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Positiver Schwangerschaftstest: 11 Tipps, wie ihr damit umgeht

Positiver Schwangerschaftstest: 11 Tipps, wie ihr damit umgeht

Step by Step!

Ein positiver Schwangerschaftstest ist immer ein Schock – egal, ob ihr ihn euch sehnlichst herbeigesehnt habt, komplett überrascht wurdet oder auf ein negatives Ergebnis gehofft habt. Auf einmal steht die Welt Kopf und ... ja, was jetzt?! Ruhig durchatmen und unsere 11 Steps lesen, was als Nächstes kommt. Vom falschen Positiv bis zum ersten Ultraschall: Wir helfen euch herauszufinden, was ein positiver Schwangerschaftstest bedeutet und wie ihr Schritt für Schritt damit umgehen könnt.

Was bedeutet ein positiver Schwangerschaftstest?

Wenn euer Schwangerschaftstest positiv ausfiel, ist es sehr wahrscheinlich, dass ihr tatsächlich schwanger seid. Wie sicher ein positives Testergebnis ist, hängt von einigen Faktoren ab: Medikamente, Anwendungsfehler und Co. können den Test beeinflussen. Je später ihr nach dem Zeitpunkt der möglichen Befruchtung getestet habt, umso größer auch ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass die Schwangerschaft sich gesund weiterentwickeln wird und nicht in einer frühen Frühgeburt endet. Wenn ihr euch nicht sicher seid, schaut nochmal vorbei bei unserem Eisprungrechner vorbei. Und geht dann über zu unseren 11 Schritten, was als Nächstes kommt.

#1 Durchatmen

Zuallererst: Nehmt euch einen Moment, um alles sacken zu lassen. Ein positiver Schwangerschaftstest kann einem den Boden unter den Füßen wegreißen. Wenn wir jetzt nicht unseren Gefühlen freien Lauf lassen, wann dann?! Also seid gut zu euch selbst und nehmt alle Emotionen an. Vielleicht seid ihr überrascht, wie ihr auf die News reagiert. Oder könnt noch gar nicht klar denken. Lasst euch soviel Zeit, wie ihr braucht, atmet nochmal tief durch. Und geht dann über zu Schritt 2.

#2 Falsches Positiv ausschließen

Ein positiver Schwangerschaftstest bedeutet in der Regel, dass ihr schwanger seid. Aber trotzdem gibt es Umstände, die den Test beeinflussen können. Ein falsches Positiv bei Schwangerschaftstests ist eher selten, ist aber möglich, denn bestimmte Medikamente und Erkrankungen können den Test beeinflussen:

  • Antidepressiva
  • Hormonpräparate ( z. B. HcG zur Steigerung der Fruchtbarkeit)
  • Krebserkrankungen
  • Nierenerkrankungen

Sind einer oder mehrere dieser Faktoren bei euch der Fall, ruft am besten direkt eure Frauenärztin an und macht einen Termin, um den positiven Schwangerschaftstest zu bestätigen. Das gilt besonders, wenn ihr Medikamente einnehmt. Lest dazu unbedingt auch weiter bei #9.

#3 Verdunstungslinie und Anwendungsfehler bedenken

Auch wenn Schwangerschaftstests easy in der Anwendung sind, können immer wieder Fehler passieren. Besonders dann, wenn wir nervös sind. Zum Beispiel, dass wir den Test zu spät ablesen oder später "zur Sicherheit" nochmal draufschauen. Dann kann es sein, dass ein eigentlich negativer Schwangerschaftstest plötzlich positiv ist! Die 4 häufigsten Anwendungsfehler:

  • Verdunstungslinie: Teile der farbigen Flüssigkeit aus der Kontrolllinie wandert hier beim Trocknen auf dem Stäbchen weiter und setzt sich auf der zweiten Linie ab. Wenn wir den Test Stunden später aus dem Müll fischen, wurde aus dem Negativ also plötzlich ein Positiv!
  • Teststäbchen bewegen: Dasselbe kann passieren, wenn ihr den Test während der Wartezeit bewegt. Es sollte ruhig auf einer ebenen Unterlage liegen, damit die Farbe zuerst zur Kontrolllinie wandern kann und sich nicht vorher auf der vorgefertigten Rille für "schwanger" absetzt. Macht noch einen 2. Test um sicherzugehen, wenn euch das passiert ist.
  • Einbildung: Klingt blöd, passiert aber häufiger als gedacht! Viele von uns sind so aufgeregt, dass sie gaaaanz genau hingucken. Die vorgefertigten Rillen sind so auch ohne farbige Linie leicht erkennbar. Wenn die zweite Linie farbig ist (sie kann auch ganz dünn oder leicht sein!), ist der Test wirklich positiv.
  • Defekter Test: Neuartige Tests mit digitaler Anzeige, Smileys, Pluszeichen, Wochenanzeige etc. haben einige Vorzüge. Aber hier ist auch die Chance, dass die Anzeige nicht eindeutig ist, viel höher. So kann ein positives Testergebnis ohne Wochenanzahl oder ein halb-fertiges Plus mehr Fragen aufwerfen als beantworten.
Jennifer Kober

