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Baby schaukeln: Natürlich geborgen durch sanftes Wiegen

Hebammentipps

Baby schaukeln: Natürlich geborgen durch sanftes Wiegen

Ob natürlicher Instinkt oder erlerntes Verhalten – es gibt Dinge, die haben wir in die Wiege gelegt bekommen: Wenn wir ein Baby halten, beginnen wir automatisch, uns zu bewegen. Wiegen im Arm, leichtes Wippen oder einfach nur Auf-und-ab-Gehen – die sanften Bewegungen beruhigen das Baby und schaffen eine wohlige Atmosphäre. 

Warum beruhigt sich ein Baby beim Schaukeln?

Babys lieben es, wenn sie in Bewegung sind. „Das liegt daran, dass sich Babys durch das leichte Schaukeln an die Zeit in Mamas Bauch erinnert fühlen. Bewegungen setzen sie instinktiv mit körperlicher Nähe und Sicherheit gleich“, erklärt Hebamme Kerstin Hielscher. Tragen schafft damit die perfekte Wohlfühl- und Schlafatmosphäre.

Am Anfang sind die Schlafphasen noch recht kurz, Babys wachen nach etwa 30 bis 50 Minuten auf. Wenn der Kinderwagen stillsteht oder sie plötzlich in ihrem ruhigen Bettchen liegen, wachen viele Säuglinge auf und protestieren. Babys wiegen und schaukeln – das mögen die Kleinen am liebsten nonstop.

Ist Schaukeln gut fürs Baby?

Die sanften Bewegungen schaffen aber nicht nur Geborgenheit, sie sind auch für die kindliche Entwicklung wichtig. Beim Schaukeln und Drehen wird das Vestibularorgan im Innenohr angeregt, das für unser Gleichgewicht verantwortlich ist. Um sich voll entwickeln zu können, braucht das Gleichgewichtssystem ständige Reize. Und die liefern wir intuitiv – angefangen mit dem sanften Wiegen im Säuglingsalter über wilde Schaukel- und Dreherfahrungen als Kleinkind auf dem Spielplatz sowie später gemütliches Hin und Her in Hängematte oder Schaukelstuhl bis hin zur Achterbahnfahrt.

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Aber ist Schaukeln nicht auch gefährlich fürs Baby?

Ein sanftes Baby wiegen ist absolut okay, es darf aber nicht in wildes Schütteln ausarten. Hier ist sogar Vorsicht geboten: Schon leichtes Schütteln eines Babys kann erhebliche Schäden im Gehirn auslösen und im schlimmsten Fall sogar zum Tod führen. Ganz leichte Bewegungen reichen aus, wenn es darum geht, das Baby zu beruhigen und gleichzeitig seine Entwicklung zu unterstützen.

5 Tipps für ein sanftes Wiegen und Schaukeln

  • Geborgen auf dem Arm: Auf Mamas oder Papas Arm fühlen sich viele Babys am wohlsten. Tragepositionen wie der sogenannte Flieger eignen sich nicht nur zum Beruhigen, sondern sind auch bei Bauchschmerzen ideal. Einfach das Baby in Bauchlage auf den Unterarm legen und Po sowie Oberschenkel umgreifen, damit es sicher liegt.
  • Auf Tuchfühlung: Im Tragetuch oder in einer Tragehilfe fühlen sich die meisten Babys wohl: Sie haben engen Körperkontakt zu den Eltern und nehmen vertraute Bewegungen und Geräusche wie den Herzschlag und die Stimme der Mutter wahr. Das erinnert sie an die Zeit in Mamas Bauch. Sie fühlen sich sicher und geborgen.
  • Auf und ab: Im Kinderwagen sind Babys ständig in Bewegung. Besonders gerne mögen die meisten unebene Untergründe. Kommt der Wagen zum Stehen und das Baby soll noch weiterschlafen, können spezielle vibrierende Aufsätze für den Kinderwagengriff die schaukelnden Bewegungen der Fahrt nachahmen, wie z. B. der ROCKIT Rocker Kinderwagenschaukler über Amazon für 49,90 €.
  • Im „Geborgenheitszuhause“: Federwiegen (z. B. von Schmusewolke über Amazon für 199 €), die oft ganz einfach am Türrahmen befestigt werden können, sorgen zum Beispiel für Beruhigung und Geborgenheit. Der Vorteil einer Wiege ist, dass das Baby diese, wenn es sich vor dem Aufwachen leicht bewegt, selbst in eine leichte Bewegung versetzt und dadurch wieder in den Schlaf zurückfinden kann. Einen ähnlichen Effekt haben Untersätze fürs Babybett, bei denen das Bett durch die Eigenbewegung des Kindes sanft in Schwingungen versetzt wird, wie z. B. von Wiegenkufen von tweeto über Amazon für 49,95 €. Noch unschlüssig, welches Modell zu euch passt? Wir stellen euch die besten Babywippen im Test vor.
  • Gemeinsam in den Schlaf: Zu zweit schaukelt’s sich am besten im Schaukelstuhl oder in einer sanft schwingenden Hängematte. Auf Mamas oder Papas Arm kann das Baby hier nicht nur Bewegungen genießen, sondern auch die Nähe und Wärme der Eltern. Auch ein Pezziball, z. B. Original Pezziball über Amazon für 21,54 €, ist dazu geeignet, das Baby sanft zu schaukeln. Allerdings sollte man unbedingt darauf achten, dass die Bewegungen nicht in Hüpfen übergehen, sondern eher ein langsames Kreisen mit dem Becken sind.

„Babys mögen sanftes Wiegen, so viel steht fest. Doch ob das Tragetuch, die Hängematte oder die Autofahrt nun das Richtige fürs eigene Kind ist, finden Eltern am besten selbst heraus“, weiß Hebamme Kerstin Hielscher. „Ich rate Eltern, sich auf ihr Bauchgefühl zu verlassen und das zu tun, was für ihr Kind und ihre Situation das Richtige ist. Dann werden sie ihr Baby schon schaukeln und ihm auch nach der Geburt ganz einfach das Beste, was es aus Mamas Bauch kennt, mitgeben.“

Über die Expertin: Kerstin Hielscher hat nach dem Abitur eine Ausbildung zur Hebamme gemacht und ist seitdem selbstständig in einer eigenen Praxis tätig. Sie ist Mutter von drei erwachsenen Kindern. Der erfahrenen Hebamme ist es besonders wichtig, Eltern eine Hautpflege mit gutem Gewissen empfehlen zu können. Daher ist sie seit 2018 als treue Befürworterin der Bübchen Ultra Sensitiv Produkte ein Teil des Bübchen Teams.

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Bildquelle: Getty Images Plus/iStock/Halfpoint

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