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Kinderausweis: Gültigkeit wird deutlich verkürzt

Kinderausweis: Gültigkeit wird deutlich verkürzt

Fälschungssicher

Die Bundesregierung hat einige Änderungen zur Passsicherheit vorgenommen. Daher ist der Kinderausweis jetzt deutlich kürzer gültig und es gibt ab diesem Jahr auch noch Neuerungen bei der Beantragung von Reisepass und Personalausweis.

Kinderausweis: Gültigkeit ab August nur noch für 1 Jahr

Den Kinderausweis konnte man sich bisher mit einem biometrischen Passbild des Kindes sowie Geburtsurkunde direkt vor Ort aushändigen lassen. Er war sechs Jahre gültig. Dieses Papierdokument wird ab August nach einem Jahr abgelaufen sein und man muss ihn verlängern lassen. Die Bundesregierung führt diese neue Gültigkeit für den Kinderausweis ein, damit er sicherer wird und schwerer gefälscht werden kann.

Daher sollen Eltern jährlich die Identität des Kindes nachweisen müssen. Ob es für den biometrischen Kinderreisepass, der bisher ab dem 12. Lebensjahr Pflicht war, auch solche Änderungen geben wird, ist noch nicht bekannt.

Um der jährlichen Verlängerung des Kinderausweises ab Geburt zu entgehen, können Eltern dann zukünftig gleich den biometrischen Pass beantragen. Doch dieser hat eine gewisse Bearbeitungszeit und kann nicht sofort ausgehändigt werden. Diesen müsst ihr in der Zukunft dann bei Auslandsreisen rechtzeitig beantragen.

Fälschungssichere Ausweispapiere

Damit das Fälschen von Ausweispapieren schwieriger wird, hat die Bundesregierung letztes Jahr laut t-online.de einen Gesetzesentwurf beschlossen, der einige Änderungen für die Ausweisbeantragung und -verlängerung vorsieht. Bisher musste man bei der Beantragung oder Verlängerung des Personal- oder Reisepasses ein biometrisches Foto vorlegen, das man in einem Fotolabor erstellen ließ. Zukünftig soll dieses Foto jedoch nicht in Papierform sondern nur noch digital vorliegen. Dabei geht es darum, das sogenannte Morphing zu verhindern: Durch dieses Verfahren können zwei Fotos verschiedener Menschen zu einem Bild verschmolzen werden, um die Passdaten zu fälschen.

Um dies zu verhindern, soll man entweder das notwendige biometrische Bild direkt in der Behörde gegen eine Gebühr von 6 € vor Ort machen lassen. Man kann sich jedoch auch in einem Fotolabor ablichten lassen, das das Bild dann der Behörde auf digitalem Weg zukommen lässt. Wie das in der Praxis genau aussehen wird, ist noch unklar. Fotolabore wehrten sich gegen den Vorschlag von Innenminister Horst Seehofer (CSU), die Bilder nur in der Behörde ablichten zu lassen und sahen ihr Geschäft bedroht.

Fingerabdrücke ab August 2021 Pflicht im Personalausweis

Weiterhin sollen ab August 2021 auch das Abgeben der Fingerabdrücke bei der Beantragung des Personalausweises Pflicht sein. Bisher galt diese Pflicht nur für den Reisepass. Man speichert bei der Beantragung des Reisepasses seit 2007 die Fingerabdrücke des rechten und linken Zeigefingers auf dem Chip, so kann der Reisepass maschinell gelesen werden.

Bildquelle: Getty Images/LightFieldStudios

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