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Reisepass fürs Baby: Ohne dieses Dokument könnt ihr Probleme bekommen

Reisepass fürs Baby: Ohne dieses Dokument könnt ihr Probleme bekommen

Nicht vergessen!

Ihr plant eine Reise ins Ausland mit eurem Neugeborenen? Dann müsst ihr unbedingt einen Reisepass fürs Baby beantragen. Ohne dieses Dokument darf euer Nachwuchs nämlich streng genommen nirgendwohin ausreisen. Was ihr alles für den Ausweis benötigt, wo ihr ihn bekommt und was ihr sonst noch über den Baby-Reisepass wissen müsst.

Wann braucht mein Baby einen Ausweis?

Für Reisen ins Ausland benötigen alle Kinder unter 12 Jahren – und dazu zählt dann auch euer frisch geborenes Baby – laut Gesetz ein eigenes Reisedokument. Sonst kann es bei einer Grenzkontrolle Probleme geben. Ihr könnt euch entscheiden zwischen dem sogenannten KINDERREISEPASS oder dem BIOMETRISCHEN PASS.

Hier haben wir die wichtigsten Pro und Cons der beiden Pässe für euch zusammengestellt:

Der Biometrische Pass ...

  • ... ist in allen Ländern anerkannt.
  • ... ist sechs Jahre gültig.
  • ... enthält einen Chip.
  • ... ist (im Vergleich) teurer.
  • ... braucht (im Vergleich) länger, bis er ausgestellt ist.

Der Kinderreisepass ...

  • ... ist (im Vergleich) günstiger.
  • ... braucht (im Vergleich) kürzer, bis er ausgestellt ist.
  • ... ist weniger aufwendig in der Vorbereitung.
  • ... ist nicht in allen Ländern anerkannt.
  • ... muss jedes Jahr verlängert werden.

Wie lange dauert ein Reisepass fürs Baby?

Den Kinderreisepass könnt ihr – wenn euer Baby die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt – zum Beispiel bei eurem zuständigen Einwohnermeldeamt beantragen. Habt ihr alle Unterlagen dafür vollständig dabei, wird das Dokument manchmal sogar gleich ausgestellt. Maximal dauert die Bearbeitung aber 72 Stunden.

Wollt ihr einen Biometrischen Reisepass für euer Baby haben, können für die Bearbeitungszeit schon mal drei bis vier Wochen vergehen. Diese Zeitspanne solltet ihr also unbedingt bei euren Reisevorbereitungen einkalkulieren.

Welche Unterlagen braucht man für den Baby-Reisepass?

Neben eurem eigenen Pass, der euch ausweist, benötigt ihr für den Kinderreisepass noch:

  • die Geburtsurkunde eures Kindes
  • ein Passbild vom Baby
  • eine Einverständniserklärung des anderen Erziehungsberechtigten
  • ggf. die Sorgerechtserklärung

Ihr könnt natürlich mit allen Erziehungsberechtigten zum Amt marschieren, aber ihr müsst es nicht. Euer Partner oder eure Partnerin kann auch die Einverständniserklärung online herunterladen und ausfüllen. Zusammen mit dem dazugehörigen Pass wird diese Einverständniserklärung dann vom Amt akzeptiert. Habt ihr das alleinige Sorgerecht, benötigt ihr diese Erklärung natürlich nicht, müsst dann aber beweisen, dass ihr allein über euer Baby bestimmen dürft. Und noch etwas dürft ihr nicht vergessen: Euer Kind muss beim Antrag des Kinderreisepasses dabei sein. Das ist nötig, weil seine Identität geprüft werden muss.

Noch ein paar Infos zum Passfoto: Bei einem Baby wird das Bild beim Kinderreisepass nicht auf Biometrietauglichkeit geprüft und meistens sind die Behörden da auch nicht so streng. Einige Anforderungen sollte das Foto für den Reisepass eures Babys aber dann schon erfüllen:

  • Bildgröße 35 × 45 mm,
  • Frontalaufnahme
  • einfarbiger Hintergrund
  • gute Bildqualität

Unser Tipp: Nehmt vielleicht zum Fotografen oder zur Fotografin ein weißes Handtuch oder Laken mit. Darauf kann euer Baby dann liegen und vielleicht könnt ihr es mit ein paar Späßen während des Foto-Shootings auch wachhalten.

Die Fingerabdrücke werden den Kleinen übrigens noch nicht abgenommen. Erst ab sechs Jahren müssen Kinder für den Biometrischen Pass ihre Fingerabdrücke hinterlegen.

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Wie viel kostet der Reisepass für ein Baby?

Die Erstellung eines Kinderreisepasses kostet euch 13 €. Für den Biometrischen Pass bezahlt ihr fast das Dreifache, nämlich 37,50 €.

Aktuelle Angaben im Reisepass für Babys sind Pflicht

Ihr seid außerdem dafür verantwortlich, dass der Reisepass eures Babys immer aktuell ist. Seit dem 1. Januar 2021 sind Kinderreisepässe zum Beispiel nur noch ein Jahr lang gültig. Achtet also darauf, euren Kinderreisepass VOR Ablauf der Gültigkeitsdauer zu verlängern, sonst müsst ihr einen neuen beantragen.

Damit ihr keinen Ärger an der Grenze bekommt, solltet ihr darauf achten, dass man eure Kinder in den Reisepässen auch immer gut erkennt und die Angaben noch stimmen. Neugeborene können zum Beispiel ihre Augenfarbe ändern.

Was passiert ohne Ausweis?

Klar, in EU-Ländern müsst ihr an der Grenze nur selten mit Kontrollen rechnen, aber es kommt vor. An der slowenisch-kroatischen Grenze (EU-Außengrenze) zum Beispiel wird streng kontrolliert und zwar auch die Pässe der Kinder. Habt ihr hier keinen Reisepass fürs Baby, dürft ihr nicht einreisen oder es müssen Ersatzdokumente ausgestellt werden. Das kostet Zeit, Geld und Nerven, also alles, was man im Urlaub wirklich nicht gebrauchen kann.

Dasselbe gilt selbstverständlich auch für alle Nicht-EU-Länder. Mit einem gültigen Reisepass für Kinder seid ihr dort auch bei einer Verkehrskontrolle, einem Unfall oder einem Krankenhausaufenthalt auf der sicheren Seite.

Werdet ihr ohne Reisepass fürs Baby am Flughafen erwischt, kann euch die Fluggesellschaft die Mitnahme verweigern. Damit ist der lang ersehnte Urlaub dann schon vorbei, bevor er richtig begonnen hat. Also lieber nicht riskieren!

Kinderreisepass reicht meistens aus

Den Reisepass fürs Baby kann man in all dem Chaos nach der Geburt schon mal vergessen. Gut also, dass es den schnellen Kinderreisepass gibt. Der reicht ja auch fast immer aus, wenn ihr nicht gerade in die USA oder nach Australien reisen wollt.

Bildquelle: iStock / Getty Images Plus / RossHelen

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