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Wichtige Botschaft: Warum "Ella und der schwarze Jaguar" der richtige Kinofilm für eure Kids ist

Ella und der schwarze Jaguar - Trailer Deutsch
Schaut hier den deutschen Trailer zu "Ella und der schwarze Jaguar"

Das Thema Umweltzerstörung findet mittlerweile fast jeden Tag in den Nachrichten statt – und mit diesem Film auch im Kino. "Ella und der schwarze Jaguar" hat gleich mehrere Ebenen: Die Zerstörung des Lebensraum Regenwald, das Erwachsen werden und die ungewöhnliche Freundschaft zu einem wilden schwarzen Jaguar. Ein spannendes Abenteuer mit wunderschönen Aufnahmen, nach dem eure Kids garantiert auch einen Jaguar haben wollen – und ihr auch!

Worum gehts im Film?

Teenagerin Ella lebt mit ihrem Vater in New York. Aufgewachsen ist sie aber im südamerikanischen Regenwald, wo ihre Mutter als Umweltschützerin arbeitete. Ella findet dort als kleines Mädchen ein Jaguarbaby, dessen Mutter von Wilderern getötet wurde. Die beiden wachsen zusammen auf und Hope wird Ellas beste Freundin. 

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Jahre später in New York erfährt Ella, dass Hope der letzte Jaguar in der Regenwaldregion ist und von Wilderern bedroht wird. Sie steigt heimlich in den nächsten Flieger, um ihre tierische Freundin zu retten. Aber da hat sie die Rechnung ohne ihre nervige und agoraphobe Biologie-Lehrerin gemacht, die niemals ohne ihren behinderten Igel Kitten aus dem Haus geht. Diese hat sich in den Kopf gesetzt, Ella von ihrer Reise in den gefährlichen Regenwald abzuhalten und landet am Ende genau dort mit ihr. 

Ella versucht Hope zu retten und die Lehrerin Ella. Wobei sich erst noch zeigen muss, ob die mittlerweile erwachsene Jaguardame ihre Kindheitsfreundin immer noch kennt oder sie lieber fressen will. Ein spannender Wettlauf mit der Zeit, gegen die Wilderer und die Gefahren des Dschungels beginnt ...

"Ella und der schwarze Jaguar" läuft ab dem 01. Februar 2024 in den deutschen Kinos.

So fanden wir "Ella und der schwarze Jaguar"
So fanden wir "Ella und der schwarze Jaguar" (© 2022 / MAI JUIN Productions - STUDIOCANAL)

Ab welchem Alter ist der Film geeignet?

Der Film hat eine Altersfreigabe (FSK) ab 6 Jahren und wir denken, dass das gerechtfertigt ist. Es gibt zwar durchaus sehr spannende Szenen, aber sie sind nicht übermäßig dramatisiert und lösen sich relativ schnell auf. Wir würden den Film unseren Freunden mit Kindern in diesem Alter mit gutem Gewissen empfehlen.

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So finden wir und unsere Kinder den Film

Charoline Bauer

Hope ist der Star, die Lehrerin naja

Wow, was für ein spannender Film mit wunderschönen Naturaufnahmen. Jaguar Hope war natürlich das absolute Highlight – bei uns Eltern und dem Kind. Unser Kinder-Kritiker war sieben Jahre alt und fand den Film zu keinem Zeitpunkt zu gruselig. Wir waren alle absolut verliebt in die schwarze Wildkatze und ich fand es besonders toll und auch erstaunlich, dass der Jaguar nicht mit CGI, also dem Computer generiert war, sondern eine wirklich echte Raubkatze.

Die Geschichte ist spannend und auch das Mädchen Ella fanden wir cool. Sie setzt sich mutig für ihre Werte ein und lässt sich dabei auch nicht von übervernünftigen Erwachsenen aufhalten. Damit ist vor allem ihre Biologie-Lehrerin gemeint, die Ella nach Südamerika begleitet und uns allen ziemlich auf die Nerven ging. Während das Kind sie nur überdreht fand, waren wir Eltern von ihrer schauspielerischen Leistung nicht so ganz überzeugt. Und die Dialoge zwischen ihr und Ella sind mehr als gestellt. Aber auch das hat das Kind nicht gestört.

Wertung des Kindes: 9 von 10 möglichen Punkten und es würde "Ella und der schwarze Jaguar" unbedingt seinen Freunden und Freundinnen empfehlen.

Charoline Bauer

Für Fans von ...

Die Stars in "Ella und der schwarze Jaguar"

  • Hope wird von den beiden Jaguaren Hope & Gem gespielt
  • Ella Edison wird gespielt von Lumi Pollack
  • Emily Bett Rickards ist die Biologie-Lehrerin Anja Seymore
  • Paule Greene spielt Ellas Papa Saul Edison
  • Airam Camacho ist die junge Ella
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Mehr Infos zu den Film-Raubkatzen

FAQ zu den Filmjaguaren Hope & Gem

Woher kommen die Tiere?

