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Langzeitverhütung

Hormonspirale: Welche Vor- und Nachteile hat sie?

Hormonspirale: Für wen ist sie geeignet?
Ach, so sieht die aus? Eine Hormonspirale ist ca. 3 cm groß und T-förmig (© Gettyimages/doomu)

Die Hormonspirale zählt zu den praktischen Langzeitverhütungsmitteln – einmal eingesetzt, wirkt sie gleich für mehrere Jahre. Ob das Verhütungsmittel die richtige Wahl für dich ist und wie sie eigentlich funktioniert, was sie kostet und mit welchen Nebenwirkungen eventuell zu rechnen ist.

Hormonspirale: Sichere Langzeitverhütung?

Mit einem Pearl Index von 0,16 gilt die Hormonspirale etwa als genauso sicher wie die Pille (bei richtiger Einnahme!). D.h. dass von 1.000 Frauen etwa eine bis zwei schwanger werden. Bei Kinderwunsch kann die Spirale jederzeit von eurer Gynäkologin entfernt werden. Viele ältere Frauen nutzen die Hormonspirale, um die Wechseljahre zu überbrücken, aber auch jüngere Frauen profitieren von dieser Art der Langzeitverhütung.

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Das große Plus der Hormonspirale ist die sofortige Wirkung und Sicherheit. Da sie in vielen Fällen die weibliche Ei-Reifung unterdrückt, ist sie sogar sicherer als die Kupferspirale.

Gesine Engels-Krone

Praktisch in einer Langzeitbeziehung

Die Hormonspirale ist eine Form der Verhütung, bei der ihr euch für mehrere Jahre keine Gedanken mehr machen braucht, wie es bei anderen Verhütungsmethoden der Fall ist.

Bei Kondom und Pille seid ihr in der Verantwortung, diese Mittel richtig zu nutzen – hier erledigt die Spirale die Arbeit von selbst. Einzig gegen Geschlechtskrankheiten schützt sie nicht!

Gesine Engels-Krone

Hormonspirale: Wie wirkt sie?

Die Hormonspirale wurde erst in den 90er Jahren zum ersten Mal eingesetzt. Die bekannte Kupferspirale, die ohne Hormone wirkte, hatte sich bewährt. Nun wollte man ein Produkt auf den Markt bringen, das die Verhütung noch verstärken kann und Regelschmerzen verringert. Wie die Kupferspirale wird die Hormonspirale in die Gebärmutter eingesetzt. Sie ist ein kleines, meistens T-förmiges Kunststoffstäbchen, das an seinem Schaft das künstlich hergestellte Levonorgestrel abgibt.

Hormonspirale Sitz
Da sitzt die Hormonspirale in der Gebärmutter (© Gettyimages/Kei)

Dieses Hormon sorgt dafür, dass der Schleim im Gebärmutterhals dickflüssiger wird – die Spermien sind in ihrer Beweglichkeit stark eingeschränkt und es soll verhindert werden, dass diese zum Ei gelangen. Zudem wird der Aufbau der Gebärmutterschleimhaut stark reduziert. Sollten also Spermien doch an ihr Ziel gelangen und eine Eizelle befruchten, kann sie sich nicht in der Gebärmutter einnisten. Überhaupt kann sich auch der Eisprung ändern und findet manchmal gar nicht statt, was wiederum Konsequenzen für die Periode hat, deren Blutung geringer wird oder ausbleibt.

Hormonspirale: Wie viel kostet sie?

Die Hormonspirale ist teurer als die Kupferspirale und kostet aktuell zwischen 250 und 400 € (Stand 2024). Dazu kommen noch die Kosten der halbjährlichen Ultraschallkontrolle, die ihr privat zahlen müsst. Das ist auf den ersten Blick teuer, schaut man sich aber an, wie lange die Hormonspirale wirkt, rechnet es sich wieder. Außerdem könnt ihr die Kosten, falls ihr in einer Beziehung seid, mit eurem Partner teilen.

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Einige Spiralen haben eine Wirkung bis zu fünf Jahren, andere wiederum nur drei Jahre. Rechnet man es auf den Monat um, ist die Spirale in etwa so günstig wie die Pille. Jüngeren Frauen unter 22 kann die Hormonspirale kassenärztlich verschrieben werden, aber ihr solltet euch vorher noch einmal bei eurer Krankenkasse informieren.

