Offener Rücken? Folsäure als Wunderwaffe!

Schwangerschaft

Offener Rücken? Folsäure als Wunderwaffe!

Besonders in den ersten Wochen der Schwangerschaft ist der Embryo sehr empfindlich. Fehlbildungen wie ein offener Rücken können leicht entstehen. Sie lassen sich aber genau so einfach vermeiden: mit genügend Folsäure. So unterstützen Sie Ihren Körper optimal.

Die ersten Wochen der Schwangerschaft sind auch die empfindlichsten. Das Risiko für eine Fehlgeburt ist noch sehr hoch und auch Fehlbildungen des Embryos sind leicht möglich. Dazu gehört unter anderem ein offener Rücken, die sogenannte Spina bifida. Von einem offenen Rücken spricht man, wenn sich das Neuralrohr aus dem sich die Wirbelsäule und das Rückenmark des Embryos entwickeln nicht richtig verschließt. Das sollte um die 3. SSW bis 4. SSW passieren. Die Ursachen dafür sind nicht gänzlich erforscht, jedoch besteht ein direkter Zusammenhang zwischen einem Folsäuremangel der Schwangeren und einem Neuralrohrdefekt des Embryos.

Folsäure ist ein wichtiges B-Vitamin, das wir hauptsächlich über die Nahrung aufnehmen. Besonders Blattgemüse wie Spinat und Salat, Getreide, einige Zitrusfrüchte und vor allem Hülsenfrüchte sowie Innereien wie Leber enthalten viel Folsäure. Allerdings essen die meisten Deutschen zu wenig davon und der Folsäuremangel ist weit verbreitet.
Das heißt, wenn Sie einen konkreten Kinderwunsch haben und planen schwanger zu werden, sollten Sie das für Ihre Ernährung berücksichtigen. Empfehlenswert ist es außerdem Ihren Körper zusätzlich mit speziellen Folsäurepräparaten zu unterstützen. Das gleiche gilt für Frauen in der Frühschwangerschaft. Durch die hoch konzentrierte Folsäure können Sie das Risiko eines offenen Rückens deutlich verringern.

Warum entsteht ein offener Rücken?

Das zentrale Nervensystem des Embryos entwickelt sich schon zu einer sehr frühen Phase der Schwangerschaft. Die Folsäure wirkt bei vielen Stoffwechselvorgängen mit und hilft den Zellen vor allem dabei, sich zu teilen. Fehlt dieses wichtige Vitamin, kann es passieren, dass sich die Zellen nicht richtig entwickeln und sich das Neuralroh nicht richtig schließen kann - ein „Offener Rücken“ ist entstanden.

Diese Fehlbildung kann viele Krankheiten verursachen. Das kann von einer Lähmung bis zu einer kompletten Querschnittslähmung reichen, einen Wasserkopf oder Inkontinenz verursachen. Die Symptome sind allerdings abhängig von der Schwere der Fehlbildung des Neuralrohrs. Manche Kinder können trotz eines offenen Rückens nahezu beschwerdefrei leben, andere brauchen ihr Leben lang medizinische Betreuung.

Einem offenen Rücken vorbeugen

Die beste Möglichkeit um einem Neuralrohdefekt des Babys vorzubeugen ist gleichzeitig die einfachste: genügend Folsäure essen. Nehmen Sie einfach regelmäßig Folsäurepräparate ein und das Risiko für Ihr Ungeborenes sinkt nahezu gegen Null. Wenn Sie noch nicht schwanger sind, es aber gerne werden möchten, dann sollten Sie mit der Einnahme mindestens vier Wochen vor der Empfängnis beginnen. Nehmen Sie es am besten bis zum Ende des ersten Trimesters. Aber auch Frauen, die Ihre Schwangerschaft nicht so genau geplant haben müssen keine Bedenken haben. Nehmen Sie die Folsäure einfach, sobald Sie die Gewissheit haben, Mama zu werden.

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