Gestresste Mütter: Tipps zum Entspannen

Stress gehört zum Leben der Mütter irgendwie dazu, das ist die traurige Wahrheit. Aber: Es gibt negativen und positiven Stress. Und es gibt Wege, die helfen, sich vom Stress nicht kleinkriegen zu lassen. Wir haben zehn akute oder vorbeugend wirkende Tipps gesammelt, die Entspannung für Mütter versprechen. Gönnen Sie sich fünf Minuten Zeit und eine Tasse Tee für diesen Text.

Familie.de wünscht einen schönen Tag!

Kleine Auszeiten helfen gegen Stress und stellen die ideale Entspannung für Mütter dar.


1. Nein sagen

Niemand hat etwas davon, wenn Sie sich zu viele Aufgaben aufbürden. Lernen Sie, sich vor Überforderung zu schützen und sagen Sie ruhig mal Nein. "Es kann ein befreiendes Gefühl sein, Nein zu sagen zu Verpflichtungen, die nicht passen. Das Kind geht vor", sagt die Familientherapeutin Gisela Storz. Sie hat selbst vier Kinder und den klugen Ratgeber "Kraft tanken. Energiequellen für gestresste Mütter" (Beust) geschrieben, der leider vergriffen, aber noch auf amazon.de erhältlich ist. Ein Tag mit Kleinkind ist nur schwer planbar, schließlich kann jederzeit Unvorhergesehenes dazwischenkommen. Ärgern Sie sich nicht darüber – das frustriert nur. Wer lernt, cool zu bleiben und auch mal einen Termin abzusagen, geht besser durchs Leben und kommt nicht so leicht aus der Ruhe.

2. Keine Hektik

Stress entsteht durch Hektik. Alles Planbare sollten Sie daher frühzeitig erledigen. Räumen Sie sich so viel Zeit wie möglich für Vorbereitungen ein – etwa für Feiertage, Besuche oder Geburtstage –, damit Sie am Ende nicht in Stress geraten. Und wenn Sie zu früh fertig sind? Prima, so schaffen Sie gezielt Freiräume, um zu entspannen, bevor es losgeht.

3. Entspannen

Wenn wir im Stress sind, reagiert der Körper: Der Herzschlag beschleunigt sich, die Atmung wird schnell und flach, die Muskeln spannen sich an. Wir können nicht mehr abwägen, klar denken und reflektiert handeln, sondern verfallen in Hektik. Wer angespannt ist, befindet sich nicht mehr im Gleichgewicht und verbraucht Unmengen an Energie. Kurz: Stress schadet uns auf vielen Ebenen. Das Gegenmittel: Entspannung. Robert Sonntag war als Pädagoge lange Jahre mit Stressmanagement in der Erwachsenenbildung beschäftigt; in seinem Buch "Blitzschnell entspannt" beschreibt er Wege, um stressige Alltagssituationen zu bewältigen. Zum Beispiel diesen verblüffend einfachen Trick: Sobald Sie merken, dass eine Stresssituation eintritt, atmen Sie betont aus und lassen gleichzeitig die Schultern locker und entspannt nach unten fallen. Üben Sie diese Reaktion so lange, bis Sie in Stressmomenten reflexartig und ohne nachzudenken abläuft.

4. Runterschalten

Wer unter Hochdruck steht, ist körperlich angestrengt. "Die psychisch verursachte körperliche Hektik wirkt zurück auf das seelische Befinden und verstärkt die Gefühle von Stress, Unsicherheit, Angst", schreibt Robert Sonntag. Sobald Sie merken, dass Sie stressbedingt beschleunigen, nehmen Sie bewusst das Tempo heraus. Sprechen Sie langsam, atmen Sie tief und gleichmäßig, bewegen Sie sich kontrolliert, essen Sie in Ruhe. Schon bald werden Sie merken, dass es Ihnen leichter fällt, entspannt und gelassen zu agieren und innere Ruhe zu spüren.

5. Konflikte lösen

Es bringt nichts, Ärger und Stress in sich hineinzufressen. Entscheiden Sie zügig, ob es nötig ist, sich mit einem Konflikt noch einmal auseinanderzusetzen, und tun Sie das so bald wie möglich. Falls Sie ihn auf sich beruhen lassen möchten, sollten Sie das auch wirklich tun und den Konflikt keinesfalls wieder aufwärmen.

