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Zwetschgen, Pflaumen oder Mirabellen: DAS sind die Unterschiede

Zwetschgen, Pflaumen oder Mirabellen: DAS sind die Unterschiede

Obsternte

Endlich ist wieder Pflaumenzeit! Oder sind das Zwetschgen, die da jetzt auf dem Markt verkauft werden? Und wo ist eigentlich der Unterschied zu Mirabellen? Ich verrate euch, worin sich die Pflaumensorten unterscheiden und welche sich besonders gut für Kuchen, Marmelade oder Mus eignen.

Zwetschgen und Pflaumen haben dieselben Vorfahren

Über die exakte Namenszugehörigkeit zu streiten, hat nicht viel Sinn. Dennoch kommt es regional immer wieder zu Verwirrung. Im Norden Deutschlands kennt man Pflaumen und bezeichnet damit alle Arten von Pflaumen, auch Zwetschgen. In Süddeutschland und in Österreich nennt man hingegen alle Pflaumenarten nur Zwetschen oder sogar "Quetschen".

Letztlich stammen Pflaumen und Zwetschgen von einer ursprünglichen Pflaumenart ab. Doch es gibt so viele Kreuzungen und Arten, dass die Übergänge zwischen beiden eher fließend sind. Ich selbst kenne aus meiner thüringischen Heimat eher "Pflaume" als Ausdruck, Zwetschge war mir bis zu meiner Studienzeit ein fremder Begriff. Teilweise meint man mit diesem Ausdruck alle Pflaumenarten, doch es gibt auch Unterschiede zwischen den Früchten.

Zwetschgen: Die längliche Pflaumenart zum Backen

Insgesamt gibt es über 2000 Pflaumensorten. Darunter sind Zwetschgen eher eine Unterart. Die länglich-bläuliche Frucht stammt aus dem kleinasiatischen Raum und zählt zu den Rosengewächsen. Zwetschgen haben meist ein eierförmiges Aussehen und eine blaue bis schwarze Schale, die von einer dünnen weißen Schutzschicht bedeckt ist. Sie haben einen flachen Stein, den man leicht mit den Fingern lösen kann. Die ersten Zwetschgen gib es ab Ende Juli bis in den September hinein.

Zwetschgen
So sehen Zwetschgen aus, die man landläufig auch oft Pflaumen nennt.

Zwetschgen eignen sich für:

Pflaumen: Die saftigen roten Früchte für Mus und Konfitüre

Die landläufige Pflaume ist eher rund und fest und meist eher von rötlicher Farbe. Sie besitzt einen eher rundlichen Kern, der sich gar nicht so leicht ablösen lässt. Es gibt auch eher gelbliche Pflaumenarten, die schon im Hochsommer reifen. Ihre Früchte sind im Gegensatz zu Zwetschgen, die auch recht sauer sein können, eher süß und saftig. Meist ist das Fruchtfleisch eher weich und nicht so fest wie bei den länglichen Zwetschgen.

Pflaumen
Pflaumen sind im Gegensatz zu Zwetschen rund und eher rötlich, mit weicherem Fruchtfleisch.

Pflaumen eignen sich für:

  • Marmeladen und Konfitüre
  • Fruchtgrütze
  • Chutneys
  • Pflaumenmus

Mirabellen: Die kleine gelbe Schwester der Pflaume

Dann gibt es da noch die kleinen gelblichen runden Früchte, die auch eine Unterart der Pflaume sind. Mirabellen sind quasi die kleinen Schwestern der Pflaume. Sie gehören auch zu den Rosengewächsen und stammen aus Asien. Sie schmecken eher süßlich und erfrischend und sollten direkt nach dem Pflücken verarbeitet werden.

Mirabellen
Die kleinen gelben Mirabellen kann man am besten von anderen Pflaumen unterscheiden.

Mirabellen eigenen sich für:

  • Kuchen und Backwaren
  • Nachspeisen mit Quark
  • als fruchtige Beilage püriert zu herzhaften Pfannengerichten und Fleisch

Ich weiß nicht, wie es euch geht: Ich hab jetzt richtig Lust auf Pflaumenkuchen und Co und freu mich riesig auf die Saison, die ja jetzt gerade erst beginnt. Braucht ihr vielleicht noch eine Idee für den kommenden Geburtstag eurer Kinder? Dann lasst euch von diesen coolen bunten Rezepten inspirieren, die auch das eine oder andere gesunde Obst enthalten.

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Quelle: Mein schöner Garten

Mein Fazit

Ah! Durch die Recherche für diesen Artikel hab ich endlich verstanden, dass die Früchte, die ich schon immer Pflaume nenne, auch Zwetschgen sind. Mir war diese Bezeichnung aus meiner Kindheit eher nicht geläufig und ich hab mich immer gewundert, wenn es "Zwetschgenkuchen" gab. Man lernt eben nie aus und ich hab jetzt richtig Lust, Pflaumenmarmelade zu kochen.

Bildquelle: Getty Images/margouillatphotos

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