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Fahrradbeleuchtung Test 2020: So urteilt Stiftung Warentest

Sicher unterwegs

Fahrradbeleuchtung Test 2020: So urteilt Stiftung Warentest

Radfahren ist eine tolle Sache, besonders für Familien. Das A und O ist dabei die Sicherheit und damit ist nicht nur ein passender Fahrradhelm gemeint. Eine funktionierende Beleuchtung am Fahrrad ist Pflicht, nur so fühlen sich kleine und große Radler sicher und können auch von anderen Verkehrsteilnehmern gut gesehen werden. Stiftung Warentest hat im Fahrradbeleuchtung Test 13 abnehmbare Frontscheinwerfer und sechs Rücklichter mit Akku getestet.

Statt jeden Meter mit dem Auto zu fahren, schwingt man sich für kurze Besorgungen oder den Besuch bei Freunden in der Nähe einfach aufs Rad. Die Vorteile sind zahlreich, ihr seid an der frischen Luft, die Parkplatzsuche entfällt und am Wochenende bleibt oft sogar Zeit für längere Touren, perfekt um gemeinsam mit den Kids aktiv zu sein. Damit ihr sicher unterwegs seid, ist vor allem eine gute Fahrradbeleuchtung Pflicht.

Stiftung Warentest hat im im Juli 2020 13 Front­scheinwerfer und 6 Rück­lichter, jeweils abnehm­bar und mit Akku­betrieb getestet. Zwar sind nicht alle getesteten Beleuchter top, aber es gibt eine große Auswahl guter Produkte aus verschiedenen Preiskategorien. Vor allem bei den Frontscheinwerfern lohnt sich der Vergleich.

Fahrradbeleuchtung im Test bei Stiftung Warentest

Fest verbautes Licht am Fahrrad, das ist längst nicht mehr an jedem Bike der Fall. An Mountainbikes, Rennrädern und minimalistischen City-Bikes müsst ihr in der Regel ein Lichtsystem nachrüsten. Am einfachsten geht das mit abnehmbarer Beleuchtung und die ist seit einigen Jahren auch in Deutschland zugelassen, sofern die Produkte eine sogenannte K-Nummer tragen. Ihr erkennt dieses Prüfzeichen an einem Wellensymbol gefolgt vom Buchstaben "K" und einer Zahlenreihe. Im Test waren nur Scheinwerfer und Rückleuchten mit K-Nummer vertreten, doch die unterscheiden sich deutlich.

Ein wichtiger Punkt ist die Beleuchtungsstärke, die in der Einheit Lux angegeben wird. Der Gesetzgeber fordert mindestens 10 Lux, das übertreffen die Front-Scheinwerfer im Test locker, zwischen 26 und 162 Lux schaffen die Probanden.

Schwerpunkt im Test ist der Bereich "Licht und Sicht", in dem es darum geht, wie gut die Fahrradbeleuchtung den Weg ausleuchtet, ob sie es schafft, andere Verkehrsteilnehmer nicht zu blenden und wie lange die Leuchtdauer ist. Handhabung in der Praxis sowie Haltbarkeit komplettieren die Wertung.

Stiftung Warentest splittet den Test in zwei Rankings auf, eines für Frontscheinwerfer und eines für Rücklichter.

Fahrradbeleuchtung im Test: Sieger bei Stiftung Warentest

Testsieger Fahrradbeleuchtung Preis-Leistungs-Empfehlung Fahrradbeleuchtung Testsieger

Rücklichter

Produkt Trelock LS 760 I-Go Vision Cateye GVolt50 Sigma Blaze
Preis 99 € (Idealo) 37 € (Amazon) 20 € (Amazon)
Gesamtwertung sehr gut (1,3) gut (2,0) gut (1,7)
Besonderheiten "sehr gut" in der Gesamtwertung und allen Teilwertungen, erlaubt bis zu 40 Meter Vorausschau, super für schnelle Fahrer, minutengenaue Restlaufanzeige, einfaches Handling, gute Ausdauer sehr gute Ausleuchtung, auch für schnelle Radler geeignet, im Vergleich kurze Leuchtdauer auf höchster Stufe, kompaktes Gewicht unter 100 Gramm, sehr gute Haltbarkeit beste Sichtbarkeit im Dunkeln, Leuchtdauer in Ordnung, zusätzliche Bremslichtfunktion, einfache Montage, lange Ladezeit

Testsieger Fahrradbeleuchtung: Trelock LS 760 I-Go Vision

Der Testsieger von Stiftung Warentest zeigt der Konkurrenz, wie es geht und spielt in einer eigenen Liga. Als einziger Frontscheinwerfer schafft der Trelock LS 760 I-Go Vision eine sehr gute Gesamtbewertung mit der Durchschnittsnote 1,3. Eine echte Schwäche konnten die Tester nicht ausmachen, der Testsieger fährt in allen drei Kategorien die Note "sehr gut" ein. Doch wer den Top-Scheinwerfer will, muss mit dem hohen Preis von 99 € klarkommen.

