Laufen lernen: Tipps für Babys erste Schritte

Um den ersten Geburtstag herum proben die Kleinen den „Aufstand“ und wechseln die Disziplin - Laufen statt Krabbeln! Wie Sie Ihr Baby beim Laufen lernen unterstützen können.

Tipps rund um Babys erste Schritte


Auch Laufen lernen will gelernt sein. Bevor Ihr Kind die ersten freien Schritte setzt, muss viel geübt werden, denn Laufen funktioniert zwar bei uns Großen wie im Schlaf, für die Kleinen ist es aber Schwerstarbeit. Balancieren, Gewicht verlagern und herausfinden, wie viel Schwung man braucht. Und die Muskeln, die fürs Laufen lernen wichtig sind, müssen erst wachsen und trainiert werden. Der erste Schritt in Richtung selbständiges Laufen lautet: Hochziehen und festhalten. Jetzt hat Ihr Kind plötzlich einen ganz anderen Blick auf die Welt: Von oben. Wow! Klappt das Stehen, wird es beginnen sich vorsichtig an der Tischkante oder am Sofa entlangzuhangeln. Und wenn diese Übung sitzt, kann Ihr Kind schrittweise seine Stütze loslassen und die ersten Schritte alleine machen. Ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung Ihres Kindes!

So unterstützen Sie die ersten Gehversuche Ihres Babys

➤ Alleine groß werdenIhr Kind braucht Sie nicht, um Laufen zu lernen. Zwar sind eine helfende Hand und lobende Worte natürlich gern gesehen - und für Eltern selbstverständlich. Aber Sie sollten jetzt nicht überehrgeizig werden und mit Ihrem Kind regelrecht trainieren. Das schadet nämlich mehr als dass es nutzt. Ihr Kind ist doppelt so stolz, wenn es sich schrittweise vortastet – und es dann irgendwann ganz alleine schafft, ein Beinchen vors andere zu setzen.
➤ Die Wohnung kindersicher gestalten:
Damit Ihr Baby ungefährdet die ersten Schritte üben kann, sollten Sie Ihre Wohnung kindersicher machen. Achten Sie auf kippsichere Möbel, an denen sich Ihr Baby hochziehen und daran entlang hangeln kann. Scharfe Kanten und Ecken polstern Sie am besten mit Schaumstoff oder Kissen ab. Kabel und andere Stolperfallen entfernen Sie.

Auch wichtig: Nicht nur Omas schmuckem Porzellan zuliebe sollten Sie keine Tischdecken verwenden. Babys und Kleinkinder könnten sie samt Geschirr und Töpfen vom Tisch ziehen.
Sichern Sie außerdem Treppenauf- und -abgänge, Schubladen, Küchenschränke und den Herd.
➤ Barfuß läuft es sich am besten!
Barfuß oder in rutschfesten Stolpersocken sowie in Mokassins läuft es sich am besten. Außerdem wird dabei Babys Fuß- und Beinmuskulatur trainiert.
➤ Richten Sie "Check-Points" ein
"Check Points" oder „Rettungsinseln“ wie Sitzkissen oder kippsichere Hocker geben Halt für einen Zwischenstopp.
➤Lassen Sie Ihrem Baby Zeit
Den ersten Schritten steht nichts mehr im Wege. Aber werden Sie nicht ungeduldig, wenn Ihr Nachwuchs auch am ersten Geburtstag noch nicht standhaft bleibt - manche Babys lernen schon im achten, andere erst im 15. Monat laufen oder noch später. Laufställe beschleunigen diesen Prozess übrigens nicht, sondern schränken das bewegungsfreudige Baby eher ein.

Wann hat Ihr Kind Laufen gelernt?

Machen Lauflernhilfen Sinn?

Experten raten mittlerweile von allen möglichen Lauflernhilfen ab. Egal ob Lauflernwagen, "Gehfrei" oder Türhosper - alle verzögern die natürliche Entwicklung des Babys hin zum Laufenlernen, da sie Rücken und Wirbelsäule in eine ungünstige Position bringen und die Muskulatur falsch belasten.
Außerdem bergen viele Lauflernhilfen ein hohes Gefahrenpotenzial - die Kinder könnten damit umkippen, Treppen und Absätze hinunterstürzen oder mit ihrer Hilfe an gefährliche Dinge im Haushalt gelangen.
Vertrauen Sie darauf, dass Ihr Baby es früher oder später ganz allein schafft, sich aufzurichten und seine ersten Schritte zu machen.

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