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Erfahrungsbericht

An Bord der Disney Dream: So ist es auf einer Disney Kreuzfahrt wirklich

Disney Kreuzfahrt Erfahrung
© familie.de Redaktion

Dass eine Disney Kreuzfahrt ein sehr besonderes Erlebnis ist, ahnt ihr bestimmt. Denn wo hat man sonst schon die Chance immer wieder Micky, Goofy oder Stitch über den Weg zu laufen? Aber macht das auch ohne Kinder Spaß? Wir haben eine Woche Mittelmeer-Kreuzfahrt mit der Disney Dream getestet. 

Unterwegs mit der Disney Cruise Line

Lange Zeit war eine Disney Kreuzfahrt nur dann möglich, wenn ihr den recht weiten Anfahrtsweg in die USA oder in die Karibik auf euch genommen habt. Denn die Disney Cruise Line schippert vor allem von Florida aus zu den Bahamas, in der Karibik oder auch nach Alaska. Neu ist, dass die Schiffe nun auch für mehrere Wochen durch Europa touren. Im Gepäck haben sie dabei aber alles, was die Disney-Erfahrung eben so ausmacht. Was mir am besten gefallen hat: Ihr könnt hier so sein, wie ihr möchtet und wirklich niemand wird wegen seiner Kleidung, seinem Aussehen oder seiner Art diskriminiert.

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Disney Cruise Line Navigator

Ich stelle mal hier eine kleine Warnung an den Anfang: Wenn ihr nicht so gut Englisch sprecht, dann könnte das auf der Disney Kreuzfahrt zum Problem werden. Denn, um das Schiff überhaupt betreten zu können, braucht ihr den Disney Cruise Line Navigator. Diese App ist eure Navigation für die gesamte Reisedauer.

Jetzt könntet ihr sagen: Ach, brauch ich nicht, ich orientiere mich da schon irgendwie. Aber nein, die App wird auch für den Online Check-in benötigt. Wenn ihr also auf das Schiff kommen wollt, braucht ihr die App. Und die ist ausschließlich auf Englisch. Und will auch alle Daten auf Englisch. Wer die Sprache nicht gut beherrscht, der kann sich im Vorfeld natürlich schon helfen lassen. Aber spätestens auf dem Schiff wird es dann schwierig.

Alle Speisen, alle Aktivitäten, alle Informationen bekommt ihr ausschließlich auf Englisch. Und natürlich könnt ihr euch das alles mühsam übersetzen, aber es ist eben eine kleine Hürde. Deswegen erwähne ich die Sprachbarriere an dieser Stelle so explizit. Es ist eben nicht möglich, an Bord jemanden zu finden, der Deutsch spricht.

Ich war auch irritiert, als mir gesagt wurde, dass in der Kinderbetreuung jemand ist, der Deutsch spricht. Die Person sprach Niederländisch, was, wie wir alle wissen, eine andere Sprache ist. Und für deutschsprachige Kinder auch nicht einfacher zu verstehen, als Englisch. 

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Disney Kreuzfahrt Erfahrung
Der beeindruckende Kronleuchter in der Lobby (© familie.de Redaktion)

Alle sind willkommen auf einer Disney Kreuzfahrt

Normalerweise gibt es auf Kreuzfahrten ja schon eine Art Dresscode. Sind viele ältere Menschen an Bord, geht es eher gediegener und ruhiger zu. Wollen viele Menschen Party machen, ist es vielleicht etwas schriller und bunter. Auf einer Disney Cruise darf jede*r genauso sein, wie er oder sie will und niemand stört sich daran. Genau so sollte es im Alltag immer sein, aber ich muss gestehen, natürlich ist mir das auf dem Schiff sehr positiv aufgefallen. Weil wir als Gesellschaft leider nicht in jeder Situation so offen sind, wie wir es uns wünschen. Bei der Disney Cruise ist das aber wirklich kein Thema.

Packt eure Koffer voll mit all der Kleidung, die ihr euch vielleicht im Alltag nicht zu tragen wagt und macht euch darauf gefasst, eine große farbenfrohe Vielfalt kennenzulernen, die ganz ohne viel Aufhebens gelebt wird. 