Troubleshooting

In allen Fällen gilt: Macht am besten gleich oder, wenn ihr warten könnt, am Folgetag einen weiteren Test. Besonders zuverlässig sind klassische Frühtests, die schon kleine Mengen HcG erkennen und eine unmissverständliche Anzeige von zwei klar getrennten Linien haben. Fürs Fotoalbum könnt ihr den Test später immer nochmal mit einem "besonderen" Schwangerschaftstest nachholen.

Ich habe mit Testamed, dass ihr diskret online kaufen, aber auch in jeder Drogerie finden könnt, die beste (eindeutige) Erfahrung gemacht. Holt euch am besten gleich einen 2er-Pack!

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#4 Zeitpunkt des Tests abklären

Habt ihr den Schwangerschaftstest in dem Zeitraum zwischen Eisprung und dem ersten Tag der Periode gemacht, kann es gut sein, dass ihr schwanger seid. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Eizelle mit der nächsten Periode doch noch abgeht, jetzt am größten. Deshalb ist es wichtig, dass ihr bei Ausbleiben der Periode bzw. nach dem ersten Tag einen weiteren Schwangerschaftstest macht. Ist eure Periode schon länger ausgeblieben und euer Schwangerschaftstest positiv, seid ihr SEHR wahrscheinlich schwanger und seid definitiv bereit für Schritt #5.

#5 Termin bei der Frauenärztin buchen

Ruft am besten noch am gleichen Tag eure Frauenärztin an und macht einen Termin aus. Dabei ist es wichtig, dass ihr den positiven Schwangerschaftstest erwähnt, denn viele Praxen handhaben die Terminvergabe unterschiedlich. Während manche Ärzte bereits in SSW 4 einen Bluttest oder vaginalen Ultraschall machen, um die Schwangerschaft zu bestätigen, warten andere lieber bist zur SSW 6 oder SSW 7, weil man ab da meistens den Herzschlag bestätigen kann.

Wann ihr die erste Untersuchung bekommt, hängt auch von anderen Faktoren ab: Bei Vorerkrankungen, Risikoschwangerschaften, Hormonbehandlungen etc. wird die Schwangerschaft oft direkt mit einem Bluttest bestätigt. Und auch, wenn ihr über einen Abbruch nachdenkt, ist eine schnelle Beratung besonders wichtig. Und: Bei Schmerzen solltet ihr direkt in die Notaufnahme, denn es kann auch eine (seltene) Eileiterschwangerschaft dahinterstecken.

#6 Folsäure einnehmen

Egal, wie ihr zu der Schwangerschaft steht und auch, wenn ihr das selber noch gar nicht sagen könnt: Es ist wichtig, dass ihr euch so schnell wie möglich ein Folsäure-Präparat besorgt und es täglich einnehmt. Besonders in der Frühschwangerschaft benötigt euer Körper 400 µg Folsäure am Tag, um schwere Fehlbildungen wie Spina Bifida zu verhindern. Und auch euch geht es besser, wenn ihr in dieser Zeit mit ausreichend Vitaminen und Mineralstoffen versorgt seid. Wir sagen euch, welche Schwangerschaftsvitamine im Test bei Stiftung Warentest besonders gut abschnitten.

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#7 Alkohol, Nikotin und Co. reduzieren/ absetzen

Besonders wichtig ist, dass ihr den Konsum von Genussmitteln möglichst schnell einstellt. Während der Schwangerschaft solltet ihr auf Alkohol, Nikotin und Drogen komplett verzichten, da schon kleine Mengen verheerende Folgen für euer Baby haben können. Und auch euer Körper macht eine enorme Umstellung durch und reagiert empfindlicher auf diese Stoffe als sonst. Aber: Was war, bevor ihr vor eurem Baby wusstet, ist Vergangenheit. In den ersten 2 Wochen nach der Befruchtung gilt das Alles-oder-Nichts-Prinzip. Also lasst euch von eurem schlechten Gewissen nicht davon aufhalten, etwas zu ändern und blickt in die Zukunft. Tipps, Hilfe und Unterstützung findet ihr hier:

Diskrete Beratungsstellen

#8 Medikamente überprüfen

Viele Medikamente können die kindliche Entwicklung stark beeinträchtigen, sodass ihr in der Schwangerschaft am besten auf ihre Einnahme verzichtet. Das gilt selbst für "harmlose" Erkältungsmittel, Schmerzmittel und Co. Bevor ihr etwas einnehmt, sprecht also unbedingt mit eurer Frauenärztin oder fragt in der Apotheke nach.

