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Eichenprozessions­spinner: So gefährlich ist die kleine Raupe

Eichenprozessions­spinner: So gefährlich ist die kleine Raupe

Gefährlich

Der Eichenprozessionsspinner sorgt jedes Jahr im Mai wieder für Aufruhr. In diesen Tagen wird ein Anstieg der Population der haarigen Raupe erwartet, die für Mensch, Tier und Natur gefährlich ist. So schützt ihr euch und eure Kinder.

Diese Regionen sind aktuell betroffen

Jeder hat bestimmt schon einmal die haarigen Raupen an Bäumen oder Blättern hängen sehen, die meist lange Fäden und Kokons spinnen. Vielleicht ist euch auch zu Beginn des Sommers in euren Wäldern und um die Felder der Hinweis auf den Schädling und seine Bekämpfung aufgefallen. Die in Deutschland heimische Schmetterlingsart hat sich in den letzten Jahren durch den immer wärmer werdenden Frühling massenhaft vermehrt. Noch vor einigen Jahren war der Nordosten und Südwesten Deutschlands besonders betroffen. Aktuell melden vor allem Brandenburg, Sachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen und Niedersachsen einen stärkeren Befall und gehen verstärkt gegen seine Ausbreitung vor.

Warum die Raupen jedes Jahr wieder ein Problem darstellen

Die Raupen sind nicht nur gefährlich für Mensch und Tier, sondern stellen auch ein forstwirtschaftliches Problem dar: In den ersten Larvenstadien bilden die Raupen ihre Brennhaare aus, die ein Nesselgift enthalten. Die Larven versuchen den Austrieb der Eichen abzupassen und ernähren sich von den jungen Eichenblättern. Daher sind Eichenwälder besonders betroffen vom Befall. Er krabbelt vor allem nachts aus seinem Nest frisst dabei die Baumkronen kahl. Mitarbeiter der Fortstämter versuchen die Raupen einzusammeln und saugen sie mit Spezialstaubsaugern von den Blättern, um selbst nicht in Kontakt mit ihnen zu kommen.

So verhaltet ihr euch bei Begegnung mit den Tierchen

Wer jetzt viel in den Wäldern mit der Familie unterwegs ist, sollte aufpassen. Vor allem in der Nähe von Eichenwäldern ist Vorsicht geboten. Achtet daher auf die Warnschilder, die das Forstamt aufstellt und lasst eure Kinder dort nicht unbeaufsichtigt spielen. Generell sollte man vermeiden, die Raupen, ihre Fäden oder Nester zu berühren. Das Nesselgift sorgt für starke Hautirritationen, Jucken und Brennen und kann auch stärkere allergische Reaktionen bis zu Atemnot und in manchen Fällen Asthma auslösen.

Daher sollten Kinder in Gegenden, wo vor dem Eichenprozessionsspinner gewarnt wird, am besten nur mit langer Kleidung spielen, die die Haut bedeckt. Wenn ihr die Raupen auf der Kleidung entdeckt, löst sie mit einem Handschuh vorsichtig oder schüttelt sie ab und berührt sie nie mit bloßen Händen. Sollte das doch passieren und ihr bemerkt ein Jucken oder auch Atemnot, dann sucht direkt einen Arzt auf. Die Kleidung solltet ihr gründlich waschen.

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Acht geben

Kinder sollen ja ungehindert in Wald und Wiese toben können. Doch im Mai solltet ihr tatsächlich auf die kleine haarige Raupe aufpassen und den Warnschildern folgen bzw. Eichenwälder meiden. So süß sie auch aussieht, so gefährlich ist sie für Haut und Atem. Übrigens taucht sie nicht nur in Wäldern auf, sondern auch in den Stadtparks und Grünanlagen der Großstadt. Auch dort seid ihr nicht unbedingt sicher vor ihr. Das mussten wir in Berlin schon mehrfach feststellen. Achtet auf lange herunterhängende Fäden und meidet diese mit eurer Familie.

Bildquelle: Getty Images/Kai und Kristin Fotografie

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