Bildquelle: Hersteller

Licht und Sicht

Die Beleuchtungsstärke ist ein interessanter Wert, aber zum Vergleich allein nicht weiter relevant, denn das Leuchtbild auf der Straße ist entscheidend. Die Ausleuchtung gelingt dem Trelock sehr gut, bis etwa 40 Meter haben Radler eine tolle Vorausschau in der Dunkelheit, damit lässt sich auch bei schlechten Lichtverhältnissen ein schnelleres Tempo anschlagen. Dabei gelingt dem Testsieger das Kunststück, dass er den Gegenverkehr nicht blendet. Auch bei der Leuchtdauer zeigt der Trelock Top-Werte, auf höchster Stufe leuchtet er 6 Stunden und 20 Minuten, auf niedrigster Stufe gar 18 Stunden.

Handhabung

Auch die Handhabung ist überaus einfach, das Handbuch gut gemacht, die Montage sehr einfach und der tägliche Gebrauch angenehm komfortabel. Die Ladedauer des Akkus ist im Vergleich mit der Konkurrenz auch recht kurz, 4 Stunden und 30 Minuten benötigt er im Test für eine komplette Füllung.

Haltbarkeit

Am Trelock LS 760 werdet ihr lange Freude haben, denn Korrosions- und Spritzwasserschutz sind sehr gut, auch die mechanische Belastbarkeit des 140 Gramm schweren Frontscheinwerfers ist gut.

Preis-Leistungs-Empfehlung Fahrradbeleuchtung: Cateye GVolt50

Wer einen sehr guten Frontscheinwerfer will, muss zum teuren Testsieger greifen. Jedoch gibt es einige gute Alternativen zu günstigeren Preisen. Der Cateye GVolt50 zum Beispiel fährt die Gesamtnote gut (2,0) ein und kostet nur 37 €. Vor allem im wichtigsten Wertungsbereich "Licht und Sicht" kommt kein anderer Frontscheinwerfer so nah an die teuren Modell heran. Insgesamt zeigt die Preis-Leistungs-Empfehlung bei Fahrradbeleuchtung nur kleine Schwächen in Details.

Bildquelle: Hersteller

Licht und Sicht: Den wichtigsten Wertungsbereich absolviert der Cateye mit guter Bewertung. Der Schnitt von 1,7 deutet es an, die Tendenz geht in Richtung "sehr gut". Im Test leuchtet er weit heller als deklariert. Im Nachttest schafft er eine sehr gute Ausleuchtung von bis zu 45 Metern. Schnelle Fahrer können also auch nachts Gas geben. Außerdem ist die Ausleuchtung vor allem im mittleren Bereich auch schön breit. Im Nahbereich ist sie aber eher einen Tick zu dunkel. Kleines Manko ist die gemessene Leuchtdauer auf höchster Stufe: Nach nur 3:30 Stunden ist Schluss, das können viele andere Leuchten besser.

Handhabung: Die Handhabung ist insgesamt in Ordnung, der Scheinwerfer wiegt nicht einmal 100 Gramm und gehört damit zu den Leichtgewichten im Test. Leider zeigt er nur an, dass der Akku fast leer ist, wie lange ihr noch genau fahren könnt, seht ihr nicht. Die Tester geben an, dass der Cateye etwas fummelig zu laden ist.

Haltbarkeit: Top-Note gibt es dagegen bei der Haltbarkeit, der Cateye Scheinwerfer ist ein Qualitätsprodukt und in dieser Disziplin "sehr gut". Korrosions- und Spritzwasserschutz sind ebenso stark wie die Leistung rund um mechanische Belastbarkeit.

Cateye GVolt 50 HL-EL550G RC Frontlicht

Cateye GVolt 50 HL-EL550G RC Frontlicht

Testsieger Rücklichter: Sigma Blaze

Beim Kauf von Rücklichtern tappen Kunden meist im Dunkeln, denn die Hersteller machen es einem schwer, die Stärken und Schwächen zu erkennen. Wichtige Angaben, etwa zur Lichtstärke, fehlen in der Regel. Immerhin schaffen von sechs Rücklichtern im Test gleich fünf eine gute Bewertung, die Preise liegen im überschaubaren Bereich von 12 bis 27 €. Den Testsieg schnappt sich Sigma Blaze für 20 € mit der Durchschnittsnote 1,7.