Besonders wichtig ist die direkte Rücksprache, wenn ihr aufgrund einer chronischen Erkrankung Medikamente einnehmt. Antidepressiva, Beta-Blocker und Co. können nicht abrupt oder auf eigene Faust abgesetzt werden. Und in den meisten Fällen ist das auch gar nicht nötig, bzw. es gibt gut verträgliche Alternativen! Kontaktiert deshalb so schnell wie möglich eure behandelte Ärztin und lasst euch beraten. Zusätzlich könnt ihr euch die App von Embryotox holen. Hier könnt ihr prüfen, welche gängigen Medikamente in der Schwangerschaft sicher sind.

#9 Unterstützung und Anlaufstellen finden

Es ist total normal, wenn ihr euer Testergebnis erst einmal für euch behalten wollt oder unsicher seid, wie euer Umfeld reagieren wird. Vielleicht habt ihr aber auch das Gefühl, ihr platzt und müsst einfach jemandem von eurem positiven Schwangerschaftstest erzählen. Der oder die Partner*in oder beste Freund*in kommen hier als erste in den Sinn. Wenn ihr euch in eurem direkten Umfeld keine Unterstützung holen könnt oder Gewalt erfahren habt, findet ihr hier wichtige Anlaufstellen zum Reden:

Jennifer Kober

Ihr seid nicht allein!

Der Gedanke an eine Schwangerschaft kann eine isolierende Vorstellung sein – plötzlich ist alles anders und eure Prioritäten ändern sich komplett. Wichtig ist: Ihr seid mit eurem Ergebnis nicht allein! Egal, in welcher Lebenslage ihr gerade euren positiven Schwangerschaftstest in den Händen haltet: Ihr müsst diesen Weg nicht alleine gehen. Es gibt jede Menge Unterstützung für euch da draußen. Also holt euch Hilfe bei Beratungsstellen, Ärztinnen, Hebammen und sucht euch Facebook- und Whats-App-Gruppen für Schwangere! Ihr werdet überrascht sein, wie viele Schwangere in einer ähnlichen Situation wie ihr stecken – und wie gut der Austausch mit Gleichgesinnten tut.

#10 Ernährung überprüfen

Am besten schaut ihr gleich nach, ob ihr eure Ernährung etwas anpassen solltet. Das allermeiste kann man normal essen, aber bei Rohmilchprodukten, bestimmten rohen Lebensmitteln (Aufschnitt, Räucherfisch etc.) und ungewaschenem Obst und Gemüse ist Vorsicht geboten. Wir beantworten euch alle Fragen zum Thema unter Ernährung in der Schwangerschaft. Und keine Sorge, wenn ihr euch vegetarisch oder vegan ernährt: Mit unseren Tipps kommt ihr gesund und happy durch die Schwangerschaft.

Kaffee ist in der Schwangerschaft erlaubt, aber schaut, dass ihr nicht mehr als 200 mg Koffein zu euch nehmt. Besonders in der Frühschwangerschaft kann er nicht nur die Entwicklung des Babys beeinflussen, sondern auch eure Schwangerschaftsübelkeit verstärken.

#11 Schwangerschaftskalender und Apps holen

Schon in den allerersten Tagen und Wochen spüren viele Schwangere jede Menge Symptome, die verunsichern können. Und dazu kommen hunderte Fragen, die man sich vorher noch nie gestellt hat. Also schaut am besten bei unserem Schwangerschafts-App-Test vorbei und holt euch Unterstützung mit den hilfreichsten Babytrackern, Hebammentipps und Workout-Apps. Schaut zusätzlich unbedingt bei unserem Schwangerschaftskalender vorbei. Hier findet ihr alles zu Symptomen, Untersuchungen und Praxistipps für jede Schwangerschaftswoche.

Schon in der Frühschwangerschaft ist es eine gute Idee, euch schnell eine Hebamme zu suchen. So erkennt ihr, ob ihr gut zueinander passt:

Bin ich schwanger? Mach unseren Test!

Bildquelle: Getty Images/ Boris Jovanovic

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