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Für Leseratten

eBook-Reader-Test: Das sind die besten eReader laut Stiftung Warentest

Kindle, Tolino, Kobo: Die Auswahl an eBook-Readern ist inzwischen so groß, dass man sich nur schwer entscheiden kann. Der aktuelle eBook-Reader-Test der Stiftung Warentest hilft bei der Wahl. Wir stellen euch die Testsieger vor.

Wer beim Reisen den Platz im Koffer nicht für dicke Schmöker, sondern lieber für mehr Wechselklamotten oder Gesellschaftsspiele nutzen möchte, setzt auf eBook-Reader. Seit der Einführung der elektronischen Lesegeräte vor mehr als zehn Jahren hat sich auf dem Markt einiges getan. Inzwischen sind Geräte wie Kindle, Tolino und Co. super ausgestattet, verfügen über ein exzellentes Display und starke Akkus. Das bestätigt auch Stiftung Warentest, die immer wieder verschiedene eBook-Reader auf Herz und Nieren überprüft.

eBook-Reader-Test: Die Testergebnisse im Überblick

Die gute Nachricht: Viele der getesteten eBook Reader schnitten mit "Gut" ab, die Notenspanne liegt bei 1,7 bis 2,75. Damit kann man beim eBook Reader-Kauf erstmal nicht viel falsch machen. Auf allen Geräten lässt es sich auch bei sehr hellem oder schwachen Umgebungslicht lesen. Auch die Akkulaufzeit ist bei allen Modellen stark, allerdings gibt es hier bei einer Spanne von 13 bis satten 133 Lesestunden schon große Unterschiede.

Modell Note Preis Diagonale Gewicht Durchschnitt Lese­zeit
Testsieger

Amazon Kindle Paperwhite

1,7 130 € (Amazon) 17 cm 206 g 133 h
Kobo Elipsa 1,7 400 € (CoolBlue) 26 cm 392 g 19 h
Tolino Vision 6 1,7 139 € (Thalia) 18 cm 214 g 23 h
Pocketbook Inkpad Color 1,9 278 € (Amazon) 20 cm 222 g 26 h

*Die Preise können sich jederzeit ändern. Bei idealo könnt ihr den Preisverlauf gut im Blick behalten und checken, wo es das gewünschte Produkt aktuell am günstigsten gibt.

eBook-Reader-Test: So wurde getestet

Für den eBook Reader Test schaute sich Stiftung Warentest insgesamt 21 eBook-Geräte und Lese-Apps fürs Smartphone oder Tablet an. Bei den Readern stehen sich zwei Gruppen gegenüber: Die Geräte von Amazon (Kindle) vs. "freie" eBook-Reader (Tolino, Pocketbook, Kobo). Die eBooks für Amazon-Geräte können nur beim US-Versandriesen bestellt werden. Bücher mit dem gängigen Dateiformat Epub können hier nicht geöffnet werden, weshalb Kindle-Nutzer*innen ihren digitalen Lesestoff nicht in öffentlichen Bibliotheken ausleihen können. Tolino & Co. haben ein offenes System, d. h. Leserinnen und Leser können ihre Bücher bei einem Buchhändler ihrer Wahl kaufen oder sogar in Bibliotheken ausleihen.

Beim Test wurde bei allen eBook Readern die Bildqualität (30 %), die Handhabung (40 %), die Robustheit und Verarbeitung (20 %) sowie die Akkulaufzeit (10 %) getestet.

eBook-Reader-Test: Die Testsieger im Detail

"Kindle Paperwhite" von Amazon

eBook Reader Test - Kinde Paperwhite
Bildquelle: Amazon

Der Kindle Paperwhite von Amazon konnte nicht nur die Bestnote (1,7) einfahren, sondern ist mit einem Preis von knapp 130 € bei Amazon auch noch verhältnismäßig günstig. Außerdem lobten die Tester*innen die sehr gute Akku­lauf­zeit von etwa 133 Stunden sowie die Robustheit des Kindle-Modells. Kompatibel ist das Gerät unter anderem mit dem Amazon-Shop und auch Audible-Hörbücher lassen sich über Bluetooth abspielen. Kleines Manko: Das in anderen Shops und Biblio­theken ver­breitete Epub-Format unter­stützt dieser eBook-Reader nicht.

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Sarah Plück

Perfekt fürs Wochenbett

Ich habe zum 30. Geburtstag (kurz vor der Geburt meines zweiten Kindes) ein Kindle geschenkt bekommen. Ich hatte zwar ein sehr altes, aber ich wünschte mir für das Wochenbett ein neues mit Licht. Es war echt ein super Geschenk, denn so konnte ich auch nachts bzw. im halb abgedunkelten Schlafzimmer während des Stillens super lesen.

