Sommergrippe: Ansteckung & Auslöser der Krankheit

Eine Erkältung im Sommer? Das kommt leider häufig vor, besonders Kinder sind davon betroffen. Wie man einer Sommergrippe vorbeugt, sie richtig behandelt und das Immunsystem der Kinder im Sommer stärkt.


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Grippe im Sommer?


Das ist möglich, kommt auch hin und wieder vor. Aber die meisten Erkältungen im Sommer, welche landläufig als „Sommergrippe“ bezeichnet werden, haben mir der echten Grippe nichts zu tun. Diese wird von Influenza-Viren hervorgerufen und man kann sich dagegen impfen lassen kann. Gegen die Sommergrippe gibt es aber keine Impfung, denn sie wird durch ganz andere Viren ausgelöst.

Winter-Viren vs. Sommer-Viren?


Sommergrippe: Mädchen putzt sich die Nase


© Thinkstock
Typisch für die verschiedenen Erkältungsviren ist, dass jeder Typ gewisse Umgebungsbedingungen braucht, um sich zu verbreiten. Deshalb gibt es im Sommer andere Viren als im Herbst oder Winter. So führt vor allem die Infektion mit Entero-, Coxsackie- und Echoviren, die an warme Temperaturen angepasst sind, zur Erkrankung an der Sommergrippe.

Übrigens: Auch beim Urlaub in anderen Ländern lauern weitere, unserem Immunsystem unbekannte Krankheitserreger. Die haben es umso leichter, den Körper anzugreifen, wenn dieser z.B. durch ungewohntes Essen oder eine Magen-Darm-Verstimmung geschwächt ist. Einige Krankheitserreger lieben vor allem ein feucht-warmes Klima – das Infektionsrisiko in wärmeren Ländern kann also größer sein.

Warum der Name Sommergrippe, wenn es doch nur eine Erkältung ist?

Der Name Sommergrippe ist eigentlich irreführend, sein Zustandekommen lässt sich aber leicht erklären. Erkältungskrankheiten werden wegen der Betroffenheit der Atemwege oft auch „grippale Infektionen“  genannt, weshalb es zu dem Begriff Sommergrippe kam.

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Die typischen Sommergrippe-Symptome

Die Sommergrippe geht mit ganz normalen Erkältungssymptomen einher, also vor allem mit:

•    Husten
•    Schnupfen
•    Hals-, Ohren- und Kopfschmerzen
•    Gliederschmerzen
•    erhöhte Temperatur, evtl. Fieber und Schüttelfrost
•    bei Kindern häufig auch Bindehautentzündung

Die Sommergrippe-Viren können zudem Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall und Erbrechen auslösen. Außerdem schwächen die Sommergrippe-Symptome das Immunsystem zusätzlich, sodass auch Bakterien leichter in den Körper eindringen können und die Gefahr für sogenannte Sekundärinfektionen, wie eine Nebenhöhlen- oder Lungenentzündung, steigt.

Was ist der Unterschied zur Influenza?

Im Unterschied zur „echten“ Grippe verschlimmern sich die Symptome der Sommergrippe nur langsam. Dazu nimmt die Krankheit einen insgesamt milderen Verlauf als die Influenza und sollte schon nach ein bis drei Tagen von selbst wieder abgeklungen sein.
Übertragung der Sommergrippe-Viren
Die Sommergrippe-Viren werden auf zwei Wegen übertragen: per Tröpfchen- und per Schmierinfektion.

Übertragung per Tröpfcheninfektion

Die Sommergrippe-Viren werden vor allem über die sogenannte Tröpfcheninfektion beim Sprechen, Atmen, Husten und Niesen übertragen. Häufig kommt unser Immunsystem mit dieser Art von Viren-Bedrohung gut klar und kann eine Einnistung und Vermehrung der Krankheitserreger verhindern. Ist das Immunsystem aber geschwächt, hat der Körper den Viren nur noch wenig entgegenzusetzen. Die Folge: Wir werden krank. 

Übertragung per Schmierinfektion

Dazu kommt, dass die Sommergrippe auch über Schmierinfektion durch fäkale Verunreinigungen übertragen wird. Deshalb kommt es bei einer Erkrankung oft auch zu Magen-Darm-Beschwerden.
Ansteckungsgefahr der Sommergrippe
Die Ansteckungsgefahr ist durch die beiden Übertragungswege durch anhusten und anniesen sehr hoch. Auch die eigenen Hände, die nach einer Berührung mit Sekreten Erkrankter – etwa an Türklinken, Geländern, Telefonhörern – die eigenen Schleimhäute berühren, sich z.B. in Auge oder Mund fassen, können anstecken.

Ansteckungsgefahr lauert also immer dort, wo viele Menschen aufeinandertreffen. Dazu zählen neben den öffentlichen Verkehrsmitteln, dem Büro oder Veranstaltungen vor allem das Schwimmbad und der Spielplatz. Besonders Kinder sind gefährdet, sind sie im Kindergarten oder in der Freizeit ja fast ständig von vielen Menschen umgeben. Dazu kommt, dass das Immunsystem der Kinder noch nicht voll ausgereift und angreifbarer ist, als das von Erwachsenen.

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➤ Lesen Sie auf der nächsten Seite, was Sie gegen die Sommergrippe tun können und wie Sie sich und Ihre Familie vor einer Erkrankung schützen können.





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Kommentare
  • MissLangstrumpf

    Ärgerlich so eine Sommergrippe. Lag letzte Woche erst im Bett mit Fieber. Aber dafür war ich im Winter kein einziges Mal krank :)