Nasenbluten in der Schwangerschaft: Die fünf wichtigsten Fragen & Antworten

Gut zu wissen!

Nasenbluten in der Schwangerschaft: Die fünf wichtigsten Fragen & Antworten

Werdende Mamas haben vermehrt mit fiesem Nasenbluten zu kämpfen. Ist das gefährlich und was kann man dagegen tun? Alles, was du dazu wissen musst.

1. Warum kommt es in der Schwangerschaft vermehrt zu Nasenbluten?

Besonders ab dem zweiten Semester leidet eine von fünf Schwangeren häufiger an Nasenbluten. Der Grund dafür ist ganz einfach zu erklären: Weil die Hormone Östrogen und Progesteron dafür sorgen, dass sich die Blutgefäße weiten und gleichzeitig durch die vermehrte Blutmenge ein größerer Druck auf die feinen Äderchen in der Nase einwirkt, kommt es zu den Blutungen in der Nase.

Viele werdende Mamas haben auch mit trockenen und angeschwollenen Schleimhäuten zu kämpfen. Auch dadurch kann es öfter geplatzten Gefäßen in der Nase kommen. Manchmal reicht schon kräftiges Naseputzen oder Niesen aus, um eine Blutung auszulösen.

2. Muss ich bei Nasenbluten in der Schwangerschaft zum Arzt?

Normalerweise nicht, denn die Blutmenge, die man beim Nasenbluten verliert, ist oft nur gering. Nur wenn die Blutung länger als 20 Minuten anhält, sehr stark ist und aus dem hinteren Teil der Nase kommt, solltest du zur Sicherheit bei deinem Arzt oder in der Notaufnahme vorbeischauen.

3. Hat das Nasenbluten irgendeinen Einfluss auf meine Schwangerschaft?

In der Regel nicht. In Einzelfällen kann häufiges Nasenbluten aber im direkten Zusammenhang mit einer erhöhten Blutungsneigung stehen – eine wissenschaftliche Studie geht von einer von zehn Schwangeren aus, bei der das so ist. Und das könnte zur Folge haben, dass du auch nach der Geburt stark blutest. Eindeutig bewiesen ist eine Verbindung bislang aber nicht.

4. Was hilft gegen Nasenbluten in der Schwangerschaft?

Es kommt darauf an, ob nur die kleinen Adern im vorderen Teil der Nase bluten oder ob die größeren Gefäße im hinteren Teil der Nase betroffen sind. Letzteres ist oft nicht ganz so einfach zu stoppen.

Grundsätzlich hilft, sich hinzusetzen und die Nase direkt über den Nasenlöchern mit zwei Fingern fest zuzudrücken. Halte sie so mit gleichbleibendem Druck mindestens zehn bis 15 Minuten geschlossen und atme dabei durch den Mund.

Wer sich dabei leicht nach vorne lehnt, der riskiert nicht, dass viel Blut in die Speiseröhre und den Magen gelangt. Das ist nämlich nicht nur unangenehm, sondern kann auch Übelkeit auslösen. Auch ein kaltes Tuch im Nacken oder auf der Stirn kann dabei helfen, das Nasenbluten zu beenden.

Um einen „Rückfall“ zu vermeiden, solltest du 24 Stunden nach der Blutung Anstrengung möglichst vermeiden. Ebenso ist es sinnvoll, auf zu heiße Getränke zu verzichten, da sie die Blutgefäße in der Nase weiten.

5. Wie kann man Nasenbluten in der Schwangerschaft vorbeugen?

Wenn du zu trockenen Nasenschleimhäuten neigst, sind Nasenduschen mit einer salzhaltigen Lösung oder eine pflegende Nasensalbe hilfreich. Achte zusätzlich darauf, dass die Luftfeuchtigkeit in deiner Wohnung nicht zu niedrig ist, indem du Luftbefeuchter aufstellst. Putze außerdem nur, wenn es unbedingt sein muss, deine Nase und versuche dabei sehr vorsichtig zu sein.

 

 

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