Welcome to the USA

Nun könnte man sagen: Vielleicht ist dieser superintegrative Ansatz ja Teil der US-amerikanischen Kultur und das ist einfach immer so. Wir alle wissen: Das ist nicht die Realität. Aber an Bord einer Disney Kreuzfahrt eben schon. Was sonst noch sehr amerikanisch ist: Die Lebensmittel. Jedenfalls die, die in abgepackter Form angeboten werden, beispielsweise Müsli, Jogurts oder Butterpäckchen. Die waren alle US-amerikanischen Ursprungs. Das habe ich in Europa nicht unbedingt erwartet, weil das ja bedeutet, dass Produkte von weiter weg eingeflogen werden. Da sich aber sehr viele US-Amerikaner*innen auf der Disney Kreuzfahrt befunden haben, ist das vielleicht ein Service, den die Reederei bietet. 

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Das Thema Essen ist eines, das natürlich sehr relevant ist. Für alle, die gern Fisch und Fleisch essen, bietet die Disney Dream drei Themenrestaurants, in denen ihr rotierend speist, wirklich eine tolle Auswahl. Es gibt jeden Abend ein umfangreiches Menü aus dem ihr euch die Komponenten auswählt, die euch am besten schmecken. Sollten euch die Portionen zu klein sein (ich fand sie wirklich mehr als ausreichend), könnt ihr euch aber immer noch ein zweites Essen dazu bestellen.

Disney Kreuzfahrt Erfahrung
Mein Spezialessen: Super leckeres indisches Essen (und reichlich davon) (© familie.de Redaktion)

Restaurants auf der Disney Dream

Für Vegetarier*innen ist die Auswahl leider überschaubar. Aber es wird tatsächlich sehr viel möglich gemacht. So bekam ich beispielsweise jeden Abend indische Küche serviert, weil ich die gern esse und es hier viele unterschiedliche vegetarische Optionen gibt. Auch beim Schärfegrad wurde auf meine Wünsche eingegangen. 

Bevor ich euch weiter den Mund wässerig mache, indem ich übers Essen an Bord der Disney Dream sprechen, möchte ich kurz auf die Restaurants an sich eingehen. Denn alle hatten Besonderheiten, die sowohl den jüngsten, wie auch den älteren Gästen gefallen dürften. Natürlich haben die Restaurants alle Namen, die im Disney-Kosmos relevant ist. Enchanted Garden, ein Restaurant, das an einen verwunschenen Garten aus den Disney-Prinzessinnen-Filmen erinnern soll, ist mit vielen Blüten und Blumenranken geschmückt. Im Royal Palace dürft ihr euch wie Prinzen und Prinzessinnen fühlen.

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Mein Highlight war allerdings das Animator's Palate. Hier könnt ihr jede Menge Zeichnungen und Skizzen aus der Disney-Werkstatt finden, man hat fast das Gefühl, den Illustrator*innen und Designer*innen all der Disney Magie über die Schultern gucken zu können. Es gibt außerdem mehrere riesige Bildschirme, auf denen im Laufe des Abends Crush, die Schildkröte aus "Findet Nemo" erscheint, und mit einzelnen Gästen interagiert. Eure Kellner*innen begleiten euch übrigens bei jedem Restaurantwechsel, sodass ihr euch da nicht umgewöhnen müsst.

Die "Disney Experience"

Disney will sicherstellen, dass ihr an Bord eine gute Zeit habt, weswegen insbesondere das Personal in den Restaurants sehr aufmerksam ist, sich an Dinge erinnert, die ihr am Vorabend erwähnt habt. Es wird versucht, möglich zu machen, was ihr euch wünscht, gerade in Bezug auf Essen aber auch vom Erleben während eurer Kreuzfahrt. Ich habe viel über diese "Disney Experience" im Vorfeld gehört und muss sagen: Ich wurde leider etwas enttäuscht.

Denn der mir zugewiesene Kellner war nicht ganz so aufmerksam, wie ich das an anderen Tischen und in anderen Interaktionen beobachten konnte. Hätte ich das beim Restaurantmanager angesprochen, es wäre sicherlich möglich gewesen, auch in den vollen Genuss der superfreundlichen Aufmerksamkeit zu kommen. Aber vielleicht bin ich da zu deutsch, dass ich denke: Nein, ich beschwere mich nicht über jemanden, der ja seinen Job trotz allem macht und der vielleicht einfach gerade nur eine schlechte Woche hat.  

