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Babyakne

Harmlose Pickelchen: So entsteht Neugeborenenakne

© Getty Images/Diego Cerro Jimenez
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Ganz ohne Vorwarnung bricht sie wenige Wochen nach der Geburt aus: Neugeborenenakne. Aber keine Angst, du hast bei der Baby-Pflege nichts falsch gemacht. Die Babyakne wird durch Hormone ausgelöst und ist nicht gefährlich. Nur: Wie geht sie wieder weg?

Das Baby ist erst wenige Tage oder Wochen alt und bekommt plötzlich kleine Pickel auf den Wangen. Was ist das los? Ist das Baby nicht noch etwas zu jung für Akne? Nein, tatsächlich können Pickel und Pusteln nicht erst in der Pupertät auftauchen, sondern auch schon direkt nach der Geburt. Wir können dich beruhigen: Wahrscheinlich ist es nur eine harmlose Neugeborenenakne, auch Babyakne genannt. Diese kommt bei Säuglingen sogar recht häufig vor – besonders bei Jungs.

Vorsicht: Bei der Babyakne besteht Verwechslungsgefahr mit der deutlich aggressiveren Säuglingsakne aka Kleinkindakne. Die Neugeborenenakne taucht direkt nach der Geburt auf, während die Säuglingsakne erst später ausbricht.

Was ist Babyakne?

Als Neugeborenenakne bezeichnen ExpertInnen kleine rote Pusteln mit gelblichen Knötchen in der Mitte, die auf den Wangen und der Nase von Babys auftauchen. Diese Pickelchen sind harmlos und nicht ansteckend.

Wann tritt die Neugeborenenakne in der Regel auf?

Die Neugeborenenakne tritt immer um die dritte Lebenswoche auf.

Wie entsteht Babyakne?

Gegen Neugeborenenakne kannst du wenig tun. Denn schuld daran sind die mütterlichen Hormone, denen das Baby während der Schwangerschaft ausgesetzt war. Über die Plazenta sind diese stetig in den Blutkreislauf des Babys gelangt. Mit der Geburt endet dieser Hormonaustausch zwischen Mutter und Kind. Die Folge: Der Hormonspiegel sackt schlagartig ab und darauf kann die Haut deines Babys mit den Pickelchen reagieren.

Was KEINE Babyakne auslöst: Weder eine falsche Ernährung noch die falsche Babypflege können einen Neugeborenenakne auslösen.

Übrigens: Auch der Kopfgneis (nicht zu verwechseln mit dem Milchschorf) wird durch die Hormonumstellung ausgelöst.

Was du bei einer Neugeborenenakne tun kannst

Bei der Babyakne ist Geduld die beste und einzige Therapie. Bitte versuche auf keinen Fall die Pickel mit speziellen Cremes zu behandeln oder die Pickel auszudrücken. Du kannst den Heilungsprozess aber wie folgt unterstützen:

  • Halte das Gesicht des Babys möglichst trocken. Durch den Speichel oder durch ausgespuckte Milch, kann sich die Akne verschlimmern. Lege also immer ein trockenes Spucktuch unter den Kopf des Babys.
  • Generell solltest du immer vermeiden, dass das Baby Zigarettenrauch ausgesetzt ist. Er schadet allgemein der Gesundheit des Babys und kann die empfindliche Babyhaut noch zusätzlich reizen.
  • Das Baby sollte die Pusteln möglichst nicht aufkratzen. Mit speziellen Nagelpflege-Sets für Babys kann man beispielsweise die kleinen Nägel stutzen.
  • Bei Babypflegeprodukten solltest du keine Produkte mit Parfüm und dem Inhaltsstoff "Parfinum" verwenden. Am besten eignen sich reines Babypflegeöl, Wasser oder z. B. Ringelblumensalbe.

Das sind einfache Sofortmaßnahmen, die einen schlimmen Krankheitsverlauf verhindern können. Selbst therapieren solltest du die Babyakne aber nicht, denn bei falscher Behandlung können Narben entstehen.

Wie lange dauert eine Neugeborenenakne?

Im Normalfall geht die Babyakne genauso schnell wieder weg, wie sie gekommen ist. Hat der Hormonspiegel des Babys sich wieder eingependelt, verschwinden auch die Pickelchen – meistens innerhalb weniger Wochen.

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Achtung Verwechslungsgefahr: Säuglingsakne ab dem 3. Monat

Treten die Pickel bei deinem Baby erst zwischen dem 3. und 6. Lebensmonat auf, dann handelt es sich vermutlich um die sogenannte Säuglingsakne. Die Säuglingsakne sieht ähnlich aus wie die Neugeborenenakne, kann jedoch einen schwereren Krankheitsverlauf haben. Sie kann jucken und hält meist länger an. In schweren Fällen muss die Säuglingsakne auch mit entzündungshemmenden Mitteln behandelt werden. Hast du die Vermutung, dass dein Kind nicht unter Babyakne, sondern unter einer Säuglingsakne leidet, dann sprich bitte deinen Kinderarzt oder deine Kinderärztin darauf an.

Wichtig zu wissen: Die Ratschläge und Informationen in diesem Artikel ersetzen keine medizinische Betreuung durch entsprechendes Fachpersonal. Bitte wendet euch bei gesundheitlichen Fragen und Beschwerden an eure Hebamme, Ärztinnen und Ärzte oder Apotheker und Apothekerinnen, damit sie euch individuell weiterhelfen können.


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