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Herzenssache

Blutdruckmessgerät-Test: Die 4 besten Modelle laut Stiftung Warentest

© Getty Images / AndreyPopov
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Euren Blutdruck könnt (und solltet!) ihr regelmäßig kostenlos beim Hausarzt oder in der Apotheke überprüfen lassen. Für eine tägliche und unkomplizierte Kontrolle sind digitale Blutdruckmessgerät für zu Hause aber eine sehr gute Wahl. Besonders, weil ihr die Testsieger schon relativ günstig bekommt! Der Blutdruckmessgerät-Test der Stiftung Warentest hat gezeigt, welche Geräte die besten sind und was sie können müssen.

Blutdruckmessgerät-Test: Die Testsieger im Überblick

Nicht alle Blutdruckmesser für zu Hause sind zu empfehlen, wie die Testergebnisse deutlich zeigen. Von 17 geprüften Geräten sind sieben gut, darunter sechs für den Ober­arm, aber nur eins fürs Hand­gelenk.

Produkt Boso Medicus X Medisana BU535 Omron X3 Comfort Omron RS7 Intelli IT
Bild
Boso medicus x
Omron X3 Comfort
Omron rs7
Preis ca. 46 € (Amazon) 30 € (Amazon) 55 € (Amazon) 68 € (Amazon)
Typ Oberarm Oberarm Oberarm Handgelenk
Note 2,3 2,4 2,4 2,4
Merkmale
  • sehr gute Handhabung
  • besonders hohe Messgenauigkeit
  • besonders leichte Bedienung
  • nur 1 Taste für Fehlerfreiheit
  • ohne Datenerfassung (müssen aufgeschrieben werden)
  • sehr gute Handhabung
  • 120 Speicherplätze für 2 Benutzer
  • Farbskala
  • große Ziffern
  • 60 Speicherplätze
  • Bewegungssensor + Manschetten-Kontrolle für sichere Anwendung
  • Bewegungssensoren
  • Smartphone-Kopplung
  • lautlose Messung

Blutdruckmesser-Test: So hat die Stiftung Warentest getestet

Zuletzt hat die Stiftung Warentest im September 2020 17 Blutdruckmessgeräte getestet. Als wichtigstes Kaufkriterium im Blutdruckmessgerät-Test galt die Messgenauigkeit: Bei 32 Testpersonen (16 Männer, 16 Frauen) wurde pro Gerät sechsmal gemessen – und der Wert mit einem ärztlichem Stethoskop und einer zusätzlichen Quecksilbersäule überprüft. Das Ergebnis: Fast alle geprüften Produkte waren in diesem Bereich “befriedigend” oder schlechter. Dafür überzeugte die große Mehrheit in der Handhabung. Hier durften sich sechs Testpersonen an der Selbstmessung probieren.

Gut zu wissen: Die Bedienung kann selbst bei sehr ähnlichen Geräten variieren. Deswegen ist es wichtig, dass ihr euch die Gebrauchsanleitung genau anseht. Hier hatte Stiftung Warentest gute Neuigkeiten, denn diese waren im aktuellen Test gut verständlich.

Blutdruckmessgerät-Test: Die Testsieger im Detail

Der Testsieger: Boso Medicus X

Boso medicus x
Bildquelle: Amazon

Laut Stiftung Warentest noch immer das beste Blutdruckmessgerät für die Oberarmmessung, auch wenn es technisch sehr einfach gehalten ist: das Boso Medicus X. Bereits in den Tests 2016 und 2018 wurde dieses Gerät Testsieger. Die Bedienung erfolgt über eine Taste, Datum und Uhrzeit der Messung können nicht gespeichert werden. Eine händische Erfassung ist hier also wichtig. Eindeutig liegt das Gerät mit der Note 2,3 in Handhabung und Messgenauigkeit vorn. Dazu verfügt es über ein großes Display mit 3-Werte-Anzeige und einen Speicher für 30 Messwerte für ein 14-Tage-Profil. Erhältlich ist das Boso Medicus X für ca. 46 € über Amazon.

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Preis kann jetzt höher sein. Preis vom 29.11.2022 02:05 Uhr

Medisana BU535

Bildquelle: Amazon

Ebenfalls mit “Gut” (Note 2,4) schnitt das Oberarm-Gerät Medisana BU535 ab – dank sehr guter Handhabung und tollen Extras. Es verfügt über 120 Speicherplätze für zwei Benutzer*innen. Dank der besonders großen Ziffern lassen sich die Werte sehr gut ablesen, außerdem erfolgt eine Einstufung der Messwerte durch eine Ampel-Farbskala gemäß dem Bewertungssystem der WHO. Das Gerät kostet bei Amazon ca. 30 €.

