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Läusemittel-Test: Diese 3 Mittel empfiehlt Stiftung Warentest

Läusemittel-Test: Diese 3 Mittel empfiehlt Stiftung Warentest

Gegen Kopfläuse

Kopfläuse lieben Kinderköpfe! Wenn die Kleinen welche mitbringen, muss man sich nicht schämen. Mit dem richtigen Läusemittel und einem Läusekamm sind die Läuse bald wieder verschwunden. Stiftung Warentest hat im Läusemittel-Test zwölf Lösungen, Shampoos und Sprays geprüft.

Als Erstes möchten wir mit einem Mythos aufräumen: Kopfläuse haben nichts mit mangelnder Hygiene zu tun. Sie krabbeln genauso gern auf gewaschene wie ungewaschene Köpfe. Ihr müsst euch also kein bisschen schämen, wenn euer Nachwuchs mit einem Läusekopf aus der Kita oder der Schule kommt und ihr in der Apotheke nach einem Läusemittel fragen müsst. Wichtig ist jedoch, dass man die kleinen Biester nicht ignoriert, denn unbehandelt wird man sie nicht wieder los – und verteilt sie zudem fröhlich weiter. Denn weil Kinder beim Spielen oft die Köpfe zusammenstecken, passiert das besonders schnell.

Läusemittel-Test von Stiftung Warentest: Die Hälfte überzeugt

Läuse kann man entweder mit Shampoo, Lösungen oder Sprays abtöten. Wichtig ist, dass man die Läuse und Eier, die sie schon gelegt haben, mit einem speziellen Läuse- oder Nissenkamm auskämmt – er ist so engmaschig, dass ihm nichts entgeht.

In der 'Test'-Ausgabe 09/2018 stellte Stiftung Warentest zwölf geprüfte Läusemittel vor. Sechs davon schätzten die Tester*innen als empfehlenswert ein – drei als uneingeschränkt „geeignet“, drei weitere als „auch geeignet“. Die drei Testsieger Dimet 20, EtoPril und Jacutin Pedicul Fluid (alle in der Apotheke erhältlich) setzen auf dieselbe physikalische Wirkungsweise, indem sie die Läuse einfach mit Öl ersticken; von den drei anderen Mitteln, die Stiftung Warentest als „auch geeignet“ einstufte, wirken zwei chemisch als Insektengift und eines ebenfalls physikalisch.

Hier die 3 Testsieger im Überblick:

Mittel Einwirkungszeit Mindestalter des Kindes* Preis (100 ml)
Dimet 20 20 Minuten 6 Monate ca. 21 €
EtoPril über Nacht 6 Monate ca. 14,50 €
Jacutin Pedicul Fluid 10 Minuten ab Geburt einsetzbar ca. 12,50 €
* laut Stiftung Warentest

Die 3 Testsieger im Läusemittel-Test im Detail

Die Top Drei arbeiten alle mit Öl, das die Läuse erstickt – die Effektivität dieser Methode wurde in diversen Studien belegt.

Dimet 20

Dimet 20

Das synthetische Öl Dimeticon bildet einen Film, der den Läusen die Luft zum Atmen nimmt und auch Nissen abtötet. Außerdem enthält Dimet 20 den Laurylakohol Dodecanol, welcher die Wirkung verstärken soll. Dimet 20 kann ab einem Alter von sechs Monaten zum Einsatz kommen und muss 20 Minuten einwirken.
Dimet 20 ist für ca. 21 € bei Shop Apotheke erhältlich.

Dimet® 20
Dimet® 20

EtoPril

EtoPril

Dieses Läusemittel arbeitet ebenfalls mit dem synthetischen Öl Dimeticon, das die Läuse erstickt. Kinder ab sechs Monaten können damit behandelt werden. Die Lösung sollte acht Stunden oder länger, zum Beispiel über Nacht auf dem Kopf bleiben. Das ist praktisch, denn das Mittel kann dann morgens einfach ausgespült werden.
EtoPril ist für ca. 14,50 € bei Shop Apotheke erhältlich.

EtoPril®
EtoPril®

Jacutin Pedicul Fluid

Jacutin Pedicul Fluid

Dieses Mittel arbeitet ebenfalls mit Dimeticon und ist als einziges der getesteten Mittel schon bei Babys ab der Geburt einsetzbar. Mit einer Einwirkzeit von nur zehn Minuten wirkt es besonders fix. Jacutin Pedicul Fluid ist mit Nissenkamm für ca. 12,50 € bei Shop Apotheke erhältlich.

Jacutin® Pedicul Fluid
Jacutin® Pedicul Fluid

Um alle Informationen über die getesteten Mittel genauer nachzulesen, könnt ihr den gesamten Läusemittel-Test aus 'Test' 09/2018 herunterladen; neben den genauen Testergebenissen enthält er weitere Infos zur Kopflaus und ihrer Bekämpfung.

familie.de rät: Öl hilft gegen Kopfläuse

Öle gelten als besonders effektiv beim Kampf gegen Kopfläuse, das zeigen viele wissenschaftliche Studien. Damit das Hausmittel gegen Läuse der Wahl wirkt, sollte man es nicht zu sparsam auftragen. Weil das Öl, das auch bei den Testsiegern zum Einsatz kommt, leicht entflammbar ist, muss man unbedingt darauf achten, dass behandelte Kinder nicht in die Nähe von Flammen, ob Kerzen oder Gasherd, kommen.

Mit dem Läusekamm werden Läuse und Läuseeier, die man auch Nissen nennt, ausgekämmt. Man sollte mit der Behandlung nicht zu früh aufhören, weil sonst immer wieder Nachwuchs schlüpfen und den Kopf erneut besiedeln kann. Mit dem Läusekamm kann man auch prüfen, ob noch etwas zu finden ist.

NYDA® Kamm
NYDA® Kamm

Die Krankenkassen zahlen die Mittel in der Regel, wenn sie vom Kinderarzt verordnet wurden. Zu dem müssen betroffene Kinder meist ohnehin, denn Schulen und Kitas verlangen oft ein Attest, dass das Kind läusefrei ist.

Bildquelle: Getty Images/YSach

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