Was tun bei einem Wespenstich beim Kind, Kleinkind oder Baby?

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Was tun bei einem Wespenstich beim Kind, Kleinkind oder Baby?

So langsam kommt der Frühling und das lockt nicht nur die Familien aus ihrem Nest, sondern auch die ganzen Insekten. Unter ihnen auch Wespen. Die Kinder tollen durch den Garten und da kann es passieren, dass eine Wespe in die Quere kommt und diese zusticht. Aber was ist zu tun bei einem Wespenstich beim Kind, Kleinkind oder Baby?

Beim Baby oder Kleinkind keinen Wespenstich riskieren: Ruhig bleiben!

Während der Mückenstich beim Baby und Kleinkind unbemerkt entsteht, sieht das bei Wespen anders aus. Fast reflexartig rudern Kinder und auch viele Erwachsene mit den Armen, wenn es in der Nähe anfängt zu summen. Das provoziert die gelb-schwarz-gestreiften Flügeltiere allerdings erst – und die stechen zu. Wespenstiche sind für das Kind schmerzhaft, aber meist nicht weiter schlimm.

Was tun gegen Wespenstiche beim Kleinkind? Einen kühlen Kopf bewahren und... kühlen!

Gegen die Schwellung und den Schmerz helfen Zwiebel- und Zitronenscheiben auf der Einstichstelle. Diese können mit einer Mullbinde befestigt werden. Das Ganze kann nach Bedarf mehrmals wiederholt werden. Auch ein Brei aus etwas Essig und Salz auf dem Stich kann helfen. Nach ungefähr zehn Minuten kann die Prozedur wiederholt werden.

Eventuell stecken gebliebene Stachel sollten rasch ausgesaugt oder mit einer Pinzette herausgezogen werden. Die Einstichstelle sofort kühlen, damit sie nicht anschwillt. Wickelt ein in Essigwasser getränktes Tuch um die Einstichstelle. Haben die Tierchen in den Mund, Hals oder die Schleimhäute gestochen – schnell handeln, denn die Schwellung kann zu Atemnot führen. Erste Hilfe: Eiswürfel lutschen und sofort zum Arzt.

Ausschläge nach einem Wespenstich bei Kindern sind ein Alarmsignal

Insektenstiche verlaufen in aller Regel glimpflich. In sehr seltenen Fällen kann ein Wespenstich bei einem Kind aber auch eine allergische Reaktion auslösen. Neueren Untersuchungen zufolge tragen beispielsweise Heuschnupfenallergiker ein erhöhtes Risiko.

Den Wespenstich beim Baby bzw. Kind sollten Eltern noch einige Stunden im Auge behalten. Entsteht Juckreiz oder ein Hautausschlag ist ein Gang zum Arzt angebracht. In schlimmeren Fällen kann auch ein anaphylaktischer Schock auftreten, der von Übelkeit bis hin zu Atemnot und Schock reichen kann.

Wenn du weißt, dass dein Kind eine Insektengiftallergie hat, sollte es auch auf Schulausflügen oder Wochenendtouren eine Notfallapotheke mit schriftlicher Anleitung zum Gebrauch von Antihistaminika-Tabletten, Kortisonpräparaten und des Adrenalinsprays dabei haben. Auch eine Immunisierung gegen das Insektengift kann eine Option sein.

Allergologen haben sehr gute Erfahrungen mit der Wirksamkeit einer sogenannten Hyposensibilisierung gemacht. Dabei wird dem Patienten in allmählich gesteigerter Dosis und in regelmäßigen Abständen eine winzige Menge des Gifts injiziert. So kann sich der Körper nach und nach an die allergieauslösende Substanz gewöhnen.

Tipps und Tricks: Das Kind vor einem Wespenstich schützen

Vor Angriffen der Stachelträger bleibt ihr und eure Kinder aber in der Regel verschont, wenn ihr die folgenden Tipps beherzigt:

  1. Ruhig bleiben und nicht mit den Armen rudern. Gerade bei Babys und Kleinkindern, sollten Eltern die Münder zu halten bzw. die Kinder bitten, diesen geschlossen zu halten.
  2. Zucker- und eiweißhaltige Lebensmittel locken die Tiere an. Diese Lebensmittel also luftdicht verpacken.
  3. Zuckerhaltige Getränke verschließen, so läufst du auch nicht Gefahr, unbeabsichtigt eine Wespe zu verschlucken.
  4. Auf Parfüms, Haarspray, Cremes etc. verzichten.
  5. Gärendes Fallobst lockt Wespen an. Dieses also aufsammeln und auch reifes Obst vom Baum pflücken.
  6. Gerade um einen Wespenstich beim Kind zu verhindern: Vorsicht, wenn der Nachwuchs Eis isst oder Limonade trinkt. Nach dem Genuss Hände und Mund abwaschen, um keine Insekten anzulocken.

Mit dem Baby sicher durch den Sommer

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Bildquelle: Gettyimages/koster62

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