Disney Kreuzfahrt Erfahrung
Ein Blick auf mein schön dekoriertes Bett (© familie.de Redaktion)

Die Kabinen auf der Disney Dream

Außerdem waren alle anderen Begegnungen an Bord der Disney Dream wirklich unfassbar freundlich und positiv. Mein Kabinensteward, also derjenige, der morgens und abends das Zimmer herrichtet und auch sonst immer schaute, dass es mir an nichts fehlte, war so aufmerksam, dass sich jede Rückkehr ins Zimmer wie nach Hause kommen angefühlt hat.

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Euer Stewart wird auch euer Ansprechpartner sein, wenn ihr die Kabine als Familienkabine nutzen wollt. Ich war allein unterwegs, aber wären wir als Familie zusammen gereist, unser Stewart hätte jeden Abend das Tagesbett in ein Doppelbett verwandelt. Vier Menschen haben in den Kabinen gut Platz. 

Was ich, gerade wenn man als Familie Urlaub macht, sehr praktisch finde, ist die Aufteilung von Bad und Toilette. Denn so könnt ihr z.B. morgens duschen und jemand anderes benutzt halt die Toilette. Ihr kommt euch weniger ins Gehege und es ist für alle entspannter.

Überhaupt fand ich die Kabinen sehr durchdacht und großzügig. Es gibt Innenkabinen mit 15 qm, Außenkabinen mit 19 bis 23 qm und natürlich auch luxuriöse Suiten mit bis zu 165 qm. Lasst euch bei der Buchung eurer Disney Kreuzfahrt am besten beraten was für eure Familie passt, um nicht nur die Zeit auf der Disney Dream, sondern auch die in eurer Kabine möglichst angenehm zu verbringen. 

Wie gesagt, ich habe mich in meiner Kabine sehr wohl gefühlt, das große Doppelbett war super bequem, das Sofa angenehm für den Tag (abends lässt es sich zu einem Bett verwandeln, was euer Kabinensteward für euch übernimmt). Für alle, die keine Außen- oder Balkonkabine buchen möchten, sich aber sorgen, dass sie sich vielleicht eingesperrt anfühlen könnte: Es gibt digitale Bullaugen in den Innenkabinen, die das Design sehr auflockern und dafür sorgen, dass ihr einen Ausblick habt, auch wenn ihr "nur" auf einen Bildschirm (den ihr natürlich auch ausschalten könnt) starrt.

Disney Cruise Erfahrungen
Ein unverhofftes Treffen mit Donald (© familie.de Redaktion)

Treffen mit all den Disney Charakteren

Etwas, das wirklich ganz speziell auf einer Disney Kreuzfahrt ist, sind die Treffen mit den Disney Charakteren. Micky, Minnie, Donald, Daisy, Goofy, Pluto und all die Charaktere die wir alle so lieben, könnt ihr immer wieder spontan oder auch zu festen Zeit auf dem Schiff erleben. Und nicht nur aus der Ferne, ihr könnt mit ihnen knuddeln, Fotos machen oder euch Autogramme holen.

Eins meiner Kinder ist ein riesiger Fan von Stitch und so war das beste Geschenk, was ich von meiner Disney Kreuzfahrt mitbringen konnte, ein Kuscheltier mit der Unterschrift von Stitch. Ich kann euch sagen, dieses Tierchen begleitet uns seitdem sehr häufig und wird gehütet wie der größte Schatz.

Da ich noch nie in einem Disney Themenpark war, wusste ich nicht, wie die Treffen mit den Disney Charakteren ablaufen und dachte zunächst: Na, ob mich das interessiert? Aber wenn man sich darauf einlässt, dann ist es einfach nur schön, mit Chip & Chap oder Käpn´t Hook ein Foto zu machen. Ihr könnt diese Begegnungen professionell von den Bordfotograf*innen begleiten lassen, es gab aber immer auch die Möglichkeit das eigene Smartphone oder die Kamera an jemanden von der Besatzung zu übergeben und die haben dann die Fotos gemacht. Ihr müsst für diese Fotos und die Begegnungen nichts bezahlen und könnt so oft wie ihr möchtet dorthin gehen. Manchmal traf man die Charaktere aber auch einfach auf dem Sonnendeck oder in der Lobby, weil sie sich unter die Gäste mischten. 