Regisseur Gilles de Maistre: Aus Mexiko, wo wir den Film auch gedreht haben. Es ist deutlich schwerer, schwarze Jaguare als gefleckte zu finden. Bei allen unseren Filmen bringen wir dieselbe Methode zum Einsatz: Wir befreien die Tiere aus potenziell missbräuchlichen Umständen und ermöglichen ihnen ein besseres Leben. Wir erhielten zwei Babyjaguare von mexikanischen Züchtern – der Handel mit Tieren ist in Mexiko legal – und unsere Tierkoordinatoren kümmerten sich sofort um sie und ihr Wohlergehen.

Wie wurden die Tiere trainiert?

Regisseur Gilles de Maistre: Man kann einen Jaguar zu gar nichts zwingen. Man kann lediglich versuchen, von ihnen das zu bekommen, was man für den Film braucht, durch den Einsatz von Futter und Spielzeug, durch Spielen und den Umgang mit ihnen an ihren Lieblingsplätzen. Jaguare kann man nicht trainieren. Zwei Tierkoordinatoren, Jean-Philippe Magnone und Kurtis Bayford, haben sich sehr gut um sie gekümmert. Lumi lebte ein Jahr ganz eng mit Hope, kuschelte mit ihr, kletterte auf Bäume, machte alle möglichen Dinge zusammen mit ihr. Aber das ist eine Lernkurve. Kein Training.

Bestand nicht die Gefahr, dass der Jaguar die Schauspielerinnen angreift?

Regisseur Gilles de Maistre: Sicherheit erwächst aus dieser Beziehung. Wenn sich Mensch und Tier erst einmal angefreundet haben, besteht kein Risiko mehr. Denn in der Wildnis attackieren Raubtiere ihre Beute, aber niemals ihre Freunde. Man muss also gewährleisten, dass ein Freund niemals in die Situation gerät, eine Beute zu sein. Das ist ein sehr kalkuliertes Risiko, das uns immer bewusst ist, dass wir kennen und von dem wir wissen, wie man es ernstnimmt. Alles ist sicher.

Wie geht es den Jaguaren jetzt und wo leben sie?

Regisseur Gilles de Maistre: Nach der Produktion behielten wir die Jaguare und wir werden für die Finanzierung sorgen, damit sie den Rest ihres Lebens unter optimalen Bedingungen verbringen können, in einer Zuflucht, wo sie sicher und beschützt sind. Diese Tiere sollten idealerweise in der Wildnis leben, aber wenn sie, wie Hope und Gem, in Gefangenschaft geboren werden, ist es unmöglich, sie freizulassen und in ihr natürliches Umfeld einzugliedern. Also muss man sie beschützen.

Interview mit Dr. Dirk Embert über die Bedrohung des Regenwaldes & seiner Tiere

Dr. Dirk Embert ist Biologe und der Südamerika Referent von WWF Deutschland. Nachdem wir den Film "Ella und der schwarze Jaguar" gesehen haben, beantwortete er uns ein paar wichtige Frage zur aktuellen Lage der Jaguare im südamerikanischen Regenwald und was wir tun können, um die Umweltzerstörung dort zu stoppen.

Wie viele Jaguare, schwarz oder nicht, gibt es im südamerikanischen Regenwald noch?

Dr. Embert: Das ist schwer zu beantworten, da wir trotz vieler Forschung nur schätzen können. Über das gesamte Verbreitungsgebiet gibt es wohl noch um die 200.000 Jaguare, dabei sind etwa 80 bis 90 % der Jaguare im Amazonas zu finden. Also etwa 160.000 bis 180.000.

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Wie stark und von was sind sie bedroht?

Dr. Embert: Von den 33 bekannten Jaguarpopulationen sind 32 stark gefährdet. Da aber die bei weitem größte Population im Amazonas noch nicht gefährdet ist, wird der Jaguar bei IUCN als Near Threatened geführt. Das bedeutet aber auch, dass das Überleben des Jaguar vom Überleben des Amazonas abhängt.

Wie kann den Tieren und dem Regenwald geholfen werden?

Dr. Embert: Am besten indem man ihr Habitat erhält. Wir in Europa können durch verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen dazu beitragen. Der Rohstoff für Aluminium z. B. wird im Amazonas gefördert und bei Unfällen in den Minen sind ganze Flusssysteme zerstört worden (Rio Doce). Auch unser Fleischkonsum trägt zur Entwaldung bei, da unsere Tiere hier in Deutschland meist mit Soja aus Brasilien gefüttert werden, was einer der größten Treiber der Entwaldung ist.

Vegan oder nicht? Das ist hier die Frage!

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