Licht und Sicht: Kein anderes Rücklicht ist im wichtigsten Bereich so gut wie der Testsieger. Wer im Dunkeln optimal gesehen werden will, sollte zum Sigma Blaze greifen. Die Leuchtdauer dagegen ist nur in Ordnung, nach 10 Stunden und 50 Minuten ist Schluss. Als Zusatz gibt es eine Bremslichtfunktion.

Handhabung: Die Gebrauchsanleitung ist gut gemacht, ebenso einfach ist die Montage des Rücklichts. Die Tester attestieren außerdem Komfort im alltäglichen Gebrauch. Mit 2 Stunden und 50 Minuten Ladezeit braucht das Sigma Blaze im Vergleich mit der Konkurrenz lang.

Haltbarkeit: In dieser Disziplin zeigt sich der Testsieger von seiner Schokoladenseite. Korrosions- und Spritzwasserschutz sind sehr gut, ebenso die mechanische Belastbarkeit.

Sigma Sport Blaze, Rücklicht mit Bremslichtfunktion

Sigma Sport Blaze, Rücklicht mit Bremslichtfunktion

Fahrradbeleuchtung: So viel bekommt ihr für euer Geld

Der Vergleich vor dem Kauf von Fahrradbeleuchtung lohnt sich vor allem bei Frontscheinwerfern, denn hier ist die Preisspanne breit. Der günstigste Scheinwerfer im Test kostet nur 25 €, der Teuerste satte 143 €.

Die teuren Modelle landen dabei auch eher im vorderen Feld, etwa der Testsieger Trelock mit 99 € oder das Luxus-Modell Ixon Space von Busch + Müller für 143 €.

Aber ihr müsst nicht zwingend viel Geld ausgeben, denn es gibt eine breite Palette an guten Scheinwerfern zu günstigen Preisen, etwa Cateye GoVolt50 für 37 €, der insgesamt eine gute Bewertung hat und speziell bei "Licht und Sicht" nah dran ist an den Premiumprodukten. Auch das günstigste Produkt im Test, der Sigma Aura 35 USB schlägt sich mit der Durchschnittsnote 2,2 gut.

Wichtig ist: Im Vergleich mit dem Testsieger haben die anderen Scheinwerfer zumindest kleine Schwächen. Die solltet ihr kennen. Wenn es sich dabei um Dinge handelt, die euch im Alltag nicht stören, könnt ihr guten Gewissens auch zum günstigeren Produkt greifen.

Bei den Rücklichtern ist das Feld dagegen viel übersichtlicher: Die Preise sind überschaubarer zwischen 12 und 27 € verteilt und fünf von sechs Produkten erhalten eine gute Bewertung. Hier könnt ihr fast blind kaufen.

So testete Stiftung Warentest Fahrradbeleuchtung

Im Test untersuchte Stiftung Warentest 13 Frontscheinwerfer sowie sechs Rücklichter. Alle Modelle sind abnehmbar und kommen mit Akku. Der wichtigste Wertungspunkt "Licht und Sicht" fließt mit 50 Prozent in die Gesamtnote ein. Im Praxistest wurde dabei untersucht, wie gut die Scheinwerfer Wege ausleuchten. Zwei Experten beurteilten die Lichtverteilung auf einem unbeleuchteten Feldweg. In die Bewertung flossen zum Beispiel Breite und Form der beleuchteten Fläche sowie die Gleichmäßigkeit der Ausleuchtung im Fern- und Nahbereich ein.

Fünf erfahrene Radfahrer nahmen zudem die Ausleuchtung im höchsten und niedrigsten Beleuchtungsmodus sowie die seitliche Sichtbarkeit unter die Lupe. Gemessen wurde die Beleuchtungsstärke (Lux). Für die Sichtbarkeit der Rücklichter maßen die Tester dagegen die Lichtstärke (Candela). In der Praxis wurden Erkennbarkeit und seitliche Sichtbarkeit bewertet. Gute Sicht für den Radfahrer ist wichtig, berücksichtigen muss man aber auch, wie gut es die Scheinwerfer schaffen, andere Verkehrsteilnehmer nicht zu blenden.

