Baby-Erkältung: Bis zu zehn Infekte pro Jahr

Oh nein, das Kleine hat’s erwischt: Die Nase läuft, es hustet und es ist unzufrieden mit sich und der Welt. Aber keine Sorge, eine Erkältung beim Baby ist meistens nicht schlimm und tritt sogar ziemlich häufig auf. So helfen Sie Ihrem erkälteten Baby.


(0)

Melden Sie sich in unserer Community an, um Beiträge zu Ihren Favoriten hinzuzufügen.

Jetzt anmelden

Babys sind anfällig für Erkältungen


Eine Erkältung ist schon für uns Erwachsene alles andere als angenehm: Wir fühlen uns schlapp, haben Schmerzen, sind wehleidig und im Prinzip zu nichts zu gebrauchen. Kein Wunder, dass es uns Eltern in der Seele wehtut, wenn schon unser jüngster Nachwuchs plötzlich mit einer lästigen Schnupfennase und Husten zu kämpfen hat. Dabei ist eine Erkältung beim Baby etwas völlig Normales. Bis zu zehn Infekte pro Jahr können Kinder in den ersten zwei Lebensjahren durchmachen.

Baby Erkältung: Wenn die Kleinsten Schnupfen und Halsweh haben


© iStock
Denn: Lässt der Nestschutz nach, haben Säuglinge den über 200 bekannten Erkältungsviren kaum etwas entgegenzusetzen. Ihr Immunsystem muss sich erst noch entwickeln und Abwehrstoffe gegen die unerwünschten Krankheitserreger bilden. Deshalb sind Babys zunächst besonders anfällig für Erkältungsviren, die sich durch Tröpfchen- und Schmierinfektion übertragen. Meist erwischt es die Kleinen zum ersten Mal zwischen dem 3. und 6. Lebensmonat, wenn sie mobiler werden und sich alles Mögliche in den Mund stecken (Stichwort "Orale Phase").

Vorbeugen können Sie einer Erkältung nur bedingt. Achten Sie in hohem Maße auf Hygiene und waschen Sie sich häufig die Hände. Lassen Sie Ihr Kind so gut es geht nicht in Kontakt mit Erkrankten kommen und ermahnen Sie kränkelnde Geschwisterkinder, dem Baby für ein paar Tage nicht zu nahe zu kommen.

Doch dem Ganzen können Sie auch etwas Positives abgewinnen: Jeder grippale Infekt trainiert das Immunsystem und stärkt die Abwehrkräfte Ihres Kindes. 


Symptome einer Erkältung beim Baby

Ein erkältetes Baby erkennen Sie vor allem an den typischen Erkältungs-Symptomen: Husten, Schnupfen, Niesen und allgemeines Unwohlsein. Eventuell sind die Lymphknoten am Hals, im Nacken, hinter den Ohren und unter den Achseln geschwollen. Auch leichtes Fieber ist häufig Begleiterscheinung einer Erkältung beim Baby.

Ihr Baby ist sicher auch sehr quengelig und weint viel. Kein Wunder, denn ihm macht eine verstopfte Nase noch mehr zu schaffen als uns Erwachsenen. Säuglinge können noch nicht durch den Mund atmen, sondern sind auf die Nasenatmung angewiesen. Schwellen die Nasenschleimhäute an und sondern vermehrt Sekret ab, verengt das die ohnehin schon engen Atemwege zusätzlich. Das macht das Atmen und Trinken beschwerlich.

Bei kleinen Kindern kommt es schon mal vor, dass die Viren vom Rachen in die Ohren wandern und dort Ohrenschmerzen, im schlimmsten Fall eine Mittelohrentzündung hervorrufen. Weitere Komplikationen einer Erkältung sind eine Nasennebenhöhlenentzündung, eine Bronchitis oder eine Lungenentzündung. Doch keine Angst, das sind nur die schlimmsten Fälle! Wenn Sie bei einer sich anbahnenden Erkältung Ihres Babys rechtzeitig handeln, dann wird es die Erkrankung nach sieben bis zehn Tagen ganz sicher gut überstanden haben.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Diese Hausmittel helfen dem erkälteten Baby




mehr zum Thema
Erkältung Leben mit Baby Säugling Krankheiten
Artikel kommentieren
Login