Lautstärke auf einer Disney Kreuzfahrt

Ok, kommen wir zu einem Thema, an dem sich die Geister scheiden. Wir alle haben ja unterschiedliche Erwartungen an so eine Kreuzfahrt. Und die gute Nachricht ist: Auf der Disney Dream lässt sich für eigentlich jede Erwartung auch ein entsprechender Platz finden. Mein Bestreben war es, Ruhe zu tanken. Und das ist möglich, solange wie ihr euch nur in den Bereichen aufhaltet, die für Erwachsene freigegeben sind. Es gibt ein Deck und zwei Pools, die ausschließlich für Menschen über 18 Jahren freigegeben sind. Hier kann es natürlich auch mal lauter werden, aber ihr seid von all den lärmenden Monitoren und der Familienaction schon sehr gut geschützt. Was aber zur Wahrheit auch dazu gehört: Wenn ihr mit Kindern unterwegs seid, dann müssen die irgendwo anders hin. Denn sie kommen in diese Bereiche schlicht nicht rein. 

Um zu diesen Außenbereichen für Erwachsene zu kommen, bin ich oft über das Mitteldeck gelaufen und muss gestehen, dass mich die Lautstärke hier fast erschlagen hat. Nicht nur, dass ein Pool an dem sich gefühlt 200 Menschen gleichzeitig aufhalten, nicht sowieso schon laut ist. Meist wurde parallel zum Badebetrieb auch noch ein Film gezeigt und der Ton über diverse Lautsprecher abgespielt. Für mich waren das viel zu viele Reize zur gleichen Zeit und ich war froh, dass ich ohne Kinder unterwegs war und mich eben zurückziehen konnte. Mir persönlich erschließt sich aber auch der Reiz nicht, auf einer riesigen Leinwand, während ich im Pool hocke, einen Film zu gucken und mich von allen Seiten anbrüllen zu lassen. Aber da ist jeder Jeck eben anders. 

Disney Kreuzfahrt Erfahrung
Der Forscherbereich im Kinderbereich (© familie.de Redaktion)

Kidsbereich auf der Disney Dream

Wenn ihr den Bereich für die Erwachsenen besuchen wollt und mit Kindern unterwegs seid, so könnt ihr diese ab drei Jahren kostenfrei in der Kinderbetreuung abgeben. Tatsächlich ist dafür fast ein gesamtes Deck reserviert und ihr Eltern gebt eure Kinder da lediglich am Eingang ab und vereinbart noch eine Zeit, wann ihr sie wieder abholt. Für Kinder unter drei Jahren gibt es einen Nanny-Service, der allerdings mit Extrakosten verbunden ist.

Der Kidsbereich bietet vor allem jede Menge digitaler Action. Ob nun die überdimensionierte Spielfläche auf dem Boden, bei dem Kinder gemeinsam Spiele spielen können oder die vielen Tablets, Elektronik spielt hier schon eine große Rolle. Auf Wunsch können eure Kinder auch ruhigere Tätigkeiten wie Basteln oder Zeichnen nachgehen, es gab immer mal wieder eine Kreativ-Werkstatt, aber ein Großteil der digitalen Spielmöglichkeiten ist auch hier sehr laut und intensiv.

Disney Kreuzfahrt Erfahrung
© familie.de Redaktion

Was ich toll fand: Einige Disney Charakter kamen zum Spielen hier vorbei. So ist sichergestellt, dass die Kinder ganz ohne Anstehen Zeit mit Micky, Donald, Pluto oder Stitch verbringen und auch Fotos machen können.

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Nachhaltigkeit auf der Disney Dream

Gut, wir alle wissen: Kreuzfahrten sind nicht die ökologischste Art seinen Urlaub zu verbringen. Daran wird auch das Verwenden von LNG allein erstmal wenig ändern. Es sind alles Schritte in die richtige Richtung, aber grün und nachhaltig ist keine Kreuzfahrt aktuell.

