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Schneller Linderung

Husten beim Baby: Woher er kommt und was du tun kannst

© Getty Images/milorad kravic
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Husten ist ein wichtiger Schutzreflex, der die Atemwege befreien soll. Warum Husten bei Babys und Kleinkindern keine Seltenheit ist und welche Maßnahmen den Kleinen bei starkem Husten helfen können.

Wenn das Baby Husten bekommt

Husten bei Babys und Kleinkindern kommt recht häufig vor und ist in den meisten Fällen harmlos. Das schnelle und starke Ausstoßen der Luft beim Husten soll dafür sorgen, dass die Atemwege von Fremdkörpern und Sekret befreit werden. Hat sich euer Kind also zum Beispiel beim Essen verschluckt, wird die Nahrung durch das Husten wieder aus der Luftröhre nach oben gefördert. Vermehrtes Sekret, welches die Atemwege belegen kann, entsteht dagegen vor allem bei Erkrankungen.

Husten als Symptom für Krankheiten

Das Immunsystem von Babys und Kleinkindern muss sich erst noch entwickeln. Deshalb sind die Kleinen leider sehr anfällig für virale und bakterielle Infekte wie zum Beispiel Erkältungen. Im Zuge dieser Erkrankungen produziert der Körper vermehrt Sekret, um die Krankheitserreger auszuspülen. Dieser Schleim legt sich dann auf die Atemwege und muss abgehustet werden. Wenn ein Baby husten muss, hält es also nicht nur die Atemwege frei, sondern befördert auch Keime aus dem Körper.

Tipps, um Husten beim Baby zu lindern

Husten ist also wichtig und sollte deshalb nicht per se unterdrückt werden. Aber häufiges und anhaltendes Husten raubt den Kindern Kraft und Schlaf. Daher kannst du deinem Baby helfen, abzuhusten um besser atmen zu können.

  • Viel trinken: Achte darauf, dass dein Baby besonders viel trinkt, denn das verflüssigt nicht nur den Schleim, sodass er besser abgehustet werden kann, sondern befeuchtet auch die Schleimhäute. Besonders wohltuend bei einer Erkältung ist zum Beispiel Holundertee: Dafür einen Teelöffel Blüten mit 0,2 l siedend heißem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen und auf Trinktemperatur abgekühlt mit dem Fläschchen geben. Auch Fencheltee* eignet sich bei Husten. Babys, die noch gestillt werden, können dann gern öfter die Brust bekommen.
  • Frische Luft: Viel frische Luft tut bei Husten gut. Wenn dein Kind also kein Fieber hat, dann packe es warm ein und geh mit ihm regelmäßig spazieren. Es stimmt nicht, dass ein Baby, das hustet nicht nach draußen sollte.
  • Feuchtigkeit: Sorge für höhere Luftfeuchtigkeit im Babyzimmer: Einfach nasse Tücher in Nähe des Bettchens aufhängen oder den Wäscheständer mit feuchter Wäsche ins Kinderzimmer rücken. Eltern können die kleinen Patienten auch mit ins Bad nehmen, den Heißwasserhahn aufdrehen und eine Viertelstunde in der feuchtwarmen Luft des selbst errichteten Dampfbades bleiben. Vorsicht ist bei elektronischen Luftbefeuchtern angesagt, denn die können im Zweifel die Krankheitserreger zusätzlich im Raum verteilen. Achte bei diesen Geräten also unbedingt auf Qualität und penible Hygiene. Ein gutes Modell, welches wir dir empfehlen können ist der Luftbefeuchter von InnoBeta (bei Amazon, ca. 50 Euro).
  • Inhalieren: Das Beste bei Husten ist es, heißen Wasserdampf mit etwas Kamille oder Pfefferminze zu inhalieren. Da Babys das noch nicht können, könnt ihr einen Inhalator bzw. Vernebler besorgen und diesen neben das Bettchen oder euer Familienbett stellen. Er sorgt ebenfalls dafür, dass feine Wassertröpfchen verteilt werden, die dafür sorgen, dass die Luft befeuchtet wird und das Baby besser atmen kann.
  • Spezielle Lagerung: Damit die Kleinen besser schlafen können, schieb ein flaches Kissen oder ein zusammengefaltetes Handtuch unter die Matratze des Kinderbetts. So liegt das Köpfchen höher. Das Baby kann leichter abhusten und bekommt besser Luft.
  • Quarkwickel: Dieses Hausmittel eignet sich für Babys ab sechs Monaten. Erwärme ca. 50 bis 100 Gramm Magerquark im Wasserbad auf Körpertemperatur. Gebe ihn dann auf ein Baumwolltuch und lass das Ganze abtropfen. Jetzt verteilst du den Quark auf einem weiteren Baumwolltuch, faltest es zusammen und hältst es zum Beispiel mit einer Wärmflasche warm. Nun legst du das Quark-Tuch auf die Brust deines Babys. Damit dein Kleines nicht friert, deckst du es mit Handtüchern und einer Decke zu. Der Quark sollte jetzt mindestens 20 Minuten einwirken. Er wirkt entkrampfend, schleimlösend, hustenstillend und abschwellend.
  • Hustensäfte und Medikamente: Bitte nur in Absprache mit dem Kinderarzt! Für Babys und Kleinkinder gibt es in der Apotheke spezielle Hustensäfte, da Kinder auf bestimmte Kräuter und Zusammensetzungen empfindlicher reagieren als Erwachsene. Deshalb solltest du dein Baby auch nicht mit ätherischen Ölen behandeln. Diese Hustensäfte sind zwar auch für Kinder geeignet, ob du sie deinem Baby geben kannst, fragst du am besten die Kinderärztin:
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Für alle die Alternativmedizin bevorzugen oder sie zusätzlich einsetzen möchten, findest du hier die Globulis (meist im Bereich von ca. 8 Euro) gegen die speziellen Hustenarten aufgelistet:

