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Laut Studie: Warum der Lockdown unsere Kinder nachhaltig verändert

Laut Studie: Warum der Lockdown unsere Kinder nachhaltig verändert

Lockdown-Symptome

Eine Corona-Studie in Tirol hat untersucht, wie stark Kinder im Lockdown wirklich leiden. Die Ergebnisse zeigen, dass die Kinder vor allem sehr anders leiden, als die Eltern und was das für uns Familien jetzt bedeutet.

Das bedeutet der Lockdown für Kinder

Häusliche Isolation, keine Freunde treffen, dauergestresste Eltern, auf sich gestelltes Lernen, erhöhter Medienkonsum, geringerer Bewegungsradius, weniger Bewegung und weniger Ablenkung. Das sind nur Teilaspekte der Dinge mit denen Kinder und Jugendliche im Lockdown im letzten Frühjahr und auch im aktuellen Winter wieder umgehen müssen.

Die Coronavirus-Maßnahmen treffen bestimmte Bevölkerungsgruppen besonders hart. Einer Studie zufolge leiden Kinder zudem nochmal ganz anders als ihre Eltern und es gibt auch Unterschiede bei den Geschlechtern.

Mädchen leiden anders als Jungen

In einer noch laufenden Studie untersuchten die Tirol Kliniken und die Medizinische Universität Innsbruck, wie sich Kinder während des pandemie-bedingten Lockdowns fühlten. Dazu wurden zunächst Im Juni 2020 rund 438 Eltern und 220 Kinder befragt.

Dabei kam heraus, dass bei vielen Kindern Symptome wie Aggressionen und Kopfweh zunahmen. Die Mädchen gaben dabei häufiger an, nicht mehr durchschlafen zu können und an Übelkeit zu leiden. Die Jungen hingegen reagierten auf die Corona-Maßnahmen eher mit Zorn und Wut. Das verkündete die Gesundheitspsychologin Silvia Exenberger-Vanham auf einer Pressekonferenz zu den Ergebnissen der Untersuchung in Innsbruck. Kleinkinder reagierten auf den Lockdown eher mit Rückzugstendenzen.

Aktuell läuft eine zweite Befragung seit Mitte Dezember, die noch bis Ende Januar andauert. Für den Bereich Nordtirol erwartet man dabei ähnliche Ergebnisse. Diese kann man sicherlich auch auf Kinder in Deutschland übertragen.

Längere Schul- und Kitaschließungen könnten zu chronischen Symptomen führen

Wenn die Schul- und Kitaschließungen länger andauern, dann erwarten die Psychotherapeuten in Hall und Innsbruck, dass sich die emotionalen Zustände verschlechtern. Bzw. geht man davon aus, dass einige Kinder jetzt schon chronische Verhaltensänderungen zeigen. Den Trend zur Aggression würden die Kinder auch nach weiteren Monaten fortsetzen. Doch sieht das in den Familien auch ganz verschieden aus. Pauschalisieren dürfe man nicht.

Vieles hängt auch von den familiären Bedingungen und von der emotionalen Stabilität der Eltern ab

Gesundheitspsychologin Silvia Exenberger-Vanham

Je krisensicherer die Eltern sind, umso besser geht es den Kindern

Eltern haben laut Psychologinnen und Psychologen einen großen Einfluss darauf, wie es ihren Kindern emotional geht. Sind wir gestresster und aggressiver, dann überträgt sich das auf die Kinder. Wenn ihr allerdings Strategien entwickelt, trotz all der Lockdown-Herausforderungen entspannt und positiv zu blieben, hilft das auch den Kindern.

Quelle: Südtirol News

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