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Kontaktblutung: Ursachen und Behandlung

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Kontaktblutung: Ursachen und Behandlung

Wenn man nach dem Sex, in der Schwangerschaft oder außerhalb der Menstruation im Genitalbereich blutet, spricht man von Kontaktblutung. Wie ihr deren Ursache erkennt und wann ihr zum Arzt gehen solltet.

Was ist eine Kontaktblutung?

Kontaktblutung nennt man eine spontane vaginale Blutung im Bereich des weiblichen Gebärmuttereinganges. Sie tritt außerhalb der Periode auf und kann beim Sex oder auch in der Schwangerschaft auftreten. Auch Erkrankungen im Bereich des Gebärmutterhalses und -einganges können solche Blutungen auslösen. Wenn ihr eine solche Kontaktblutung bei euch entdeckt, solltet ihr zunächst nicht panisch werden, denn sie kann viele harmlose Ursachen haben. Manche davon sollte unbedingt ein Arzt abklären, doch sie kann auch durch muskuläre Reizung beim Sex entstehen.

Ursachen und Behandlung einer Kontaktblutung

Die Gründe für eine vaginale Blutung außerhalb der Periode können vielfältig sein. Je nach den Ursachen können diese ganz verschieden behandelt werden.

Kontaktblutung nach dem Sex

Aufgrund der weiblichen Anatomie kann es manchmal vorkommen, dass beim oder nach dem Sex eine Blutung auftritt. Dies kann beim ersten Geschlechtsverkehr passieren, jedoch kommt dies auch bei sexuell erfahrenen Frauen vor. Beim Eindringen des Penis können bei manchen Frauen die inneren Geschlechtsorgane verletzt werden, so dass es zu einer solchen Kontaktblutung kommt.

Daher solltet ihr beim Sex vorsichtig sein und mit eurem Partner sprechen. Kommen dazu noch Schmerzen beim Sex kann dies viele Gründe haben, unter anderem kann auch ein Scheidenkrampf ursächlich sein. Eine starke mechanische Beanspruchung beim Sex durch bestimmte Positionen oder der Einsatz von Vibratoren können ebenfalls zu einer Blutung führen. Manchmal sind Frauen jedoch auch anatomisch einfach etwas schmaler gebaut oder die Beckenbodenmuskulatur ist nicht kräftig genug. Auch Scheidentrockenheit, gegen die ein Gleitgel oder eine Feuchtcreme hilft, kann dazu führen, dass das Eindringen Blutungen verursacht.

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Kontaktblutung in der Schwangerschaft

In der Schwangerschaft kann vor allem nach dem Geschlechtsverkehr eine einmalige Blutung auftreten. Denn wenn ihr schwanger seid, ist eure Gebärmutter besonders stark durchblutet. Daher seid beim Sex in der Schwangerschaft vorsichtig und macht nur jene Stellungen, die euch nicht zu sehr beanspruchen. Wenn Blutungen in der Frühschwangerschaft auftreten, kann es sich um eine Einnistungsblutung handeln.

Es kann aber auch sein, dass ihr nach einer vaginalen Untersuchung blutet. Da ist häufig ebenfalls harmlos. Sprecht dann am besten mit eurem behandelnden Arzt oder der Ärztin. Generell ist es zudem wichtig, dass ihr häufiger auftretende Blutungen oder sehr heftige Blutungen gleich mit dem Gynäkologen klärt, damit ausgeschlossen werden kann, dass es eurem Baby nicht gut geht.

Kontaktblutung beim Einsetzen einer Spirale

Wenn ihr oder euer Arzt euch die Spirale einsetzt, ist es möglich, dass eine Kontaktblutung entsteht. Beim Einsetzen könnten Blutgefäße verletzt werden, so dass Blut austritt. Das ist meist nicht weiter beunruhigend, wenn es einmalig zu Beginn auftritt und ihr könnt gleich euren Arzt fragen, wenn ihr Bedenken habt.

Kontaktblutung aufgrund Infektion oder Zervixpolyp

Manchmal können auch vaginale Infektionen wie Hefepilze solche Kontaktblutungen auslösen. Solltet ihr zudem weitere Symptome wie Juckreiz, Rötungen oder Schwellungen im Vaginalbereich feststellen, sollte das medizinisch abgeklärt werden. Pilze könnt ihr leicht mit einer Vaginaltablette behandeln.

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Ursache kann auch eine gutartige Wucherung im Gebärmutterhals sein, die man Zervixpolyp nennt. Diese tritt jedoch häufig erst bei Frauen zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr auf. Sie verursacht häufig keine weiteren Symptome und entsteht durch verstärkte Teilung von Schleimhautzellen. Psychischer Stress, ein schwaches Immunsystem oder mangelnde Intimhygiene können die Entstehung einer solchen Wucherung begünstigen. Der Polyp kann nur von einem Gynäkologen entfernt werden.

Kontaktblutung: Wann zum Arzt?

Generell gilt: Eine Kontaktblutung tritt meist nur einmalig und spontan auf, eben bei mechanischem Kontakt wie nach dem Sex oder nach einer vaginalen Untersuchung. Ist jedoch eine Erkrankung wie die oben beschriebenen ursächlich, sollte man diese immer behandeln lassen. Der Gang zum Arzt oder der Ärztin ist ratsam, wenn die Blutungen häufiger auftreten bzw. weitere Beschwerden hinzukommen. Solltet ihr schwanger sein, ist es ratsam eurem Gynäkologen immer von jeglichen Blutungen zu berichten.

Kontaktblutung bei Gebärmutterhalskrebs

Es gibt natürlich auch Fälle, wo eine bösartige Wucherung Ursache von vaginalen Blutungen ist. Gebärmutterhalskrebs zeigt sich anfangs häufig durch Kontaktblutungen, die die Betroffenen nicht einordnen kann. Bei Gebärmutterhalskrebs tritt häufig auch eine Zwischenblutung auf und es kommt zu blutigem Ausfluss und unangenehmen Gerüchen. Habt ihr einen solchen Verdacht, weil mehrere Symptome auftreten, solltet ihr nicht zögern gleich mit dem Gynäkologen bzw. der Gynäkologin zu sprechen. Eine Früherkennung kann häufig lebensrettend sein.

Bildquelle: Getty Images/MangoStar_Studio

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