Kaffeevollautomat Test: Die leckersten Latte bei Stiftung Warentest!

Schlürf!

Kaffeevollautomat Test: Die leckersten Latte bei Stiftung Warentest!

In vielen Familien läuft ohne Kaffee nicht viel – umso besser, wenn wir uns Espresso, Latte und Co. schnell selber machen können. Mit Kaffeevollautomaten geht das auf Knopfdruck, heißt: mit Baby auf dem Arm, Kleinkind im Blick und einem Bein in der Arbeitskleidung. Im Kaffeevollautomat Test verrät uns Stiftung Warentest, was die Schätzchen alles schaffen.

Zehn von elf Kaffeevollautomaten im Test von 2019 kochten einen guten Espresso und überzeugten die Prüfer. Denn neben Mechanik und Technik war vor allem auch der Geschmack auf dem Prüfstand. Dafür engagierte Stiftung Warentest mal wieder Profi-Barista und Gastronomie-Trainer Eric Wolf zur blinden Verkostung. Toll: Das Ergebnis kann sich sehen, äh, schmecken lassen!

So hat die Stiftung Warentest getestet

Im Kaffeevollautomat Test 2019 schaute sich Stiftung Warentest sieben Maschinen mit Milchschaumautomatik, zwei mit manuellem und zwei ohne Milchaufschäumer an. Wer bei Letzteren nicht auf seinen Cappuccino verzichten will, dem empfehlen die Tester einen zusätzlichen Milchaufschäumer zu kaufen. So lässt sich viel Geld sparen und man hat trotzdem guten Kaffee in der Tasse. Denn Kaffeevollautomaten sind nicht günstig: Die Preisspanne reicht je nach Art der Funktionen von 1.000 bis knapp 270 ‎€. Im Klartext: Wer gerne Espresso pur trinkt, wird auch im günstigen Segment fündig. Dennoch lag der Fokus klar auf den sieben Alleskönnern: Ihre zahlreichen Funktionen und Kaffee-Optionen sind ja der Grund, warum sich die meisten einen Kaffeevollautomaten kaufen.

Im Fokus der Tester standen neben dem perfekten Espresso und Milchschaum deren optimale Brühtemperatur und eine variable Brühstärke bei der Kaffeezubereitung. Dazu kamen Handhabung, Umweltfreundlichkeit, Sicherheit, Schadstofffreiheit und Ausstattung.

Kaffeevollautomat Test: Die Testsieger im Überblick

Unterteilt wurden die Kaffeevollautomaten in drei Kategorien. Allen voran schnitt der Schweizer Vollautomat mit Milchschaumautomatik von Jura ENA 8 mit Note 1,9 ab (Saturn, ca. 950 ‎€): Espresso, Milchschaum und Schnelligkeit überzeugten die Tester im Handumdrehen.

Auf dem zweiten Platz und mit dem besten Espresso im Test landete auch kein Italiener, sondern die westfälische Melitta Caffeo Barista TS (ca. 840 ‎€, Amazon).

Platz 3 mit Note 2,2 ging aber an einen Italiener, den italienischen Delonghi-Kaffeevollautomaten: Die De'Longhi Dinamica Plus ECAM 370.85.B (ca. 800 ‎€, Media Markt) lag in der Kategorie Schadstoffe mit 1,0 ganz vorn und auch der heiße Espresso überzeugte die Tester.

Ebenfalls auf den dritten Platz schaffte es der Testsieger der Kaffeeautomaten mit manueller Milchschaumdüse: Der Philips EP2220-10-Panarello (ca. 310 ‎€, Media Markt).

Kaffeevollautomat Test: Die Testsieger im Detail

Bester Kaffeevollautomat: Jura ENA 8

Der schnellste und einer der besten Espressi im Test kam von der Jura ENA 8, hier für ca.  950 ‎€ bei Saturn. Auf dem großen Display zur Wahl stehen acht Kaffeespezialitäten, Mahrgrad und Stärke lassen sich zusätzlich anpassen. Auch die Reinigungsfunktion und somit die Hygiene schnitten im Vergleich zu anderen Kaffeemaschinen gut ab. Wichtig: Der Milchschlauch muss regelmäßig gewechselt werden. Den passenden Milchschlauch findet ihr z. B. bei Amazon für knapp 10 €.  Achtung: Es gibt auch günstigere No-Name-Schläuche, diese sind aber oft zu lang.

Bester Espresso im Test: Melitta Caffeo Barista TS

Auf Platz 2 mit Note 2,0 kochte die Melitta Caffeo Barista TS, für ca. 840 ‎€ über Amazon, den besten Espresso. Für die perfekte Crema braucht sie dafür aber etwas länger. Weitere tollen Eigenschaften sind 22 (!) Kaffeerezepte und ein zweiter Bohnenbehälter, in dem eine weitere Bohnensorte Platz findet.