Einsetzen der Hormonspirale

Die Spirale kann nur durch die entsprechenden Fachärzte eingesetzt werden. Die Gebärmutter muss genau untersucht werden, ebenso die Lage. Die Gynäkologin setzt die Hormonspirale in den letzten Tagen eurer Periode in die Gebärmutter. Dann ist euer Muttermund geöffnet.

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Es ist eine Hormonbehandlung und wie alle Hormonbehandlungen können Nebenwirkungen auftreten, über die ihr informiert werden müsst, bevor ihre eine Einverständniserklärung für den Eingriff unterschreibt. Ebenso sollte der Arzt ausschließen, dass eine Infektion eurer Scheide vorliegt, denn dies kann zu einer Entzündung der Gebärmutter führen.

Das Einsetzen kann unangenehm sein, denn der Gebärmutterhalskanal, durch den die Spirale eingeführt wird, ist sehr eng. Bei Frauen, die schon Kinder bekommen haben, ist er ein bisschen weiter. Wenn ihr schmerzempfindlich seid und euch Sorgen macht, dass die Behandlung sehr unangenehm werden könnte, dann sprecht am besten euren Arzt oder eure Ärztin darauf an. Ihr habt auch die Möglichkeit, nach einem Schmerzmittel zu fragen, das ihr vor der Behandlung erhalten würdet. In ganz wenigen Fällen erfolgt das Einsetzen auch unter Narkose. Einige Frauen berichten von Schwindel oder Schmerzen nach dem Eingriff, deshalb bleibt danach lieber noch ein bisschen sitzen, um euren Kreislauf zu stabilisieren.

Der Arzt oder die Ärztin prüft nach dem Eingriff per Ultraschall, ob die Spirale auch richtig sitzt. Einen Monat später gibt es noch einmal eine Kontrolluntersuchung, danach sollte alle sechs Monate der Sitz der Hormonspirale überprüft werden. In seltenen Fällen verrutscht die Hormonspirale oder wird wieder abgestoßen.

Mögliche Nebenwirkungen der Hormonspirale

Nach dem Einsetzen der Spirale könntet ihr für ein paar Tage noch ein Ziehen im Unterleib spüren, wie ihr es vielleicht vom Regelschmerz schon kennt. Das sollte sich aber nach ein paar Tagen legen. Sollten die Schmerzen trotzdem weiter andauern, sprecht am besten mit eurem Arzt oder eurer Ärztin.

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Weitere Nebenwirkungen, die neben Unterleibschmerzen auftreten können, sind:

  • Kopfschmerzen
  • Bauchschmerzen
  • Leichte Schmierblutung
  • Akne
  • Depressiven Verstimmungen
  • Stimmungsschwankungen und Nervosität.

Der Zyklus wird unregelmäßig, bei einigen bleibt er ganz aus – dies ist aber ein Effekt, den einige Frauen haben wollen, da sie auf eine schmerzhafte Regelblutung gern verzichten.

3 Gründe, warum sich Frauen für die Hormonspirale entscheiden

Ein Grund, weshalb einige Frauen auf die Hormonspirale zurückgreifen, ist, dass sie die Pille mit ihrem Östrogen nicht vertragen. Bei der Spirale wird das Gestagen Levonorgestrel benutzt, das für sie wahrscheinlich besser verträglich ist. Aber auch für diejenigen Frauen, die nach einem geeigneten Verhütungsmittel suchen, bei dem sie sich keine Sorgen machen müssen, bei der Anwendung etwas falsch zu machen, ist sie super geeignet. Wenn ihr eine starke Regelblutung habt und dabei sehr unter Schmerzen leidet, könnte dies ebenfalls eine Alternative sein. Die Gründe, warum Frauen sich also für die Hormonspirale entscheiden, sind vielseitig.

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Egal, für welches Verhütungsmittel ihr euch entscheidet, mit diesen Toys macht der partnerschaftliche oder Allein-Sex mit Sicherheit jede Menge Spaß:

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