Auch die Praxiskomponente kommt im Test mit dem Bereich "Handhabung" nicht zu kurz, der 30 % der Wertung ausmacht. Dabei geht es um sinnvoll aufgebaute, vollständige und verständliche Gebrauchsanleitungen, Einfachheit der Montage und wie gut die Lampen zu justieren sind. Im Bereich des täglichen Gebrauchs ging es darum, wie einfach sich die Leuchten aufstecken und abnehmen lassen, ob Beleuchtungsmodi sinnvoll abgestuft und die Lampen gegen unbeabsichtigtes Ein- und Ausschalten gesichert sind. Eine gute Restlaufanzeige brachte auch Punkte, ebenso eine Sensorautomatik.

Beim Haltbarkeitstest prüfte Stiftung Warentest Korrosionsschutz mit 100 Zyklen in einer Salzsprühkammer. Außerdem wurde eine Spritzwasserschutzprüfung sowie eine Stoß- und Fallprüfung durchgeführt.

Die Verlierer im Test

Bei den Rücklichtern gibt es keine Verlierer, fünf von sechs Produkten sind gut, eines befriedigend, außerdem liegen die Preise nah zusammen. Hier könnt ihr ohne großen Vergleich ein Produkt kaufen.

Anders sieht es bei den Frontscheinwerfern aus. Der Testsieger Trelock spielt in einer eigenen Liga und ist das einzige sehr gute Produkt ohne wirkliche Schwäche. Sein Manko ist der vergleichsweise hohe Preis. Die gute Nachricht ist aber, dass es viele gute Scheinwerfer zu günstigen Preisen gibt, aus denen ihr auswählen könnt.

Die Finger solltet ihr aber von zwei Modellen lassen: Die Produkte von XLC und Prophete kassierten beide bei der Haltbarkeit eine saftige Abwertung. Beide überlebten den Falltest nicht. Prophete überstand auch den Spritzwassertest nicht und lief voll Wasser.

Unterschiede bei Frontscheinwerfern

Die getesteten Modelle unterscheiden sich in mehreren Bereichen. Ganz offensichtlich sind die unterschiedlichen Preise von 25 bis 143 €.

Die meisten Modelle kommen mit einer fest montierten Halterung am Fahrrad, die Lampen müsst ihr dann nur aufstecken. Es gibt aber auch Modelle, die fest mit der Halterung verbunden sind. Das hat den Vorteil, dass man die Lichter ohne Probleme auch auf anderen Fahrrädern nutzen kann. Nachteil ist, dass man die Lampen jedes Mal neu ausrichten muss, um andere Verkehrsteilnehmer nicht zu blenden.

Unterschiede gibt es auch bei der Akkulaufzeit: 2:50 Stunden ist der gemessene Minimalwert, die ausdauerndste Lampe hält dagegen fast 7 Stunden durch. Genauso deutlich sind die Unterschiede beim Aufladen, zwei Modelle brauchen über 11 Stunden zum Laden, das ist für Vielfahrer unpraktisch. Recht selten im Test sind Ein-Ausschaltautomatiken sowie Helligkeitsautomatiken anzutreffen, dafür bringen die meisten Scheinwerfer verschiedene Beleuchtungsmodi mit. Die teuren Modelle haben sogar eine Powerbank-Funktion, die sie zu Ladegeräten für Handys oder andere mobile Geräte macht.

Fahrradbeleuchtung kaufen: Darauf solltet ihr achten

Der Online-Kauf nur auf Basis der Datenblätter ist bei Frontscheinwerfern schwierig. Auch wenn sie mit ähnlichen Lux-Werten arbeiten, weichen die Leuchtbilder der Scheinwerfer in der Praxis deutlich voneinander ab. Das liegt unter anderen an einem starken Einfluss der Bauweise. Im Test untersuchte Stiftung Warentest deshalb die Reichweite der Lichtkegel, prüfte wie gut Nah- und Randbereiche erhellt werden und ob sich das Licht gleichmäßig verteilt. Da es hier durchaus größere Unterschiede gibt, solltet ihr auf sehr gute oder zumindest gute Wertungen im Bereich "Licht und Sicht" achten.

Auch auf die Leuchtdauer sowie auf die Ladezeit solltet ihr ein Auge haben. Wer jeden Tag zur Arbeit radelt, muss zumindest einen Scheinwerfer haben, der über Nacht komplett geladen werden kann. Einfache Handhabung ist ein weiterer wichtiger Punkt, schließlich müssen die Scheinwerfer ständig an- und abgesteckt werden. Wenn man dann jedes Mal die Ausrichtung neu erledigen muss, ist das nervig. Modelle mit fester Halterung am Rad sind hier einfacher im Gebrauch. Wenn ihr aber öfter das Rad wechselt, solltet ihr zu einem Modell mit integrierter Halterung greifen.