Was mich auf den ersten Blick auf der Disney Cruise in negatives Erstaunen versetzte, waren die Getränkestationen. Denn hier stapeln sich Styroporbecher auf Styroporbecher. Und ein Schild weist darauf hin, dass jeder Becher aus hygienischen Gründen nur einmal benutzt werden darf. Aber, es gibt Alternativen und die möchte ich euch für die Reise mit einem Disney Kreuzfahrtschiff ganz dringend ans Herz legen: 

Disney Kreuzfahrt Erfahrung
Die Getränkeautomaten stehen kostenlos zur Verfügung. Auf die Styroporbecher würde ich immer verzichten. (© familie.de Redaktion)

Ich hatte meine Edelstahlwasserflasche immer dabei und habe mir das Wasser dort immer direkt hineingezapft. Ich sehe da auch kein hygienisches Problem, denn meine Flasche habe ich zum einen ja stets gesäubert, zum anderen den Flaschenhals nie in die Nähe der Zapfhähne gebracht. Habt ihr keine Wasserflasche dabei, nutzt die wiederverwendbaren Plastikbecher, die ihr bei den Refillstationen im Buffetrestaurant bekommt. Die werden eingesammelt, gespült und wieder und wieder und wieder genutzt. Diese Styroporbecher sind total unnötig. Und ja, auch das ist nur ein kleiner Beitrag. Aber wenn sich alle 4.000 Passagiere für eine nachhaltigere Lösung entscheiden, macht das auf die Dauer einen großen Unterschied.

Auch in Bezug auf Food Waste, also Lebensmittelabfälle, gibt es Ideen auf der Disney Dream. Es geht nie darum euch nicht alles, was euer Herz begehrt, zum Essen zur Verfügung zu stellen, aber es geht darum, nicht von vornherein immer riesige Portionen anzubieten. Am Ende des Tages wird ja das, was an frischem Essen in all den Auslagen liegt, vernichtet, wenn es nicht gegessen wird. Bestellt euch also lieber das, was euch besonders gut schmeckt, noch mal nach, statt von Anfang an mehr auf den Teller zu tun, als ihr am Ende vielleicht wirklich essen möchtet. Das ist einfach nicht zeitgemäß und hätte es ehrlich gesagt, nie sein sollen.

Preise auf der Disney Dream

Vieles ist bei einer Disney Kreuzfahrt von vornherein inklusive. Das gilt z.B. für den Zimmerservice. Ihr könnt so oft wie es euch eben danach gelüstet aus einer Karte das aussuchen, worauf ihr gerade Lust habt, und es euch aufs Zimmer bringen lassen. Das funktionierte bei mir super zuverlässig in dem vorher angegebenen Zeitrahmen. Gerade wenn ihr den ganzen Tag an Land unterwegs seid und dann vielleicht nicht Lust habt, euch zu einer bestimmten Zeit im Buffetrestaurant einzufinden, ist das eine super Sache. Auch die Getränke, die ihr an den Stationen zapfen könnte und der Kaffee morgens sind inklusive. Und einige Sportangebote sind kostenfrei. 

Es gibt aber natürlich Dinge, die ihr an Bord extra bezahlen müsst. So weit, so normal, das ist ja überall so. Was mich überrascht und irritiert hat, war, dass es meist keine Preistafeln gab. Wenn ich beispielsweise einen Smoothie trinken wollte, dann wurde mir erst beim Überreichen der Rechnung deutlich, was genau mich das Getränk jetzt kostet. In manchen Fällen sind das wenige US-Dollar (ihr bezahlt nämlich nicht mit Euro sondern in US-Dollar, es handelt sich ja um eine US-amerikanische Reederei), in anderen kann das aber schon richtig ins Geld gehen.

Disney Cruise Erfahrung
Der Rainforrest Room konnte voll überzeugen (© familie.de Redaktion)

Das 7 Senses Spa auf der Disney Cruise

Ich wollte beispielsweise austesten, wie gut sich Eltern im Spa-Bereich entspannen können. Als ich eine Massage buchen wollte, war mir aber nicht klar, was das letztlich kosten würde. Da müsst ihr sehr genau nachfragen, was nicht jedem so angenehm ist. Vielleicht ist diese Art der Preisvermittlung in den USA auch bekannter als in Europa und ich bin da zu deutsch. Aber tatsächlich weiß ich gern vorher, was an Kosten auf mich zukommen. Hier hätte ich mir an manchen Stellen doch eine Übersicht gewünscht, womit ich so rechnen muss.

