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Fieberthermometer-Test: Welche Messvariante ist die beste?

Fieber?

Fieberthermometer-Test: Welche Messvariante ist die beste?

Fieberthermometer gibt es in ganz unterschiedlichen Varianten. Doch was ist besser? Ein Ohrthermometer, eine rektale Messung oder doch ein Stirnthermometer? Im Fieberthermometer-Test zeigen wir euch, was die Experten empfehlen.

Manche Krankheitssymptome sind bei Kindern klar zu erkennen: Husten oder Schnupfen sind schließlich nicht zu überhören. Fieber hingegen können wir zwar manchmal am typischen Fieber-Blick, Schwitzen oder Fieber-Ausschlag erkennen, aber nicht immer ist dem Nachwuchs das Fieber direkt anzusehen. Daher ist ein gutes Fieberthermometer, das schnell über die Körpertemperatur aufklärt, super wichtig.

Fieberthermometer-Test: Die besten Produkte im Überblick

Für die Top 3 Fieberthermometer haben wir uns zum einen die Ergebnisse des Stiftung Warentest Fieberthermometer-Test von 2008 angesehen und zum anderen geschaut, welche Produkte aktuell Bestseller sind. Den Stiftung Warentest-Testsieger unter den Stirnthermometern (Wick W-977F) gibt es nämlich leider nicht mehr im Handel. Deswegen haben wir euch hier eine beliebte Alternative mit guten Kundenbewertungen rausgesucht. Und für den Testsieger unter den Ohrthermometern gibt es mittlerweile ein gutes Nachfolgemodell.

Messvariante Produkt Preis Angebot
Kotaktthermometer,
Testsieger Stiftung Warentest (1,9)
Scala SC37T  ca. 7,79 € Bei Thalia
Ohrthermometer,
Vorgänger bei Stiftung Warentest (2,3)

BRAUN ThermoScan 5 Fieberthermometer 

ca. 54,99 € Bei Amazon
Stirnthermometer,
Bestseller

Braun No-Touch
Stirnthermometer NTF3000

ca. 64,99 € Bei Amazon

Fieberthermometer-Test: Welche Variante ist die beste?

An der Stirn, im Ohr, unter der Zunge, der Achsel oder doch rektal? Es gibt viele Varianten, um die Körpertemperatur zu überprüfen. Die genaueste Variante soll die Messung im Po (Kontaktthermometer) sein. Das geht aus einer Studie des Peter Lougheed Center in Calgary hervor. Sie hatten insgesamt 75 Studien ausgewertet, in denen die Genauigkeit von Fieber-Messmethoden überprüft wurden.

Das Fiebermessen im Po wird jedoch meist als sehr unangenehm und von Eltern als sehr umständlich empfunden. Wir haben die drei Varianten digitales Fieberthermometer, Ohrthermometer und Stirnthermometer einmal gegenübergestellt.

BRAUN PRT 1000 Fieberthermometer (Messart: axillar, oral, rektal)

BRAUN PRT 1000 Fieberthermometer (Messart: axillar, oral, rektal)

Ohrthermometer: nichts für Säuglinge

Das Ohrthermometer misst per Infrarotstrahlen in wenigen Sekunden die Körpertemperatur am Trommelfell. Besonders wenn euer Nachwuchs die Messung im Po unangenehm findet, kann ein Ohrthermometer eine gute Alternative sein. Für Neugeborene ist das Thermometer nicht geeignet: Babys haben oft einen so winzigen Gehörgang, dass die Infrarotmessung nicht funktioniert.

Die Ergebnisse gelten bei dieser Messmethode als recht genau. Wichtig ist, dass ihr darauf achtet, dass der Gehörgang nicht mit Ohrenschmalz verstopft ist. Das Ohrthermometer von Braun wurde 2008 bei Stiftung Warentest mit "gut" (2,3) ausgezeichnet. Das exakte Modell gibt es zwar nicht mehr im Handel, die Nachfolgemodelle haben aber auch viele sehr positive Kundenbewertungen. Bei über 4.000 Bewertungen schafft das Modell "ThermoScan 5" eine stolze Gesamtwertung von 4,5 von 5 Sternen.

Braun ThermoScan 5 Infrarot Ohrthermometer IRT6020

Braun ThermoScan 5 Infrarot Ohrthermometer IRT6020

Stirnthermometer: auch im Schlaf verwendbar

Auch Stirnthermometer arbeiten mit Infrarotstrahlen. Sie messen die Körpertemperatur kontaktlos an der Stirn. Praktisch, denn so könnt ihr auch problemlos Fieber messen, wenn euer Kind schläft. Diese Geräte sind zwar nicht so exakt wie ein digitales Fieberthermometer im Po (etwa 0,4 Grad unter der rektalen Messung), trotzdem gelten auch Stirnthermometer mittlerweile als ziemlich genau. Auch hier sind vor allem die Modelle von Braun sehr beliebt und gut bewertet. Den Testsieger aus dem Stiftung Warentest Fieberthermometer-Test von 2008 (Wick W-977F) gibt es leider nicht mehr im Handel.

BRAUN Fieberthermometer mit kontaktloser Infrarotmessung

BRAUN Fieberthermometer mit kontaktloser Infrarotmessung

Infrarot Thermometer Kontaktlos JOYSKY Medical, Geeignet für Babys, Kinder und Erwachsenen mit sofortiger Ablesung

Infrarot Thermometer Kontaktlos JOYSKY Medical, Geeignet für Babys, Kinder und Erwachsenen mit sofortiger Ablesung

Digitales Thermometer: Nicht unter der Achsel verwenden

Das typische Fieberthermometer, das fast jeder noch zuhause hat. Die Temperatur lässt sich hier digital ablesen. Digitale Fieberthermometer sind sehr zuverlässig, vor allem wenn sie, wie bereits erwähnt, rektal verwendet werden. Wenn euer Nachwuchs das strikt verweigert, kann auch unter der Zunge gemessen werden, doch das ist für Kinder meistens auch sehr unangenehm. Dass das Thermometer dabei recht weit in den Mund unter die Zunge geschoben wird, löst es bei manchen Kindern einen Würgereflex aus. Auch kauen Kinder gerne mal auf dem Thermometer rum. Unter der Achsel solltet ihr übrigens nicht messen: Dort ist sie am wenigsten genau.

Testsieger mit den genauesten Messwerten wurde 2008 das Scala SC37T (7,79 €). Insgesamt bekam es die Note 1,9, die Messgenauigkeit war aber so herausragend, dass es für diesen Bereich die Bestnote 0,9 gab.

Fiebermessen schön und gut, aber: Wann hat man eigentlich Fieber?

Bei Babys und Kleinkindern spricht man bei anderen Körpertemperaturen von Fieber als bei uns Erwachsenen: Alles zwischen 37,6 und 38,5 Grad Celsius wird als erhöhte Temperatur bezeichnet. Ab 38,5 Grad spricht man von Fieber. Erreicht die Körpertemperatur mehr als 39,5 Grad leidet das Kind unter hohem Fieber. Bei Erwachsenen sieht das schon anders aus: Eine erhöhte Temperatur hat man bis 37,8 Grad, leichtes Fieber reicht von 37,9 bis 38,4 Grad und bei mehr als 38,5 Grad Körpertemperatur ist es hohes Fieber.

Ganz wichtig, wenn ihr bei eurem Kleinkind oder Baby Fieber feststellt: Wenn das Fieber nicht runtergeht oder ihr hohes Fieber feststellt, solltet ihr unbedingt in eurer Kinderarztpraxis vorbeischauen.

Bildquelle: Getty Images/gpointstudio

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