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Wann zum Arzt?

Fieber bei Baby und Kleinkind: Schnelle Hilfe mit der Fiebertabelle

Fieber bei Baby und Kleinkind erkennen
© Gettyimages/Milos Dimic

Wenn unser Baby oder Kleinkind plötzlich fiebert, machen wir uns natürlich Sorgen. Lieber sofort zum Arzt oder helfen Ruhe und Schlaf meinem Kind erstmal am besten? Vielleicht beruhigt dich der Blick auf die Fiebertabelle. Außerdem bekommst du Antworten auf die dringendsten Fragen zum Thema Fieber bei Baby und Kleinkind.

Ab wann hat mein Baby Fieber?

Fiebertabelle für Babys und Kleinkinder

Körpertemperatur

Fiebergrad

36 °C – 37,5 °C

Normaltemperatur Baby und Kleinkind

ab 37,6 °C

erhöhte Temperatur

ab 38 °C (Babys) bzw. 38,5° C (Kleinkind)

leichtes Fieber

ab 39 °C

hohes Fieber

ab 40 °C

sehr hohes Fieber

ab 41,5 °C

lebensgefährliches Fieber

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Vorsicht ist geboten bei Babys unter 3 Monaten: hier sollten Eltern ab 38 °C Körpertemperatur unbedingt einen Arzt aufsuchen!

Ist Fieber bei Kindern gefährlich?

Zunächst einmal die „gute“ Nachricht: Fieber ist per se nichts Schlimmes, sondern eine gesunde Reaktion des Körpers. Wenn Kinder fiebern, ist das ein Zeichen dafür, dass der kleine Körper gerade fleißig dabei ist, Bakterien und Viren zu bekämpfen. Durch die erhöhte Temperatur wird der Stoffwechsel des Körpers angeregt. Gleichzeitig werden böse Eindringlinge daran gehindert, sich ungehemmt zu vermehren. Die notwendige Folge: Die Temperatur von Baby und Kleinkind steigt Grad um Grad.

Die allgemeine ärztliche Empfehlung lautet: Bis zu 39 °C kann man ein Kind grundsätzlich fiebern lassen, um sein körpereigenes Abwehrsystem zu unterstützen (mit Ausnahme von Babys unter 3 Monaten).

Wichtig: Bei Fieber verliert der Körper viel Flüssigkeit und besonders für kleine Kinder kann das schnell gefährlich werden. Achte deshalb darauf, dass dein Kind viel trinkt!

Welche Körpertemperatur ist Normaltemperatur bei Babys und Kleinkindern?

Die Normaltemperatur bei Babys und Kleinkindern liegt zwischen 36 °C und 37,5 °C. Dabei haben einige Kinder generell eine eher höhere oder niedrigere Körpertemperatur – und diese schwankt auch über den Tag verteilt, sodass sie morgens am niedrigsten und abends am höchsten ist. Am besten checkst du die Temperatur deines Kleinen, wenn es einmal fieberfrei ist und notierst dir den Wert.

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Steigt die Körpertemperatur bei Babys über 38 °C, spricht man von Fieber. Leichtes Fieber bis 38,5 °C ist eine typische Begleiterscheinung einer Erkältung oder eines grippalen Infektes. Bei einer richtigen Grippe kann es zu hohem Fieber bis zu 39 °C oder 41 °C kommen, das sogar mehrere Tage anhält. Ab 41,5 °C ist Fieber lebensgefährlich, da ab dieser Temperatur die körpereigenen Eiweiße zerstört werden.

Aber keine Panik: Viele kleine Kinder fiebern schnell hoch. Das muss noch nicht heißen, dass ein schwerer Infekt dahintersteckt. Wichtig ist, dass ihr das hohe Fieber abklären lasst und ggf. behandelt.

Wie am besten beim Baby und Kleinkind Fieber messen?

Die Körpertemperatur von Babys und Kleinkindern wird am zuverlässigsten rektal gemessen, also im Po. Das ist manchen Kindern unangenehm, doch immer noch die Methode mit den genauesten Messergebnissen. Alternativ eignen sich auch Ohrthermometer zum schnellen Fiebermessen bei kranken Kindern. Mit ihnen könnt ihr gut einen generellen Anstieg überwachen. Genaue Ergebnisse liefern sie aber nicht immer.

Um die rektale Messung kleinen Kindern so angenehm wie möglich zu machen, verwendet ihr am besten ein Thermometer mit biegsamer Spitze und gebt etwas Vaseline, Kokosöl o. Ä. darauf. Wir haben auch gute Erfahrungen mit z. B. diesem Ohrthermometer gesammelt:

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Immer beliebter werden kontaktlose Stirnthermometer, die auch in Kitas zum Einsatz kommen. Diese sind bei der Messung aber leider nicht so genau.

Mein Baby hat Fieber: Was kann es sein?

