ganz. Denn für die wenigstens Frauen wird die Schwangerschaft während Corona leicht gewesen sein. Es kamen neue Sorgen hinzu. Neben Angst vor Arbeitslosigkeit und der ungewissen Zukunft war vor allem häusliche Gewalt ein großes Problem. Nicht immer konnte den Schwangeren in dieser Situation geholfen werden.

Die Sorge um die Situation während der Geburt in den Kreißsälen war für die werdenden Familien ebenfalls eine große Belastung. Noch immer dürfen Väter nicht in allen Krankenhäusern bei der Geburt ihres Kindes dabei sein, das ist ein zusätzlicher Stressfaktor.

Ob auch in Deutschland die Zahl der Frühgeburten gesunken ist, steht noch nicht fest. Das Datenmaterial dazu muss erst noch ausgewertet werden.

Quelle. Spiegel.de

Andrea Zschocher
Das sagtAndrea Zschocher:

Meine Meinung

Dass Feinstaub zu Frühgeburten führen kann wusste ich nicht. Dass Stress für die werdenden Mütter und die Babys nicht gut sind, wissen wir alle. Nur lässt der sich ja nicht immer verhindern.

Als Dreifachmama fand ich besonders die letzten Monate extrem anstrengend, stressig und herausfordernd. Wenn es anderen Müttern da anders ging, dann finde ich persönlich das großartig. Weil es für die Kinder (und auch die Eltern) schlicht am besten ist, wenn sie möglichst lange im Bauch wachsen dürfen.

Bildquelle: getty images / iStock / Getty Images Plus / Ondrooo

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