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Diese Sonnencremes für Babys und Kinder fallen bei Ökotest durch

Kinderhaut

Diese Sonnencremes für Babys und Kinder fallen bei Ökotest durch

Baby- und Kinderhaut ist besonders zart und verlangt einen guten Sonnenschutz. Das Verbrauchermagazin Ökotest verglich jetzt 21 Kinder-Sonnencremes: Nur zwei erhielten die Note "Sehr Gut" und zwei fielen sogar komplett durch.

Dermatologen empfehlen, Babys und Kleinkinder bereits eine Stunde vor dem Sonnenbaden einzucremen. Die empfindliche dünne Haut sollte nicht ungeschützt den Sonnenstrahlen ausgeliefert sein. Daher ist es wichtig, eine Creme mit hohem Lichtschutzfaktor zu verwenden, der das Kind vor einem bösen Sonnenbrand bewahrt und das Risiko für Hautkrebs reduziert. Doch welche Sonnencreme ist nun die richtige? Ökotest hat 21 spezielle Sonnencreme-Produkte mit Lichtschutzfaktor 50+ genauer angesehen. Das Ergebnis ist ernüchternd.

So hat Ökotest bewertet

Eine gute Sonnencreme für Kinder sollte sensitiv, parfumfrei, wasserfest und möglichst ohne Sonnenschutzfilter oder bedenkliche Substanzen auskommen. Dies traf jedoch nicht auf alle getesteten Produkte zu. Ökotest kritisiert vor allem, dass acht der getesten Sonnenblocker UV-Filter beinhalten, die nichts auf Kinderhaut zu suchen habe. Das sind chemische Filter, die in die Blutbahn des Kindes gelangen und das Hormonsystem beeinträchtigen können. Laut Ökotest würde sich auch die EU mit diesen Inhaltstoffen befassen und es könnte zu einer Neubewertung bzw. einem Verbot kommen. Weiterhin wurde in einigen Marken auch Kunststoffverbindungen nachgewiesen, die über die Kinderhaut ins Meer oder den See gelangen und damit in die Umwelt. Sie sollen laut Hersteller die Creme wasserfest machen, doch andere kommen auch ohne Mikroplastik aus.

Diese Sonnencremes sind mit "Sehr gut" bewertet worden:

  • Sun Dance Kids Sonnenmilch 50 ohne Duftstoffe, DM
  • Ladival Für Kinder Sonnenschutz Milch 50 + ohne Parfüm, Stada

Ladival für Kinder LSF 50+ Sonnenschutz-Milch, 50 ml Creme *
Preis kann jetzt höher sein. Preis vom 5.7.2020 12:02 Uhr

Diese Sonnencremes fielen mit mangelhaft durch:

  • Garnier Ambre Solaire Kids Sensitive Expert+ LSF 50+, L'Oreal
  • La Roche-Posay Anthelios Dermo-Pediatrics 50+ Lotion

Ist zertifizierte Naturkosmetik die bessere Wahl?

Als Verbraucher denkt man, Naturkosmetik, die zertifiziert ist, müsse besser sein und ohne chemische Zusatzstoffe auskommen. Insgesamt sieht das auch die Ökotest-Bewertung so. Die fünf getesten Naturkosmetik-Cremes enthalten die mineralischen Filter Titandioxid und Zinkoxid, die die bessere Wahl für Kinderhaut sind als die oben erwähnten chemischen Filter. Doch kritisch bewertet das Verbrauchermagazin die enthaltenen Nanopartikel. Die EU-Richtlinie sieht vor, dass eine Kennzeichnung bei einer bestimmten Höhe an Nanopartikeln erfolgen müsse. Die Hersteller betonen jedoch keine verwendet zu werden, obwohl der Test zeigt, dass alle fünf Cremes diese beinhalten. Es gibt daher keine Naturkosmetik ohne Nanopartikel. Aktuell sind bestimmte Nanopartikel in Sonnensprays bereits verboten, weil sie als krebserregend eingestuft werden, wenn sie eingeatmet werden. Ob dies für Sonnencremes ebenfalls folgen könnte, bleibt abzuwarten.

Darauf solltet ihr beim Sonnencreme-Kauf achten

Laut Ökotest solltet ihr beim Kauf eurer Sonnencreme für Kinder darauf achten, dass eher mineralische Filter enthalten sind als chemische. Denn diese bleiben auf der Hautoberfläche als Barriere und reflektieren die Sonnenstrahlen. Die chemischen Filter können in die Haut eindringen und das empfindliche Hormonsystem der Kinder zerstören. Zu diesen mineralischen UV-Filtern, die eher zu bevorzugen sind, gehören Titandioxid und Zinkoxid. Schaut euch also die Inhaltsstoffe genau an. Zudem sollte Kinder-Sonnencreme immer einen Lichtschutzfaktor von mindestens 30 enthalten, wenn nicht sogar 50.

Wichtig ist, dass ihr eure Kinder nach jedem Wasserspaß erneut eincremt und vor allem Kleinkinder nicht ungeschützt länger als eine halbe Stunde der Sonne aussetzt. Unterschätzen sollte man das Sonnenbaden auch nicht beim Spielplatzbesuch oder auf dem Balkon oder der Terrasse. Wenn eure Babys oder Kleinkinder hier eine halbe Stunde oder mehr verbringen, gilt auch hier: Eincreme-Pflicht!

Den kompletten Test sowie die Testergebnisse zu den einzelnen Sonnencremes findet ihr auf Ökotest.de

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Bildquelle: Getty Images/tatyana_tomsickova

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