Letztlich war die Massage, die ich mir im Spa gegönnt habe, nicht gerade preiswert (wir reden hier von über 200 $), aber wirklich sehr sehr gut. Natürlich ist das etwas, das sich nicht jede*r leisten will. Aber das müsst ihr ja auch nicht. Vielleicht ist eher ein Tagespass für den Rainforest Room euer Ding. Hiermit könnt ihr eine Sauna mit einem phantastischen Ausblick, ein Dampfbad, Whirlpools und mehrere Wellness-Duschen genießen. Auch dieser Bereich ist nur für Menschen über 18 Jahren gedacht. 

Bibbidi Bobbidi Boutique

Was mich ein bisschen überfordert hat, waren die Kosten für die Angebote, die sich speziell an die Kinder richteten. Nun war mein Nachwuchs ja nicht dabei, aber wenn ich mir vorstellen, wie oft ich hätte sagen müssen: "Sorry, aber nein, das ist mir zu teuer" ...

Es gibt die Bibbidi Bobbidi Boutique, in dem eure Kinder sich wie Prinzen, Prinzessinen oder Fabelwesen zurecht machen lassen können. Da werden Haare gelegt, geschminkt, Kleider angezogen, Glitter geklebt und den Kindern ein magisches Erlebnis geboten. Das ist sicherlich wirklich schön für die Kleinen. Aber die 200 $, die das mindestens kostet, die sind halt wirklich hoch. Es gab auch jede Menge Kostüme, die im Shop erworben werden konnten. Oder Kuscheltiere, Kleidung, Sticker, Bücher, Spielzeug. Da immer zu verneinen um das Budget im Blick zu haben, stelle ich mir nicht ganz so witzig vor.

Disney Cruise Erfahrung
Für alle, die das Schiff nicht verlassen wollen, stehen genügend Liegen bereit (Diese hier allerdings im 18+ Bereich)  (© familie.de Redaktion)

Ausflugskosten auf einer Disney Kreuzfahrt

Die Ausflüge, die ihr auf einer Kreuzfahrt buchen könnt, sind in der Regel nicht ganz so preiswert. Ist ja auch klar, denn wenn ihr mit der Reederei und ihren lokalen Partnern bucht, stellen sie am Ende sicher, dass alles reibungslos klappt. Solltet ihr im Stau steckenbleiben, wird das Schiff auf euch warten. Seid ihr auf eigene Faust unterwegs, ist das nicht garantiert. 

Das Ausflugsangebot ist sehr breit gefächert und deckt im Prinzip alles ab, was euch interessieren könnte. Von Kultur bis zu Essen ist für jeden Geschmack etwas dabei. Natürlich muss einem prinzipiell das Konzept von geplanten Ausflügen zusagen, denn es ist klar: Viel Zeit für individuelle Entdeckungen gibt es da nicht.

Ich habe einen wirklich schönen Ausflug an der Amalfi Küste mitgemacht. Mir hat das gut gefallen, auch weil die Reiseleiterin sehr viel Interessantes und Wissenswertes erzählte. Aber die Zeit, die ich allein vor Ort hatte, war auf 30 Minuten begrenzt. Das reicht eigentlich nur für eine Kugel Eis essen und einmal durch die sehr überfüllten Gassen schlendern. Ich nehme solche Ausflüge eher als einen Ideengeber, um zu überlegen wo ich mich noch mal längerfristig aufhalten möchte. 

Was mich sehr positiv überrascht hat und was ich so auch noch nicht gehört habe: Wenn ihr den angesteuerten Hafen auf eigene Faust erkunden möchtet, dann gibt es bei Disney Shuttlebusse, die euch bis an den Anfang des Zentrums bringen. Normalerweise kenne ich von Urlauben in Hafenstädten, dass sich da Heerscharen von Tourist*innen zu Fuß oder mit einem selbstgezahlten Taxi auf den Weg in die Innenstadt machen. Bei Disney ist dieser Shuttle im Preis inklusive. Ein toller Service wie ich finde. Und die Busse verkehrten auch so oft, dass man nie wirklich lange warten musste. 

