Für Links auf dieser Seite erhält familie.de ggf. eine Provision vom Händler, z.B. für mit oder grünblauer Unterstreichung gekennzeichnete. Mehr Infos.
Kupferspirale: FAQ zu Einsatz, Funktion, Schmerzen und Kosten

Ohne Hormone

Kupferspirale: FAQ zu Einsatz, Funktion, Schmerzen und Kosten

Neben Pille und Kondom gehört auch die Kupferspirale zu den beliebtesten Verhütungsmethoden in Deutschland. Alles zur Wirkung, wie sie eingesetzt wird, Vor- und Nachteile sowie Kosten im Überblick.

Kupfer ist ein sehr beliebtes Mittel zur Verhütung. Dafür gibt es ihn mittlerweile in verschiedenen Formen: Als Kupferkette, Kupferball oder auch als Kupferspirale. Letztere Variante ist die beliebteste und bekannteste. Gemeinsam mit dem Kondom hat die Kupferspirale bei der hromonfreien Verhütung die Nase vorn. Nur die Pille ist noch beliebter, doch nicht jede Frau möchte oder kann die tägliche Hormondosis auf sich nehmen. Die Kupferspirale hat gegenüber dem Kondom und der Pille einen entscheidenden Vorteil: Einmal eingesetzt, schützt sie über Jahre! Zu "Ups, Pille vergessen!"- oder "Mist, kein Kondom mehr da!"-Momenten kann es hier nicht mehr kommen. Einmal eingesetzt, schützt die Spirale ohne Hormone für mehrere Jahre.

Wie funktioniert die Kupferspirale?

Die Kupferspirale hat meistens die Form eines "T" und ist etwa 2,5 bis 3,5 cm lang. Sie besteht aus Kunststoff, der untere Teil ist von einem Kupferdraht umwickelt. Die Spirale wird in die Gebärmutter eingesetzt und gibt dort regelmäßig Kupferionen ab. Diese hemmen die Beweglichkeit von Spermien und und verhindern so die Befruchtung einer Eizelle.

Kuperspirale einsetzen

Die Kupferspirale wird von der Frauenärztin oder dem Frauenarzt eingesetzt. Das geschieht am besten in den letzten Tagen der Monatsblutung. Dann kann ausgeschlossen werden, dass eine Schwangerschaft besteht und außerdem ist der Gebärmutterhals zu diesem Zeitpunkt ohnehin leicht geöffnet. Dann gelingt das Einsetzen leichter.

Das Schmerzempfinden ist bei jedem Menschen unterschiedlich, daher verspüren Frauen auch beim Einsetzen der Kupferspirale unterschiedlich starke Schmerzen. In der Regel ist es für Frauen, die bereits ein Kind geboren haben, deutlich weniger unangenehm. Frauen ohne Geburten können für eine kurze Zeit starke Schmerzen empfinden. Die Gynäkologin oder der Gynäkologe kann in diesem Fall Schmerzmittel geben oder sogar die Spirale unter örtlicher Betäubung einsetzen. Die Schmerzen im Unterleib können ein paar Tage anhalten. Sind sie nach vier bis fünf Tagen immer noch nicht weg oder sind sie sehr stark, solltet ihr nochmal in der Arztpraxis vorbeischauen.

Nach dem Einlegen wird dann gleich nochmal per Ultraschall kontrolliert, ob die Kupferspirale richtig sitzt. Einmal eingesetzt, schützt sie euch drei bis fünf Jahre vor einer Schwangerschaft. Ein- bis zweimal im Jahr sollte der richtige Sitz kontrolliert werden.

Wie sicher ist die Kupferspirale?

Die Kupferspirale gilt als ein sehr sicheres Verhütungsmittel.Im Gegensatz zur Pille (Einnahme vergessen) oder zum Kondom (gerissen oder verrutscht), kann es hier nicht zu Anwendungsfehlern kommen. Die Versagerrate beträgt 0,4 bis 1,5 %. Das bedeutet, 4 bis 15 von 1.000 Frauen, die die Kupferspirale nutzen, werden ungewollt schwanger.

Einziges Problem: Bei etwa einer von 20 Frauen stößt die Gebärmutter die Spirale wieder aus. Wenn, dann passiert das meist in den ersten Monaten. Zur Abstoßung kommt es vor allem bei jungen Frauen, die noch keine Geburt hatten. Faustregel: Wenn die Spirale nach der ersten Monatsblutung nicht verrutscht ist, sollte sie eigentlich nicht mehr rutschen. Daher wird der korrekte Sitz immer nach der ersten Periode einmal überprüft.

Für wen eignet sich die Kupferspirale?

Da das Einsetzen angenehmer ist und die Wahrscheinlichkeit, dass die Kupferspirale wieder abgestoßen wird bei Frauen, die bereits ein Kind bekommen haben, geringer ist, wird sie diesen eher empfohlen, als jungen Mädchen. Die Entscheidung für ein Verhütungsmittel ist aber immer sehr individuell, daher solltet ihr sie mit eurem Frauenarzt oder eurer Frauenärztin besprechen. Die Spirale könnt ihr auch in der Stillzeit nutzen.

Vor- und Nachteile der Kupferspirale

Vorteile:

  • Sehr sicheres Verhütungsmittel
  • Langzeitverhütung (3 bis 5 Jahre)
  • Hormonfreie Verhütung
  • Natürlicher Zyklus bleibt erhalten

Nachteile

  • Das Einsetzen kann sehr schmerzhaft sein.
  • Die Kupferspirale verstärkt bei vielen Frauen die Periode. Auch Menstruationsschmerzen können stärker werden.
  • In seltenen Fällen wird die Gebärmutter beim Einsetzen verletzt.
  • Bei manchen Frauen wird die Kupferspirale von der Gebärmutter abgestoßen.

Kosten der Kupferspirale

Je nach Modell kostet die Kupferspirale zwischen 150 und 300 €. Damit ist sie eine sehr preisgünstige Methode, schließlich könnt ihr sie bis zu fünf Jahre nutzen. Die erste Lagekontrolle wird von der Krankenkasse bezahlt. Weitere spätere Kontrollen müsst ihr in der Regel selbst zahlen.

Bildquelle: Unsplash/Reproductive Health Supplies Coalition

Galerien

Lies auch

Teste dich