"Elipsa" von Kobo

eBook Reader-Test - Kobo Elipsa
Bildquelle: CoolBlue

Auch der "Elipsa" von Kobo konnte mit einer Durchschnittsnote von 1,7 ein insgesamt gutes Ergebnis abräumen. Mit einer Dia­gonale von rund 10 Zoll oder 26 cm hat das Gerät einen ver­hält­nis­mäßig großen Bild­schirm, was das Lesen erleichtert, den eBook-Reader mit 392 g aber auch relativ schwer macht. Die Expert*innen bemängelten dementsprechend, dass sich das Kobo-Modell schlecht mit nur einer Hand bedienen lasse. Dafür verfügt es über gleich zwei coole Features: Eine Hülle sowie ein Stift für digitale Notizen werden mit­geliefert. Aktuell ist der eBook-Reader für ca. 400 € bei CoolBlue erhältlich – damit kostet er fast dreimal so viel wie der Kindle Paperwhite.

"Vision 6" von Tolino

eBook Reader-Test - Tolino Vision 6
Bildquelle: Thalia

Auch der "Vision 6" von Tolino erhielt von Stiftung Warentest die Note 1,7. "Sehr gut" schnitt der eBook-Reader beim täglichen Gebrauch ab, in Sachen Hand­habung gab es immerhin ein "Gut" (1,9). Bemängelt wurde, dass sich die Benut­zung je nach vor­installiertem Buch­shop stark unterscheidet. Neben Hugendubel kann man sich hier auch bei allen Buch­shops der Tolino-Allianz bedienen. Die Bild­qualität ist besser als beim Vor­gänger "Vision 5" und erhielt ein "Sehr gut" (1,0). Leider gibt es bei diesem Gerät keine Audio­aus­gabe, sodass man auf Hörbücher verzichten muss. Aktuell ist der "Vision 6" für 139 € bei Thalia erhätlich.

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"Inkpad Color" von Pocketbook

eBook Reader Test - PocketBook InkPad Color
Bildquelle: Amazon

Das Modell "Inkpad Color" von Pocketbook erzielte mit einer Gesamtbewertung von 1,9 ebenfalls ein gutes Ergebnis. Das Gerät ist eines der wenigen getesteten Modelle mit Farb­bild­schirm, die Farb­sättigung kann laut Stiftung Warentest aber dennoch nicht mit LC- oder OLED-Dis­plays mit­halten. Die Muster der Farb­pixel seien demnach auch im Schwarz-Weiß-Betrieb leicht sichtbar. Die Audio­aus­gabe ist per Bluetooth und USB-Klinken­adapter bedienbar und der Speicher kann je nach Bedarf erweitert werden. Aktuell ist der Reader von Pocketbook für etwa 278 € bei Amazon erhältlich.

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Jennifer Kober

Praktisch und langlebig

Ich liebe mein Amazon Kindle. Ich bin absoluter Bücher-Fan, lese mehrere Bücher die Woche und würde meine vollen Bücherregale gegen nichts eintauschen (meine Kollektion hat auch schon mehrere internationale Umzüge mitgemacht). Als meine Kids kamen, habe ich mir ein Kindle zugelegt. Denn mit schlafendem Baby im Tragetuch oder nachts beim Co-Sleeping kann ich so die neuesten Romane oder kostenlose Classics schmökern, ohne dass es meine Kids stört oder ich zwei Arme benötige (oder Gah! Ein Buch kaputt geht!). So ist auch der nächtliche Still-Marathon kein Problem und wenn ich wegen Mental Load nicht schlafen kann, kann ich mit einem tollen Buch abschalten, ohne jemanden zu wecken. Auch unterwegs beim Arzt oder auf Reisen habe ich mein Kindle immer in der Tasche. Nach fast sechs Jahren und wirklich vielen Strapazen ist es übrigens noch wie neu.

eBook-Reader oder Tablet: Das sind die Unterschiede

Ob für euch ein eBook-Reader oder ein Tablet mit Lese-App die richtige Wahl ist, hängt vor allem davon ab, wie eure Lesebedürfnisse aussehen. Damit ihr garantiert die richtige Wahl trefft, haben wir die Vor- und Nachteile beider Geräte für euch zusammengetragen.

Produkt eBook-Reader Tablet
Vorteile
  • optimal für reine Texte
  • niedriger Stromverbrauch
  • relativ leicht
  • schont die Augen
  • relativ günstig
  • farbige Darstellung
  • Lese-Apps verschiedener Anbieter nutzbar
  • eignet sich für weitere Anwendungen
Nachteile
  • manchmal ohne Audioausgabe
  • oft nur ein Anbieter nutzbar
  • eignet sich nicht für weitere Anwendungen
  • keine farbige Darstellung
  • PDF schwer lesbar
  • hoher Stromverbrauch
  • Bildschirm bei Sonne schlechter lesbar
  • oft schwerer
  • LCDs belasten auf Dauer die Augen
  • leichtere Ablenkung durch Mails und Co.
  • relativ teuer

Quelle: Stiftung Warentest

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