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Fieber bei Baby und Kleinkind: 7 FAQs und schnelle Hilfe

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Fieber bei Baby und Kleinkind: 7 FAQs und schnelle Hilfe

Wenn Baby oder Kleinkind plötzlich fiebern, ist die Sorge groß. Muss ich sofort zum Arzt oder helfen Ruhe und Schlaf meinem Kind erst einmal am besten? Hier bekommst du die Antworten auf die 7 dringendsten Fragen zum Thema Fieber bei Baby und Kleinkind.

Ist Fieber bei Kindern gefährlich?

Zunächst einmal die „gute“ Nachricht: Fieber ist per se nichts Schlimmes, sondern eine gesunde Reaktion des Körpers. Wenn Kinder fiebern, ist das ein Zeichen dafür, dass der kleine Körper gerade fleißig dabei ist, Bakterien und Viren zu bekämpfen. Durch die erhöhte Temperatur werden der Stoffwechsel des Körpers angeregt und böse Eindringlinge daran gehindert, sich ungehemmt zu vermehren. Die notwendige Folge: die Temperatur von Baby und Kleinkind steigt Grad um Grad.

Die allgemeine ärztliche Empfehlung lautet: Bis zu 39 °C kann man ein Kind grundsätzlich fiebern lassen, um sein körpereigenes Abwehrsystem zu unterstützen. Vorsicht ist geboten bei Babys unter drei Monaten: hier sollten Eltern schon ab 38 °C Körpertemperatur unbedingt einen Arzt aufsuchen.

Kleine Kinder sind so viel anfälliger für Fieber als Erwachsene, weil ihr Immunsystem noch fleißig trainiert. Bis zu zwölf Infekte pro Jahr sind absolut normal und nicht jeder Temperaturanstieg ist gleich ein Grund zur Sorge. In den meisten Fällen von Fieber bei Babys und Kleinkindern ist der Anstieg der Körpertemperatur ein Vorbote für folgende typische Kinderkrankheiten:

Du hast Sorge, dass dein Kind am Coronavirus erkrankt ist? Erfahre hier alles Wichtige über die Corona-Infektion bei Baby und Kleinkind.

Wie äußert sich Fieber bei Baby und Kleinkind?

Fieber wird durch ein allgemeines Krankheitsgefühl begleitet: Kinder sind müde, schlapp, quengelig und kraftlos. Auch ihr Appetit lässt nach und sie sind besonders geräuschempfindlich – oft die ersten Anzeichen von sich ankündigendem Fieber bei Baby und Kleinkind. Weil die Kleinen oft noch nicht klar äußern können, dass sie Kopf- und Gliederschmerzen haben, achte besonders auf folgende Fiebersymptome bei deinem Kind:

  • Müdigkeit, Quengeln
  • Appetitlosigkeit
  • Heiße Haut (erst an der Stirn, später am ganzen Körper)
  • Glänzende Augen
  • Starker Durst
  • Starkes Schwitzen
  • Frösteln oder Schüttelfrost
  • Durchfall oder Erbrechen
  • Schnelle Atmung und erhöhter Puls
  • Unruhe, Verwirrtheit (bei sehr hohem Fieber)

Welche Körpertemperatur ist Normaltemperatur?

Die Normaltemperatur bei Babys und Kleinkindern liegt zwischen 36 °C und 37,5 °C Körpertemperatur.

Ab wann hat mein Baby Fieber?

Steigt die Körpertemperatur über 38°C, spricht man von Fieber. Leichtes Fieber bis 38,5 °C ist eine typische Begleiterscheinung einer Erkältung oder eines grippalen Infektes. Bei einer richtigen Grippe kann es zu hohem Fieber bis zu 39 °C oder 41 °C kommen, das sogar mehrere Tage anhält. Ab 41,5 °C ist Fieber lebensgefährlich, da ab dieser Temperatur die körpereigenen Eiweiße zerstört werden.

  • 36 °C – 37 °C = Normaltemperatur Baby und Kleinkind
  • 37 °C – 38 °C = erhöhte Temperatur
  • 38 °C – 38,5 °C = leichtes Fieber
  • 38,5 °C – 39 °C = hohes Fieber
  • 39 °C – 41 °C = sehr hohes Fieber
  • 41,5 °C = lebensgefährliches Fieber

Wie Fieber messen bei Baby und Kleinkind?