Fahrradbeleuchtung: Wichtige Begriffe

Beim Kauf von Fahrradbeleuchtung tauchen immer wieder verschiedene Begriffe auf, die ihr kennen solltet.

  • Ein zentraler Wert ist die Beleuchtungsstärke. Sie wird in der Einheit Lux gemessen und gibt an, wie viel Licht zehn Meter vom Scheinwerfer entfernt auf einer Fläche ankommt. Im Test zeigten Modelle mit ähnlichen Lux-Werten aber ganz unterschiedliche Leuchtbilder.
  • Ein zweiter Wert ist der Lichtstrom in der Einheit Lumen. Dabei wird die sichtbare Strahlung einer Lampe in alle Richtungen gemessen. Die Lichtstärke in der Einheit Candela ist bei Rücklichtern wichtig, leider wird sie von Herstellern aber nur selten angegeben. Gemessen wird dabei der Anteil des Lichts, den die Lampe für andere Verkehrsteilnehmer sichtbar abstrahlt.

Tipps für Fahrradbeleuchtung

Eine Fahrradbeleuchtung zum Abnehmen ist nur dann für den Verkehr zugelassen, wenn sie eine K-Nummer trägt. Fehlt die K-Nummer, darf der Scheinwerfer nicht ans Rad. Haltet nach dem Wellenliniensymbol sowie nach einer Nummer Ausschau, die mit "K" beginnt. Auch wenn in der Stadt eine gute Beleuchtungssituation herrscht, bei Dunkelheit, Dämmerung oder schlechter Sicht gibt es eine Lichtpflicht am Rad.

Achtet darauf, dass eure Frontscheinwerfer den Gegenverkehr nicht blenden. Sie müssen 40 bis 120 Zentimeter über dem Boden montiert und richtig ausgerichtet sein. Stirnlampen sind übrigens als Fahrradlampen verboten, auch Blinklichter dürfen nirgends am Fahrrad angebracht werden. Scheinwerfer für Fahrräder dürfen auch mit Tagfahr- und Fernlicht ausgerüstet sein, solange es auch normales Abblendlicht gibt. Rücklichter dürfen eine Bremslichtfunktion haben, die beim Abbremsen kurz heller aufleuchtet.

Fahrradbeleuchtung richtig einstellen

Einfacher ist die Ausrichtung des Rücklichts. Es sollte 25 bis 120 Zentimeter über dem Boden montiert werden und nicht durch Taschen oder Teile der Jacke verdeckt werden. Kniffliger ist die Ausrichtung der Frontscheinwerfer: Stellt das Fahrrad fünf Meter vor einer Wand auf und montiert die Scheinwerfer.

Achtet dabei auf die Mindesthöhe von 40 Zentimetern, maximal sind 1,20 Meter erlaubt. An der Wand in gleicher Höhe eine Markierung anbringen, etwa mit einem Klebeband. Markiert an der Wand auch die halbe Höhe. Schaltet den Scheinwerfer ein und richtet ihn so aus, dass der hellste Punkt auf die untere Markierung trifft. Fällt kein Licht über die obere Markierung, sitzt der Scheinwerfer richtig. Falls nicht, richtet den Scheinwerfer noch einen Tick weiter nach unten.

Fahrradbeleuchtungs-FAQ: Alles Wichtige kurz & knapp

Was ist die beste Fahrradbeleuchtung?

Die beste Fahrradbeleuchtung im Test von Stiftung Warentest ist der Frontscheinwerfer Trelock LS 760 I-Go Vision für 99 €. Er erreicht als einziges Produkt die Note "sehr gut". Bei den Rücklichtern hat das Sigma Blaze für 20 € die Nase vorn.

Welche Fahrradbeleuchtung ist Pflicht?

Bei schlechter Sicht, Dämmerung und Dunkelheit ist eine Fahrradbeleuchtung vorne und hinten Pflicht. Eine Dynamopflicht gibt es aber nicht mehr, es sind auch Leuchten mit Akkus oder Batterien erlaubt. Wichtig: Zugelassen sind nur Scheinwerfer mit K-Nummer.

Gibt es Fahrradbeleuchtung mit USB?

Ja, zum Beispiel den Testsieger Trelock LS 760 I-Go Vision. Er kann auch als Powerbank eingesetzt werden, so könnt ihr unterwegs zum Beispiel euer Handy am Scheinwerfer laden.

Gibt es auch Modelle mit Wechselakku?

Ja, wobei diese Modelle in der Minderheit sind. Im Test hatte nur eines von 13 Frontlichtern einen Wechselakku. Die restlichen Kandidaten haben den Akku fest verbaut.

Bildquelle: Getty Images/FotoTeschi

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