  1. Trockener Husten: Belladonna, Bryonia, Causticum, Drosera, Phosphorus, Rumex, Spongia
  2. Feuchter/Rasselnder/Lockerer Husten: Antimonium tartaricum, Hepar sulfuris, Ipecauanha, Pulsatilla
  3. Krupphusten: Aconitum, Spongia, Hepar sulfuris

Bei Kindern ist eine D6 Potenz zu empfehlen oder D12 bei akuten Krankheiten geeignet, die Dosierung C200 solltet zuvor mit einem Homöopathen abgesprochen werden.

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Wann sollte man mit einem hustenden Baby zum Arzt?

Hat der Husten deines Babys keine ernsteren Ursachen, geht er nach einigen Tagen von allein wieder weg. Um aber sicher zu gehen, dass es sich nicht zum Beispiel um Asthma, Bronchitis oder (Pseudo-)Krupp handelt, solltest du auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen. Vor allem wenn dein Kind länger als zwei Tage tagsüber und nachts hustet oder Fieber und andere Symptome dazukommen.

Eine Kinderärztin solltest du sofort aufsuchen, wenn dein Baby beim Husten Anzeichen von Atemnot zeigt (ziehendes Geräusch beim Einatmen, graue Haut, blaue Lippen), blutigen Auswurf hat und sich sein Allgemeinzustand verschlechtert.

Übrigens: Da der Schließmechanismus des Magens bei Babys und Kleinkindern noch nicht voll ausgebildet ist, würgen und erbrechen sie bei starken Hustenanfällen manchmal. Das ist nicht ungewöhnlich und bedarf nicht sofort einer ärztlichen Untersuchung. Erbricht sich das Kind aber über einen längeren Zeitraum hinweg häufig beim Husten, solltest du es vom Kinderarzt auf Keuchhusten untersuchen lassen.

Im Laufe der Zeit wird dein Baby einige Kinderkrankheiten durchmachen (müssen). Nicht jede davon muss euch auch treffen, aber es hilft euch als Eltern darauf vorbereitet zu sein und die Symptome zu kennen:

7 Kinderkrankheiten, die man kennen sollte Abonniere uns
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