Waldorf-Kindergarten

Was macht einen Waldorf-Kindergarten aus? Wir verraten es Ihnen.


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Waldorf-Kindergarten


Im Zentrum der von Rudolf Steiner entwickelten Waldorf-Pädagogik steht die Nachahmung. Dieser Ansatz legt zu Grunde, dass die natürliche Neugier von Kindern die Basis ihrer Entwicklung ist, da sie ihre Umwelt nachahmen und sich so weiterentwickeln. Entsprechend wichtig ist bei diesem Kindergarten-Konzept der Erzieher, in dem die Kinder ein ausgeprägtes Vorbild sehen.


Waldorfkindergarten

Jahreszeiten prägen die Themen des Kindergartenalltags


© iStock
Eine wichtige Rolle spielen in dem Waldorf-Kindergarten die Sinne und das Handeln, denen Denken und Wissen nachgeordnet sind. Hauptanliegen der Waldorf-Pädagogik ist die individuelle und ganzheitliche Entwicklung von Körper, Seele und Geist. Viel Wert wird daher auf die musikalische Erziehung und Förderung der Kreativität gelegt. Das bedeutet zum Beispiel Eurythmie-Einheiten im Kindergartenalltag. Eurythmie bedeutet übersetzt „schöne Bewegung“ und ist als spezifische Bewegungskunst Teil des Waldorf-Konzepts. Die Eurythmie lässt Kinder ausdrücken, was sich durch Sprache schwer oder gar nicht vermitteln lässt.

Außerdem zeichnet sich ein Kindergarten nach Waldorf durch einen festen Rhythmus in Form eines strukturierten Tagesablaufs aus. Der Tag ist unterteilt in freies Spielen und Phasen, die durch konkrete Anregungen durch die Erzieher bestimmt sind. Einzelne Tage haben festgelegte Höhepunkte wie Brotbacken oder ein besonderes Frühstück.

Jahreszeiten spielen eine große Rolle bei der Gestaltung des Kindergartenalltags: Sowohl in der Dekoration der Räume als auch in Festen werden Jahreszeiten aktiv erlebt. Viele Feste haben zudem einen religiösen Bezug (z.B. Ostern).

Ganz wichtig ist die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Eltern, von denen ein hohes Maß an Übereinstimmung mit den Erziehungszielen erwartet wird. Außerdem sind die Eltern bei einigen Kindergärten stark in die Finanzierung und Planung von Veranstaltungen eingebunden.

Zusammenfassung des Konzepts Waldorf-Kindergarten:
• Lernen durch Nachahmung ➤Ausgeprägte Vorbildfunktion des Erziehers
• Betonung der musikalisch und kreativen Entwicklung des Kindes (u.a. durch Eurythmie)
• Feste Rhythmen im Ablauf
• Einbindung der Eltern

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