Platz 3: De'Longhi Dinamica Plus ECAM370.85.B

Der Preis für den geschmeidigsten Milchschaum im Vergleich der Kaffeevollautomaten ging an die De'Longhi Dinamica Plus ECAM 370.85.B, hier für ca. 800 ‎€ bei Media Markt zu haben.

Auch der Espresso fließt schnell und von Anfang an heiß, das ist bei einigen Produkten nicht der Fall. Neben jeder Menge Kaffeerezepte könnt ihr zur Abwechslung auch eine große Kanne Kaffee kochen. Die Tester waren auch vom übersichtlichen Menü und leichten Betrieb überzeugt.

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Kaffeevollautomat mit Milchaufschäumer: Selber machen spart Geld

Der beste Kaffeevollautomat passt voll und ganz zu euren Bedürfnissen: Wer wenig Zeit und Hände frei hat, investiert am besten in eine vollautomatische Espressomaschine. So habt ihr mit einem Knopfdruck euren Espresso, Latte macchiato oder Cappuccino in der Tasse. Das selber aufschäumen spart dagegen richtig Geld, braucht aber ein klein wenig Übung und Konzentration. Dafür habt ihr es in der Hand, wie fein euer Schaum am Ende wird. Puristen, die sich einfach nur einen frisch gemahlenen Espresso wünschen, setzen auf einen minimalistischen Kaffeevollautomaten ohne Aufschäumfunktion.

Mahlgrad und Kaffeestärke: Koffeingehalt und Aroma anpassen

Der Mahlgrad lässt sich bei allen Kaffeevollautomaten einstellen. Je feiner der Mahlgrad, desto kräftiger wird euer Espresso im Geschmack. Ausprobieren lohnt sich! Dafür lässt nicht bei allen Modellen zusätzlich die Kaffeestärke regulieren. Je höher die Einstellung der Kaffeestärke, umso mehr Kaffeepulver wird pro Espresso gemahlen.

Reinigung: Je leichter, desto besser

Gute Hygiene ist bei Kaffeevollautomaten sehr wichtig. Dabei hat man die schmutzigen Zwischenschritte weniger im Auge hat als im Vergleich zu manuellen Espressomaschinen. Denn diese spielen sich im Inneren der Maschine ab und sorgen für Verunreinigungen. Einfach ist es, wenn die Maschine über ein integriertes Reinigungsprogramm verfügt. Die Brüheinheit sollte am besten regelmäßig gespült werden. Die Tropfschale muss manuell und am besten täglich gereinigt werden: Hier setzen sich schnell Kaffee- und Milchreste fest, die Keime bilden. Auch der Innenbehälter muss öfter gesäubert werden, der passierende gemahlene Kaffee lagert sich bei einigen Modellen sehr stark ab.

Display und Bedienung: Mehr ist oft mehr!

Nicht alle Kaffeevollautomaten im Test überzeugten mit leichter Handhabung: Ein großes Display hilft, alle Funktionen schnell zu erkennen und auszuwählen. Nervig kann es dann aber werden, wenn man sich durch mehrere Optionen durchklicken muss. Minimalistische Kaffeeautomaten mit vielen Knöpfen hingegen bedeuten auch viel Gedrücke. Wer gerne doppelte Shots trinkt, profitiert von einem doppelten Brühkopf. So können beide Espressi gleichzeitig statt nacheinander gebrüht werden. Lebenswichtig ist die Funktion (zumindest für die meisten von uns) natürlich nicht.

Kaffeevollautomaten sind toll für alle, die mehrmals täglich einen Kaffeeschub brauchen und es so einfach wie möglich wollen. Besonders für Büros sind sie ideal. Der Geschmack eures Kaffees ist hier vorhersehbar und konstant. Der vergleichbar hohe Preis und Reinigungsaufwand lohnt sich aber nicht unbedingt für kleine Haushalte und sporadische Kaffeetrinker. So schmecken die Bohnen weniger frisch, wenn sie länger im Behälter liegen und der Reinigungsaufwand pro Anwendung ist höher. Aber ein leckerer Cappuccino per Knopfdruck? In vielen Momenten einfach unbezahlbar.

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Jennifer Kober
Das sagtJennifer Kober:

Mein Fazit

Ich selbst bin schon immer überzeugter Fan manueller Espressomaschinen und brühe und schäume mehrmals täglich selber. Ich liebe es, die volle Kontrolle über Stärke des Espressos und Sämigkeit des Milchschaums zu haben und die Reinigung ist in unter einer Minute erledigt. Ein Nachteil ist, dass ich als Mama natürlich nicht immer beide Hände zur Verfügung habe, selbst für die zwei Minuten, die mein Latte auch hier nur braucht. Für die wöchentliche Reinigungsoffensive bräuchte ich die Hände aber auch ;-) Mein Spezialtipp: Baby-Cino für die Kleinsten: Einfach etwas extra Milch aufschäumen und fertig! Dafür warten auch Kleinkinder mal ein paar Minuten, bis Mama mit dem Kaffee fertig ist.

Bildquelle: Getty Images/Mladen Zivkovic, Saturn, Amazon.de, Media Markt, Media Markt

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