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Omron X3 Comfort

Bildquelle: Amazon

Das kompakte Omron X3 Comfort erhielt ebenfalls die Gesamtnote 2,4 (Gut). Mit großzügigem LCD-Display und 60 Speicherplätzen ist es auch technisch fit genug. Die Handhabung ist hier sehr angenehm: Mithilfe der Manschettensitzkontrolle und des Bewegungssensors lassen sich gängige Fehler vermeiden, die sonst zu ungenauen Messwerten führen könnten. Das Omron X3 Comfort ist für ca. 60 € bei Amazon erhältlich.

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Handgelenkmesser-Testsieger: Omron RS7 Intelli IT - T

Omron rs7
Bildquelle: Amazon

Das Gerät Omron RS7 Intelli IT gewann im aktuellen Test in der Rubrik Handgelenkmessgeräte – was leider auch an der enttäuschenden Genauigkeit seiner Mitstreiter lag. Als einziges Gerät erhielt es die Note "Gut" und hat viele Vorteile: Es misst lautlos und lässt sich mit dem Smartphone koppeln, um ein Blut­druck­tagebuch zu führen. Sensoren zeigen, ob es sich beim Messen auf Herz­höhe befindet. Das Gerät kostet 68 € bei Amazon.

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Blutdruckmessgerät-Test: Die Verlierer

Dass so viele Geräte bei der Messgenauigkeit Probleme haben, ist ärgerlich. Denn auch wenn tolle Funktionen und Smartphone-Apps die Nutzung im Alltag besonders leicht machen, nützt das wenig, wenn die erfassten Werte nicht stimmen. Trotz sehr guter Handhabung landen das Handgelenk-Messgerät Medisana BW320 und das Oberarm-Messgerät Breuer BM51 easyClip beide mit der Note "Ausreichend" auf den letzten Plätzen. Bei der Messgenauigkeit erreichten beide lediglich die Note 4,2 bzw. 3,7.

Blutdruckmessgerät: Kaufberatung der familie.de-Redaktion

Ein Blutdruckmessgerät für zu Hause ist praktisch, um den Wert nach ärztlicher Anweisung mehrmals täglich, einmal pro Tag oder mehrmals pro Woche zu überprüfen. Abhängig ist das von der Art der Herz-Kreislauf-Symptome und von der Therapie (z. B. Stress, Herzerkrankung, Bluthochdruck in der Schwangerschaft, Medikamenten-Wechsel). Wichtig ist, dass man auf die Werte vertrauen kann, weil man sich sonst schnell Sorgen macht – oder eine wichtige körperliche Entwicklung übersieht. Wir raten, bei Messergebnissen, die euch seltsam vorkommen, den Wert in der Apotheke um die Ecke oder beim Arzt überprüfen zu lassen – das geht meist ganz schnell und unkompliziert.

Blutdruckmessung am Oberarm oder Handgelenk?

Für die Blutdruckmesser fürs Handgelenk spricht die leichte Anbringung, die geringeren Maße und der Preis, der meist niedriger ist. Messfehler sind hier häufiger, denn anders als bei der Oberarmmessung liegt das Messgerät nicht automatisch da, wo es soll: auf Herzhöhe. Ein hochwertiges Gerät, etwas Übung und die korrekte Position, in der das Handgelenk auf Herzhöhe gehalten wird, sind hier entscheidend.

Oberarm-Messgeräte sind sicherer in der Anwendung, weil die Manschette automatisch da anliegt, wo sie soll – somit ist auch die Messung genauer und für den Hausgebrauch zuverlässiger.

Wie viele Messwerte ihr speichern wollt, liegt an euch. Alternativ könnt ihr sie händisch aufschreiben. Für die Kontrolle beim Arzt ist es auf jeden Fall wichtig, den genauen Verlauf der Werte abrufen zu können. Am übersichtlichsten geht das mit dem kostenlosen Blutdruckpass der Deutschen Herzstiftung, den ihr hier ganz leicht anfordern könnt.

Quellen:

Stiftung Warentest, Deutsche Herzstiftung

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