Kleine Kinder sind so viel anfälliger für Fieber als Erwachsene, weil ihr Immunsystem noch fleißig trainiert. Bis zu zwölf Infekte pro Jahr sind absolut normal und nicht jeder Temperaturanstieg ist gleich ein Grund zur Sorge. In den meisten Fällen von Fieber bei Babys und Kleinkindern ist der Anstieg der Körpertemperatur ein Vorbote für folgende typische Kinderkrankheiten:

Wie äußert sich Fieber bei Baby und Kleinkind?

Fieber wird durch ein allgemeines Krankheitsgefühl begleitet: Kinder sind müde, schlapp, quengelig und kraftlos. Auch ihr Appetit lässt nach und sie sind besonders geräuschempfindlich – oft die ersten Anzeichen von sich ankündigendem Fieber bei Baby und Kleinkind. Weil die Kleinen oft noch nicht klar äußern können, dass sie Kopf- und Gliederschmerzen haben, achte besonders auf folgende Fiebersymptome bei deinem Kind:

  • Müdigkeit, Quengeln
  • Appetitlosigkeit
  • Heiße Haut (erst an der Stirn, später am ganzen Körper)
  • Glänzende Augen
  • Starker Durst
  • Starkes Schwitzen
  • Frösteln oder Schüttelfrost
  • Durchfall oder Erbrechen
  • Schnelle Atmung und erhöhter Puls
  • Unruhe, Verwirrtheit (bei sehr hohem Fieber)
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Lieber auf Nummer sicher gehen

Wenn das eigene Kind fiebert und leidet, leiden wir Eltern immer ganz schnell mit. Mich beruhigt der Gedanke, dass Fieber eine natürliche Abwehrreaktion des Körpers ist, trotzdem lasse ich meine Kinder bei Fieber nicht aus den Augen. Im Zweifelsfall hilft mir ein kurzer Anruf bei unserer Kinderärztin dabei, Ruhe zu bewahren. Denn Ruhe, Schlaf und ganz viel Kuscheln hilft unseren Kindern bei Fieber immer am besten, für den Notfall habe ich Zäpfchen und Fiebersaft natürlich immer in der Hausapotheke parat stehen.

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Wann sollte man Fieber senken und ab wann Zäpfchen geben?

Steigt die Körpertemperatur deines Kindes über 39 °C, solltest du das Fieber auf jeden Fall senken. Dazu kannst du bei älteren Kindern zunächst auf alte Hausmittel wie Wadenwickel und kühle Kopflappen zurückgreifen. In Absprache mit dem Arzt oder der Ärztin können auch Fiebersaft oder Zäpfchen gegeben werden. Mein Kinderarzt riet mir einmal: Wenn das Kind sichtlich leidet, kann ein Zäpfchen bei der Heilung helfen.

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In puncto Wadenwickel gibt es auch einige Einschränkungen. Sie sind zum Beispiel nichts für die ganz Kleinen. Worauf ihr noch achten solltet, zeigen wir unserem Video:

Wadenwickel: Ja? Nein? Und, wie macht man die eigentlich?
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Wann sollten wir bei Fieber zum Arzt gehen?

Für Babys unter drei Monaten gilt: Ab 38 °C Körpertemperatur los zum Arzt!

Da Fieber eine natürliche Abwehrreaktion des Körpers ist, brauchst du bei einer nur leicht erhöhten Körpertemperatur nicht zwingend sofort zum Arzt gehen. Beobachte dein Kind und seinen allgemeinen Gesundheitszustand aber sorgfältig und miss regelmäßig nach, wenn du dir unsicher bist. Hält das Fieber mehr als einen Tag an und zeigen auch fiebersenkende Maßnahmen wie Wadenwickel oder Zäpfchen keine Wirkung, dann bringe dein Kind unbedingt zum Arzt. Achte auch auf zusätzliche Krankheitszeichen wie bellenden Husten, Hautausschlag, Durchfall oder Erbrechen.

Den Notarzt solltest du sofort alarmieren, wenn dein Kind durch eine sehr hohe Körpertemperatur in einen Fieberkrampf fällt. Auch wenn es schwerfällt, versuche Ruhe zu bewahren. Die meisten Fieberkrämpfe dauern höchstens drei Minuten und verursachen keinen Schaden am Gehirn deines Kindes. Versuche nicht, die Zuckungen zu unterdrücken. Achte aber darauf, dass sich das Kind nicht selbst verletzt, während es krampft.

Eilig ist ärztliche Hilfe ebenfalls, wenn durch das Fieber folgende Symptome auftreten:

  • Benommenheit,
  • Bewusstseinstrübung
  • oder sogar Bewusstlosigkeit

Auch nach einem Auslandsaufenthalt solltest du mit deinem fiebernden Kind sofort zum Arzt gehen. Was dieser dann letztlich empfiehlt, kommt auf die genaue Ursache des Fiebers an. Denn ausgelöst werden kann erhöhte Temperatur durch vieles. Dauert Fieber bei Babys und Kleinkindern länger als drei Wochen an, wird Blut abgenommen, um eventuelle Entzündungen im Körper feststellen zu können. In den meisten Fällen wird Fieber aber durch Infektionen ausgelöst, gegen die der Kinderarzt entsprechende Medikamente oder Bettruhe verschreiben kann.

Quelle: Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V.Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

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