Disney Cruise Erfahrung
Waffeln im Micky Design: Wer kann da schon wiederstehen? (© familie.de Redaktion)

Das könnt ihr auf der Disney Dream erleben

Es gibt im Prinzip wenig, was es nicht gibt. Und das Großartige ist: Ihr könnt eure Reise mit der Disney Dream ja so gestalten, wie ihr das möchtet. Alles ist ein Angebot, niemand zingt euch zu irgendwas. Ich habe beispielsweise jeden Tag mit Yoga begonnen. Dieser Kurs wurde kostenfrei morgens um 7:00 Uhr angeboten. Abgesehen von einem Tag war ich eigentlich immer allein dort und hatte faktisch eine Privatstunde. In den Luxus kommt ihr vielleicht nicht, aber auch zu acht ist es schön meditierend in den Tag zu starten. 

Das Frühstück aus dem Buffetrestaurant habe ich gern draußen gegessen. Den meisten anderen Gästen war das zu windig und zu kalt, aber ich fand das herrlich. Und vor allem hatte ich dann immer schon eine Einschätzung wie das Wetter an diesem Tag werden würde. Auf so einem Schiff verschwimmen Uhrzeiten, Tage und auch das Wetter irgendwie miteinander.

Disney Cruise Erfahrung
Ein freundlicher Gruß: Es gibt so viele Charaktere überall zu entdecken (© familie.de Redaktion)

Ihr könnt die Städte, an denen ihr anlegt, erkunden – oder das Schiff überhaupt nicht verlassen. Es gibt immer ein Programm für die Menschen, die an Bord bleiben. Hier meine Highlights, was mir an Bord der Disney Dream am meisten Spaß gemacht hat:

  • Wasserrutsche: Bei gutem Wetter einfach ein großer Spaß. Die fährt auch so gemächlich, dass ihr nebenbei die super Aussicht übers ganze Schiff genießen könnt.
  • Restaurant Palo: Das Essen in diesem edlen Restaurant (es gibt noch das Remy, aber das habe ich nicht getestet) ist unglaublich. Ihr müsst dafür extra bezahlen, aber ich kann nur sagen: Das lohnt sich. Es war unfassbar lecker und der Service gigantisch. Außerdem war es hier sehr ruhig, denn dieser Bereich ist einer nur für Erwachsene.
  • Disney Shows und Kino: Die neusten Blockbuster könnt ihr auf dem Schiff genauso sehen, wie im Kino. Laufen Disney-Filme auf dem Festland an, laufen sie auch während der Kreuzfahrt. Und ihr müsst nichts dafür bezahlen. Auch die Shows sind einen Besuch wert. Mein Tipp: Setzt euch in die oberen Reihen, da ist oft mehr Platz. 
  • Disney Shops: Ihr müsst ja nichts hier kaufen, aber ich hatte ziemlich viel Spaß dabei, all die Haarreifen mit lustigen Öhrchen aufzusetzen. Und natürlich habe ich für meine Familie hier auch Kuscheltiere und Mitbringsel gekauft. Ich sag nur Stitch... 
  • Treffen mit den Charakteren: Das ist etwas, worauf ich mich einlassen musste. Aber am Ende hatte ich ziemlich viel Spaß bei diesen Zusammentreffen. An einem Abend stand zufällig Prinzessin Jasmin neben mir und wir haben uns sehr nett unterhalten.
Andrea Zschocher

Ein einmaliges Erlebnis

Ihr könnt bei einer Disney Kreuzfahrt eine wirklich tolle Zeit haben. Mein Tipp wäre, das Budget vorher schon ein bisschen im Blick zu haben, damit am Ende niemand enttäuscht ist. Und dann das genießen, was dort geboten wird. Vielleicht auch schauen, wo ihr für euch Ruhezeiten einplanen könnt, Familienmomente die nicht von Lärm überlagert werden. Denn mir waren manche Stellen auf dem Schiff zu laut, da würde ich auch mit meinen Kindern nicht hingehen, egal wie sehr sie sich das vielleicht wünschen. Denn am Ende bin ich für sie verantwortlich. 

Eine Reise ist immer das, was ihr (gemeinsam) daraus macht. Und die Voraussetzungen für eine gute Zeit an Bord der Disney Dream, die sind auf jeden Fall da.

Andrea Zschocher

** Hinweis: Die Kreuzfahrt wurde durch Mittel von Disney Cruise Line unterstützt. Dies hatte keinerlei Einfluss auf die Berichterstattung.

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