Krabbelgruppe & Co.: Spieltreffen für Babys und Eltern

In Eltern-Kind-Gruppen lernen nicht nur die Kinder, sondern auch die Eltern. Wie beide von diesen Spieltreffen profitieren können.


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Mütter in einer Krabbelgruppe


© Thinkstock
Kinder brauchen Anregung und Bewegung, Eltern brauchen den Austausch mit Gleichgesinnten. Und was eignet sich besser dafür, als regelmäßige Treffen in Krabbel- und Spielgruppen? Wie gut, dass es auf lokaler Ebene in der Regel eine bunte Vielfalt von

• Krabbelgruppen,
• betreuten Spielgruppen,
• PEKiP-Gruppen und
• Sportgruppen

gibt. Angeboten werden diese Gruppen von privaten Institutionen, Vereinen, Kirchen oder den Kommunen. Da stellt sich die Frage: Welche Gruppe ist für mich und mein Kind die richtige? Wir stellen die verschiedenen Gruppen vor.

Krabbelgruppe


Gerade Ersteltern kennen das Gefühl, nur noch im eigenen Saft zu schmoren – viele private Kontakte brechen weg, einfach weil die Pflege des Babys so viel Zeit und Energie braucht. Und gleichzeitig plagt sie die Sorge, sie würden dabei nicht alles richtig machen. In der Krabbelgruppe trifft man auf Leute mit genau denselben Sorgen. Als Forum für den Austausch und zum Knüpfen neuer Kontakte sind solche Gruppen für die Eltern daher sogar fast noch wichtiger als für die Kinder. Obwohl auch die Kleinen schon versuchen, Kontakte zu knüpfen.

Verschiedene Modelle, Ablauf und Kosten einer Krabbelgruppe

Es gibt zwei Modelle von Krabbelgruppen: Die betreute und die freie Gruppe. In der betreuten Krabbelgruppe gibt es einen Leiter oder eine Leiterin, die den Ablauf bestimmt. Meistens wird zur Begrüßung und Verabschiedung gemeinsam gesungen und es wird gemeinsam gespielt, insbesondere Fingerspiele und Bewegungsspiele. Dazu werden bestimmte Themen besprochen, zum Beispiel werden Tipps für das Durchschlafen oder zur Babyerziehung gegeben. In den Gruppenleitern, die meist eine pädagogische Ausbildung haben, haben die Eltern einen kompetenten Ansprechpartner für Ihre Fragen. Nach den festen Ritualen und dem geplanten Aktivitäten gibt es dann meist noch eine freie Spielzeit, in der sich die Mütter und Kinder ohne Anleitung beschäftigen und mit anderen austauschen können.


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In der freien Krabbelgruppe treffen sich die Eltern ganz ungezwungen in einem großen Spielraum. Während die Kinder spielen, tauscht man sich aus und trinkt einen Kaffee. Oftmals wird dabei auch das eine oder andere Ritual begangen, wie zum Beispiel das gemeinsame Singen.

Eine Krabbelstunde kann zwischen anderthalb und zwei Stunden dauern und kostet je nach Einrichtung zwischen 10 und 20 Euro. Geht die Krabbelgruppe auf eine private Initiative zurück, können die Kosten aber auch höher sein.

Was Babys in Krabbelgruppe lernen


Die meisten Krabbelgruppen richten sich an Eltern mit Babys ab ca. sechs Monaten (bis ca. zwei Jahre), denn in diesem Alter beginnen die Kinder, mobil zu werden, also zu robben und zu krabbeln. Das erweitert ihren Aktionsradius enorm und weckt in ihnen eine große Neugier auf ihre Umgebung und auf andere Kinder. Zwar können sie in dem Alter noch nicht wirklich mit anderen Kindern spielen, aber sie beobachten sie fasziniert und ahmen früher oder später ihre Handlungen nach. Ziehen sich Gleichaltrige oder etwas ältere Kinder zum Beispiel schon zum Stehen an Möbel hoch, werden sie dieses Verhalten wohl bald nachmachen.


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Babys und Kleinkinder profitieren davon, wenn sie schon früh mit Gleichaltrigen in Kontakt kommen. Was sie dabei lernen.


Zudem lernen Babys in Krabbelgruppen die ersten Regeln im Umgang mit anderen. Ihr Sozialverhalten wird also geschult. Und es scheint, als würden Babys und Kleinkinder, die schon früh und häufig mit anderen Kindern zusammen sind, schneller die Bedeutung von „dein“ und „mein“ erlernen als Kinder, die erst in der Kita regelmäßig auf andere Kinder treffen.

Der regelmäßige Kontakt mit anderen Kindern stärkt auch das Immunsystem der Babys, da es häufig mit Bakterien und Erregern in Kontakt kommt und so trainiert wird. Zuletzt regen die Abwechslung vom Alltag zu Hause, die anderen Kinder und die vielen neuen Reize die geistige Entwicklung des Babys an.

Wie Eltern von Krabbelgruppen profitieren

Entwickelt sich mein Kind richtig? Sollte es jetzt nicht schon langsam laufen können? Und ist es normal, dass es nicht auf allen Vieren krabbelt, sondern stattdessen auf dem Po vorwärts rutscht? Das sind einige beispielhafte Fragen, die vielen (Erst-)Eltern durch den Kopf gehen. Und das regelmäßige Treffen mit anderen Eltern bietet die Möglichkeit zum Austausch. Da bespricht man Sorgen und Fragen, gibt Erfahrungen und Tipps weiter. Da sieht man zum Beispiel auch mit eigenen Augen, dass viele Kinder ihre ganz eigenen Fortbewegungsarten haben oder trotz gleichen Alters auf unterschiedlichen Entwicklungsständen sind. Eine solche Erkenntnis kann gerade für nervöse Erst-Eltern eine wahre Erleichterung sein.

Zudem werden Eltern in Krabbelgruppen sensibilisiert, sich Zeit für Ihr Kind zu nehmen, seine Signale richtig zu deuten und viel mit ihm zu sprechen.

Nicht zuletzt bieten Krabbelgruppen auch für Eltern, insbesondere für die Mütter eine willkommene Abwechslung vom alleinigen Alltag mit Baby. Sie lernen andere Mütter kennen, die die gleichen Sorgen und Ängste haben und so beginnen in Krabbelgruppen nicht selten richtig gute Freundschaften.




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