Die Körpertemperatur von Babys und Kleinkindern wird am zuverlässigsten rektal gemessen, also im Po. Das ist manchen Kindern unangenehm, doch immer noch die Methode mit den genauesten Messergebnissen. Alternativ eignen sich auch Ohrthermometer zum schnellen Fieber messen bei kranken Kindern.

Wann Fieber senken und ab wann Zäpfchen geben?

Steigt die Körpertemperatur deines Kindes über 39 °C, solltest du das Fieber auf jeden Fall senken. Dazu kannst du zunächst auf alte Hausmittel wie Wadenwickel und kühle Kopflappen zurückgreifen. In Absprache mit dem Arzt können auch Fiebersaft oder Zäpfchen geben werden. Mein Kinderarzt riet mir einmal: Wenn das Kind sichtlich leidet, kann ein Zäpfchen bei der Heilung helfen.

Für Babys unter drei Monaten gilt: Ab 38 °C Körpertemperatur los zum Arzt!

Wann bei Fieber zum Arzt gehen?

Stichwort Arzt: Da Fieber eine natürliche Abwehrreaktion des Körpers ist, musst du bei einer nur leicht erhöhten Körpertemperatur nicht zwingend sofort zum Arzt gehen. Beobachte dein Kind und seinen allgemeinen Gesundheitszustand aber sorgfältig und miss regelmäßig nach, wenn du dir unsicher bist. Hält das Fieber mehr als einen Tag an und zeigen auch fiebersenkende Maßnahmen wie Wadenwickel oder Zäpfchen keine Wirkung, dann bringe dein Kind unbedingt zum Arzt. Achte auch auf zusätzliche Krankheitszeichen wie bellenden Husten, Hautausschlag, Durchfall oder Erbrechen.

Den Notarzt solltest du sofort alarmieren, wenn dein Kind durch eine sehr hohe Körpertemperatur in einen Fieberkrampf fällt. Auch wenn es schwer fällt, versuche Ruhe zu bewahren. Die meisten Fieberkrämpfe dauern höchstens drei Minuten und verursachen keinen Schaden am Gehirn deines Kindes. Versuche nicht, die Zuckungen zu unterdrücken. Achte aber darauf, dass sich das Kind nicht selbst verletzt während es krampft.

Eilig ist ärztliche Hilfe ebenfalls, wenn durch das Fieber Benommenheit, Bewusstseinstrübung oder Bewusstlosigkeit auftreten. Auch nach einem Auslandsaufenthalt solltest du mit deinem fiebernden Kind sofort zum Arzt gehen. Was dieser dann letztlich empfiehlt, kommt auf die genaue Ursache des Fiebers an. Denn ausgelöst werden kann erhöhte Temperatur durch vieles. Dauert Fieber bei Babys und Kleinkindern länger als drei Wochen an, wird Blut abgenommen, um eventuelle Entzündungen im Körper feststellen zu können. In den meisten Fällen wird Fieber aber durch Infektionen ausgelöst wird, gegen die der Kinderarzt entsprechende Medikamente oder Bettruhe verschreiben kann.

Gesine Engels-Krone
Das sagtGesine Engels-Krone:

Lieber auf Nummer sicher gehen

Wenn das eigene Kind fiebert und leidet, leiden wir Eltern immer ganz schnell mit. Mich beruhigt der Gedanke, dass Fieber eine natürliche Abwehrreaktion des Körpers ist, trotzdem lasse ich meine Kinder bei Fieber nicht aus den Augen. Im Zweifelsfall hilft mir ein kurzer Anruf bei unserer Kinderärztin dabei, Ruhe zu bewahren. Denn Ruhe, Schlaf und ganz viel Kuscheln hilft unseren Kindern bei Fieber immer am besten, für den Notfall habe ich Zäpfchen und Fiebersaft natürlich immer in der Hausapotheke parat stehen.

Bildquelle: Gettyimages/Milos Dimic

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