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Häkeln für Kinder: Ein ungewöhnliches und tolles Hobby

Häkeln für Kinder: Ein ungewöhnliches und tolles Hobby

Das macht Spaß!

Häkeln ist eine schöne Handarbeit, die euer Kind etwa ab dem sechsten Lebensjahr  lernen kann. Schon mit den einfachsten Maschen können originelle und einzigartige Gegenstände entstehen. Was man am Anfang beachten sollte und wie diese Handarbeit die Entwicklung eures Kindes unterstützen kann, haben wir für euch recherchiert.

Bevor es losgeht: Die richtige Wolle finden

Zum Häkeln braucht man nur eine Häkelnadel, Wolle und eine Schere. Bei der Wahl der Wolle solltet ihr darauf  achten, dass das Material nicht so leicht Fäden zieht. Sonst ist es schwer, beim Häkeln direkt den ganzen Faden mit der Nadel zu erfassen. Für Kinder gilt: Je dicker der Faden, umso schneller sind erste Erfolge sichtbar und umso größer ist die Motivation weiter zu machen. Die Auswahl der Farbe kann unter Umständen eine große Rolle spielen. Vielleicht hat euer Sprössling eine Lieblingsfarbe.

Auf der Banderole, die nicht nur dafür sorgt, dass die Wolle nicht auseinander fällt, könnt ihre wichtige Information bekommen. Dazu gehören neben dem Hersteller auch die Lauflänge, die Farbnummer, die Waschanleitung, die Zusammensetzung und, ganz wichtig, die Nadelstärke. Deshalb ist es empfehlenswert,  die Banderole nicht direkt zu entsorgen.

Was muss ich beim Kauf der Häkelnadel beachten?

Häkelnadeln können aus Kunststoff, aus Metall, aus Bambus oder aus Holz bestehen. Solltet ihr keine Nadeln besitzen, dann ist es ratsam, wenn ihr gemeinsam mit eurem Kind in ein Handarbeitsgeschäft geht, um euch die verschiedenen Nadeln anzuschauen, diese einfach in die Hand nehmt und die verschiedenen Materialien fühlt. Ich finde Holz- oder Bambusnadeln am besten. Das  ist aber wirklich Geschmackssache. Wichtig ist, dass ihr die richtige Nadelstärke aussucht. Diese steht, wie schon erwähnt, auf der Banderole der Wolle.

Hab ich selbst gehäkelt!: Häkeln lernen leicht gemacht
Hab ich selbst gehäkelt!: Häkeln lernen leicht gemacht

Dann kann´s ja losgehen

Die erste Masche, die euer Sprössling lernt, ist die Luftmasche. Sicher ist es am Anfang nicht leicht. Aber mit etwas Übung gibt es schnell Erfolgserlebnisse.

Aus Luftmaschenketten kann man tolle Sachen herstellen. So sehen die Sneaker mit selbst gehäkelten Schnürsenkeln in der Lieblingsfarbe viel interessanter, ja cooler aus. Die Puppe und der Teddy bekommen einen Schal oder einen Gürtel. Geschenke können mit einer Luftmaschenkette verpackt und mit einer hübschen Schleife verziert werden. Selbstgehäkelte coole Topflappen verschönern die Küche und auch Armbänder und Ketten, die mit Knöpfen und Perlen verziert werden können, sehen toll aus. Der Fantasie sind also keine Grenzen gesetzt. Wenn eurem Kind die Luftmaschen leicht von der Hand gehen, können auch andere Maschenarten erlernt werden. Vielleicht bekommt Oma dann den ersten selbst gehäkelten Topflappen geschenkt.

Ich habe sowohl von meinen Kindern als auch von meinen Enkelkindern viele selbst hergestellte Geschenke bekommen. Deshalb weiß ich, dass das nicht nur eine Riesenfreude für Omas ist. Die Kinder sind stolz auf das Hergestellte, sie werden gelobt für ihr Geschick und ihre Ausdauer. Es ist ein wirklich schönes Erlebnis für beide Seiten.

Welche Eigenschaften fördert das Häkeln bei Kindern?

Das Häkeln bringt Eigenschaften mit sich, die sich positiv auf die Entwicklung der Kinder auswirken.

  • Fördert die Kreativität
  • Schult das manuelle Geschick und die Fingerfertigkeit
  • Fördert die Konzentrationsfähigkeit
  • Erweitert den Wortschatz
  • Unterstützt das Selbstbewusstsein 
  • Spornt den Ehrgeiz der Kinder an

Häkeln ist mit viel Geduld verbunden und wirkt somit beruhigend. Aber auch das Erinnerungsvermögen wird dadurch gesteigert. Das Gehirn wird vor verschiedene Aufgaben gestellt, die es zeitgleich lösen muss. Entwickelt sich daraus ein jahrelanges Hobby, so kann Häkeln zum regelmäßigen Gedächtnistraining werden.

Doch nicht nur die kognitiven, sondern auch die feinmotorischen Fähigkeiten können durch die detailreiche Auseinandersetzung mit Wolle und Nadel entwickelt und intensiviert werden. Auch die Hand-Augen-Koordination wird dabei geschult.

Fazit

Kinder sind etwa ab dem sechsten Lebensjahr dazu in der Lage, einfache Dinge mit Häkelnadel und Wolle herzustellen. Am Anfang wird außer den notwendigen Materialien ganz viel Geduld benötigt. Doch wenn die ersten Maschen erstmal aneinandergereiht sind, stellt sich schnell ein Erfolgserlebnis ein. Das erste selbst gehäkelte Armband erhöht dann sicher auch die Motivation zum Weitermachen. Häkeln kann sich positiv auf die Entwicklung eurer Kinder auswirken. Ein tolles Hobby. Wir wünschen viel Spaß beim Ausprobieren.

Stresstest: Wie gestresst ist mein Kind?

Bildquelle: Getty Images/ kirschbam

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