6. Hilfe annehmen

Sie sind nicht allein. Es gibt viele, die Ihnen zur Hand gehen können. Scheuen Sie sich nicht, andere um Hilfe zu bitten. Fragen Sie Verwandte oder Freunde, ob Sie mal eine Stunde mit dem Baby rausgehen möchten, bitten Sie Ihre Nachbarin, Ihnen etwas vom Supermarkt mitzubringen. Fragen Sie Ihre Mutter oder Schwiegermutter, ob Sie an bestimmten Tagen zum Kochen kommt. Wenn Sie es sich leisten können, nehmen Sie sich eine Haushaltshilfe.

7. Pause machen

Mindestens einmal am Tag müssen für Mütter zehn bis dreißig Minuten drin sein, in denen sie absolut nichts tun. Atmen Sie durch und genießen Sie diese Momente. Schaffen Sie sich Auszeiten, wenn das Kind schläft, und vor allem: Nutzen Sie sie sinnvoll. Hetzen Sie also nicht los und erledigen Sie, was zuvor liegengeblieben ist, sondern nehmen Sie sich diese Zeit für sich selbst. Essen Sie etwas, werden Sie die Joggingklamotten los, legen Sie die Füße hoch, blättern Sie in Ihrer Lieblingszeitschrift, telefonieren Sie mit Ihrer besten Freundin. Kurz: Nun geht’s nicht um die Pflicht, sondern um Sie selbst. Wenn Sie diese Auszeiten genießen, können Sie daraus sehr viel Kraft für den Alltag schöpfen.

8. Positiv denken

Sätze wie "Das klappt nie", "Das schaffe ich nicht" und "Heute geht alles schief" sollten Sie aus Ihrem Wortschatz streichen. Stress wird dadurch ausgelöst, dass wir Aufgaben als bedrohlich wahrnehmen. Machen Sie sich das bewusst und deuten Sie Ihre Befürchtungen positiv um: "Das wird vielleicht schwierig, aber ich bekomme das hin", "Daraus lerne ich fürs nächste Mal", "Ich bleibe ruhig und gelassen". Wenn Sie merken, dass negative Gedanken aufblitzen, sagen Sie "Halt!", atmen Sie durch, lockern Sie die Muskeln und wiederholen Sie Ihre positiven Gedanken. Achten Sie darauf, positive Wörter zu verwenden: also "gesund" statt "nicht krank", "mutig" statt "keine Angst".

9. Lachen

Man sagt, Lachen sei die beste Medizin. Und das ist es! Lachen befreit, entspannt und macht glücklich. Einem Menschen, der lächelt, kann man nicht böse sein. Selbst wenn Sie im Chaos zu versinken drohen, tun Sie einfach so, als ginge es Ihnen bestens. Strahlen Sie. Denken Sie an etwas Schönes und versuchen Sie zu lächeln. Sie werden sehen, das hilft. Beim Lachen werden Stresshormone abgebaut, denn das Gehirn weiß nicht, ob Sie Ihre Mundwinkel mit Gewalt hochziehen. Und so schickt es Glückshormone los, die Ihnen das Gefühl von Entspannung und Zufriedenheit schenken.

10. Nicht perfekt


"Der Anspruch, alles richtig machen zu wollen, und die Erfahrung, dass das nicht geht, ist ein Dauerbelastungsfaktor für Mütter"
, sagt die Familientherapeutin Gisela Storz. Wer andauernd daran zweifelt, allen gerecht werden zu können, und stets einem selbst auferlegten Ideal hinterherhechtet, macht sich auf Dauer nur unglücklich. Wer aber dem Perfektionismus den Rücken kehrt, nimmt sich sehr viel Druck von den Schultern. Monika Nowotny ist zweifache Mutter und hat den ansprechenden Trainingsratgeber "Iron Mom" geschrieben. Sie sagt: "Erklären Sie ein gewisses Chaos zum ausdrücklichen Bestandteil Ihres jetzigen Lifestyles. Kein Haushalt muss perfekt sein, auch der Mann kann mal spülen, und Ihre Wohnung darf jetzt so aussehen. Das ist in manchen Phasen eben so – auch in anderen Familien." Ab jetzt heißt es also: Mut zur Lücke und Kraft für eigene Wege – getreu dem Motto: So gut wie möglich statt perfekt.

Hat dir der Artikel "Gestresste Mütter: Tipps zum Entspannen" gefallen? Dann freuen wir uns, wenn du uns auch einen Besuch auf unserer Facebookseite abstattest. Für originelle Bastelideen und jede Menge Inspiration schau auf unserer Pinterest-Seite vorbei.