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Was steckt dahinter?

Geschwollene Schamlippen in der Schwangerschaft: Ursachen, Symptome & Behandlung

geschwollene Schamlippen in der Schwangerschaft
© iStock/dragana991

Viele Frauen bemerken im Laufe ihrer Schwangerschaft Veränderungen im Intimbereich, darunter auch geschwollene Schamlippen. Diese körperliche Erscheinung ist meist harmlos, aber dennoch beunruhigend. In diesem Ratgeber erfährst du alles Wichtige über Vulvavarizen in der Schwangerschaft und wir verraten dir, welche Ursachen es dafür geben kann.

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Geschwollene Schamlippen – sogenannte Vulvavarizen

Vulvavarizen bezeichnen geschwollene Schamlippen, die durch erweiterte Venen im Intimbereich entstehen. Diese Schwellungen treten besonders häufig während der Schwangerschaft auf, da der Körper hormonellen und physischen Veränderungen unterliegt.

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Typische Symptome geschwollener Schamlippen

  • Druckgefühl im Beckenboden: Ein schweres, drückendes Gefühl, das sich beim Sitzen oder Stehen verschlimmert
  • Sichtbare Venenzeichnung: Bläulich hervortretende Adern im Bereich der äußeren Schamlippen
  • Hitzegefühl: Verstärkte Wärmeempfindung zwischen den Beinen
  • Spannungsgefühl: Die Haut fühlt sich gespannt und empfindlich an
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4 Ursachen für geschwollene Schamlippen in der Schwangerschaft

1. Erhöhte Durchblutung und Blutstauung

Während der Schwangerschaft steigt das Blutvolumen um bis zu 50 %, um Mutter und Kind optimal zu versorgen. Diese verstärkte Durchblutung kann zu Blutstauungen führen, besonders im Beckenbereich. Das zusätzliche Gewicht der Gebärmutter drückt auf die großen Venen, was den Rückfluss des Blutes erschwert.

2. Schwangerschaftsbedingte Krampfadern

Hormonelle Veränderungen, insbesondere der erhöhte Progesteronspiegel, entspannen die Venenwände. In Kombination mit dem erhöhten Blutdruck können sich Krampfadern bilden, die nicht nur an den Beinen, sondern auch an Vulva und Damm auftreten.

3. Infektionen im Intimbereich

Das veränderte Hormonmilieu macht Schwangere anfälliger für Infektionen, wie beispielsweise:

  • Pilzinfektionen (Candida): Häufigste Ursache für Schwellungen
  • Bakterielle Infektionen: Seltener, aber möglich

Warnsignale einer Infektion:

  • Starker Juckreiz
  • Ungewöhnlicher Ausfluss (bröckelig, übelriechend)
  • Brennen beim Wasserlassen

Wichtiger Hinweis: Infektionen müssen unbedingt ärztlich behandelt werden, da sie das ungeborene Kind gefährden können.

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4. Allergische Reaktionen

Neue Körperpflegeprodukte, Waschmittel oder synthetische Unterwäsche können allergische Reaktionen auslösen. Auch Insektenstiche im Intimbereich sind möglich und führen zu lokalen Schwellungen.

Effektive Behandlungsmöglichkeiten bei Vulvavarizen

Grundsätzlich gilt: Bemerkst du geschwollene Schamlippen, solltest du in jedem Fall deinen Frauenarzt aufsuchen. Damit du die Schmerzen aber zu Hause ein wenig lindern kannst, haben wir hier ein paar Tipps für dich:

  • Vierfüßlerstand für 10-15 Minuten mehrmals täglich
  • Beine hochlegen beim Liegen
  • Seitenlage beim Schlafen
  • Hamamelis-Sitzbäder (10-15 Minuten, lauwarmes Wasser)
  • Eng anliegende, aber nicht einschnürende Unterwäsche
  • Kühlende Kompressen mit Quark oder gekühlten Teebeuteln
  • Stützstrumpfhosen oder -strümpfe ab dem zweiten Trimester

Achtung: Bei stärker werdenden Schmerzen, Blutungen oder Fieber solltest du sofort zum Arzt gehen!

Wir recherchieren mit großer Sorgfalt und nutzen nur vertrauenswürdige Quellen. Die Ratschläge und Informationen in diesem Artikel ersetzen keine medizinische Betreuung durch entsprechendes Fachpersonal. Bitte wendet euch bei gesundheitlichen Fragen und Beschwerden an eure Ärztinnen und Ärzte, Hebammen oder Apotheker*innen, damit sie euch individuell weiterhelfen können.

Quellen: octenisept.de, womenshealth.de, Embrytox.de, Apotheken.de