Schwanger trotz Spirale: Kann das wirklich sein?

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Schwanger trotz Spirale: Kann das wirklich sein?

Die Spirale gilt als sehr sichere Verhütungsmethode. Dennoch kann es vorkommen, dass man trotzdem schwanger wird. Welche Ursachen das haben kann und was dann zu tun ist.

Gleich einmal vorweg: Dass eine Frau trotz eingesetzter Kupfer- oder Hormonspirale schwanger wird, ist äußerst selten. In Zahlen ausgedrückt: Von 1000 Frauen, die ein Jahr lang mit der Kupferspirale verhüten, werden drei bis acht dennoch schwanger. Der Pearl-Index dieser Verhütungsmethode liegt damit bei 0,3 bis 0,8.

Als noch sicherer gilt die Hormonspirale: Hier liegt der Pearl-Index nur bei 0,16. Es werden also nur ein bis zwei von 1000 Frauen ungewollt trotz Hormonspirale schwanger.

Dennoch: Eine 100-prozentig sichere Verhütungsmethode gibt es nicht. Wenn man schwanger trotz Spirale wird, liegen aber meist triftige Gründe dafür vor. Die drei häufigsten sind:

1. Schwanger trotz Spirale bei zu langer Benutzungsdauer

Je nach Modell kann eine Kupferspirale drei bis zehn Jahre in der Gebärmutter bleiben, eine Hormonspirale drei bis fünf Jahre. Wird diese "Haltbarkeitsdauer" überschritten, ist es möglich, dass man schwanger trotz Spirale wird.

Es ist unwahrscheinlich, aber möglich, trotz Spirale schwanger zu werden

 

Warum das so ist? Bei der Kupferspirale ist der Vorrat an Kupferionen, die hemmend auf die Spermien, die Eierstöcke und die Blastozyste wirken, dann schlicht aufgebraucht. Dasselbe gilt für die Hormonspirale, die normalerweise das künstliche Sexualhormon Gestagen abgibt, das unter anderem verhindert, dass sich eine Eizelle in der Gebärmutterschleimhaut einnisten kann.

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Wer nicht riskieren will, schwanger trotz Spirale zu werden, sollte also unbedingt darauf achten, das Intrauterinpessar (IUP) rechtzeitig entfernen zu lassen und es gegebenenfalls durch ein neues ersetzen zu lassen.

2. Schwanger trotz Spirale durch Verrutschen

Die Spirale kann auch innerhalb der Gebärmutter verrutschen und deshalb nicht mehr ordnungsgemäß funktionieren. Das lässt sich nur vom Frauenarzt feststellen, der die verschwundene Spirale mit Hilfe des Ultraschallgeräts orten kann.

3. Schwanger trotz Spirale durch Verlust

Am unteren Ende der Spirale ist ein Faden befestigt, der sich ertasten lässt. Falls dies nicht mehr der Fall ist, ist sie eventuell unbemerkt verloren gegangen. Das kann im Zuge einer Regelblutung passieren und zwar meist ziemlich bald nach dem Einsetzen der Spirale. Besonders hoch ist die Wahrscheinlichkeit dafür, wenn das Verhütungsmittel nach einer Geburt eingesetzt wurde.

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Schwanger trotz Spirale: Was ist jetzt zu tun?

Wenn du feststellst, trotz Spirale schwanger geworden zu sein, solltest du schnellstmöglich deinen Arzt aufsuchen. Der muss sie so schnell wie möglich herausholen, denn sie kann in der Schwangerschaft eine Infektion auslösen und die Hormone können sich negativ aufs Ungeborene auswirken.

Leider ist das Entfernen nicht ohne Risiko: Es kann eine Fehlgeburt begünstigen, ist aber dennoch alternativlos. Wenn die Spirale nämlich im Körper verbleibt, ist die Wahrscheinlichkeit für einen Abgang mit 50 bis 60 Prozent noch viel höher.

Falls die Spirale aus dem Körper entfernt wurde und du trotzdem schwanger bleibst, musst du aber keine Angst haben, dass dein Kind dadurch Fehlbildungen haben könnte. Dieses Risiko ist nicht höher als bei einer "normalen" Schwangerschaft.

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Schwanger trotz Spirale: Eine Eileiterschwangerschaft ist wahrscheinlicher

Wer trotz einer liegenden Hormonspirale schwanger wird, hat ein erhöhtes Risiko für eine Eileiterschwangerschaft. Wenn Schmierblutungen und starke Schmerzen im Unterleib auftreten, liegt die Vermutung nahe. Dann muss die Frau baldmöglichst operiert werden, bevor der Eileiter reißen und innere Blutungen auslösen kann.

Bildquelle: Sam Edwards / Getty Images

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