Wunde Brustwarzen beim Stillen

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Wunde Brustwarzen beim Stillen

Wunde Brustwarzen - davon können viele stillende Mamas ein Liedchen singen. Normal ist das Problem trotzdem nicht. Wir klären über mögliche Ursachen auf und geben Tipps, was bei schmerzenden Brustwarzen schnell hilft.

Wunde Brustwarzen: Das hört man beim Thema Stillen so häufig, dass fast schon angenommen wird, das Problem sei völlig normal. Diese Annahme ist aber völlig falsch. Für wunde Brustwarzen gibt es immer einen Grund. In den meisten Fällen wird das Baby nicht richtig angelegt oder es saugt falsch an der Brust. Bevor du also die Schmerzen einfach hinnimmst, gehe auf Ursachensuche. Schließlich soll das Stillen für dich und das Baby eine schöne Erfahrung bleiben.

Wunde Brustwarzen: mögliche Ursachen

Ein Mythos, den wir gleich aus der Welt schaffen wollen: Häufiges Stillen ist NICHT die Ursache für wunde Brustwarzen. Zumindest nicht mit der richtigen Technik. Dabei ist das Anlegen des Babys der Knackpunkt. Folgende Punkte sollten Sie beachten:

  • Dein Kind sollte beim Anlegen nicht nur die Brustwarze sondern auch Teile des Warzenhofes in den Mund nehmen. Saugt es nur an der Brustwarze kann das zu Schmerzen führen.
  • Nutze zum Anlegen den C-Griff und führen das Baby langsam zur Brust. Das Baby sollte seinen Mund dabei weit öffnen, um möglichst viel von der Brust aufnehmen zu können. Lies hier mehr dazu ➤ Tipps zum Stillen: ein Anfänger-Guide.
  • Besonders wenn dein Kleines sehr hungrig ist, kann es ihm beim Stillen nicht schnell genug gehen. Achte jetzt genau darauf, dass es die Brust richtig aufnimmt und den Mund nicht zu schnell wieder schließt. Falls das passiert, löse es wieder und legen es erneut an.
  • Trinkt dein Kind nicht mehr, sondern nuckelt nur noch? Dann löse es sanft von der Brust. Drücke dafür mit deinem kleinen Finger leicht in die Mundwinkel des Babys. Das löst das Vakuum und du kannst es besser von der Brust nehmen. Das Baby sollte beim Lösen nicht mehr Saugen. Das reizt die Brustwarzen nur unnötig.
  • Variiere die Stillposition, um die Brust nicht einseitig zu belasten. So werden außerdem alle Milchdrüsen in der Brust stimuliert, was einem Milchstau vorbeugen kann. Wechsele beim Stillen auch regelmäßig die Seiten.

Wie stille ich richtig? Stillpositionen einfach erklärt

Wie stille ich richtig? Stillpositionen einfach erklärt
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Grundsätzlich wird die Brust beim Stillen mehr strapaziert als sonst. Schenke ihr daher auch etwas mehr Aufmerksamkeit als vorher. Ganz wichtig ist zum Beispiel ein gut sitzender Still-BH, der die Brust stützt, sie dabei aber nicht einengt. Greife lieber zu Baumwollstoffen und vermeide synthetische Materialien. Darin schwitzt die Haut leichter und das reizt die Brust zusätzlich. Besonders wenn du bereits wunde Brustwarzen haben, solltest du BHs tragen, in denen deine Haut gut atmen kann. Das beugt schlimmeren Entzündungen vor und unterstützt die Heilung.

Wunde Brustwarzen richtig behandeln

Sind die Brustwarzen bereits wund, achte auf besondere Hygiene. Wasche dir vor dem Stillen unbedingt die Hände, damit keine Bakterien über feine Risse in der Brustwarze eindringen können. Es kann auch sinnvoll sein, die Brüste ein- bis zweimal am Tag mit lauwarmem Wasser abzuwaschen. Ist die Entzündung schon fortgeschritten solltest du deine Brustwarzen zusätzlich mit physiologischer Kochsalzlösung aus der Apotheke abspülen. Da auch Muttermilch für ihre entzündungshemmende Wirkung bekannt ist, raten Hebammen und Ärzte bei leichten Reizungen dazu, die wunden Brustwarzen mit etwas Muttermilch zu behandeln. Das kannst du natürlich ausprobieren. Es ist aber kein Muss, wenn du dich damit unwohl fühlst. Es gibt auch spezielle Lanolin-Cremes* aus der Apotheke, die Hebammen bei wunden Brustwarzen immer wieder empfehlen. Sprich die Behandlung am besten direkt mit deiner Hebamme oder deinem Arzt ab.
Möchtest du Wolle-Seide-Stilleinlagen oder Einlagen aus Heilwolle verwenden, dann achte bitte darauf, diese regelmäßig und konsequent zu wechseln. Sie sollen die Wundheilung unterstützen, können aber auch ein Sammelbecken für Bakterien sein, wenn sie zu lange verwendet werden. Und das hat dann den gegenteiligen Effekt und erhöht das Infektionsrisiko.

Häufig liest man auch, dass Frauen bei wunden Brustwarzen zu Stillhütchen* greifen. Doch das bringt nur bedingt etwas. Natürlich können die Aufsätze im ersten Moment etwas Linderung verschaffen, doch sie lösen die Ursache nicht. Zudem kann durch die fehlende direkte Stimulation der Brust die Milchproduktion zurückgehen. Es kann passieren, dass das Baby dann nicht mehr satt wird und Sie zufüttern müssen.

Stillhilfen: Praktische Hilfsmittel fürs Stillen

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Das Fazit: Schmerzen beim Stillen sind nicht normal und sollten nicht ignoriert werden. Bei wunden Brustwarzen ist häufig eine falsche Stillposition die Ursache. Bemühe dich vor allem darum, das Baby richtig anzulegen. Sind deine Brustwarzen wund, dann suche dir Hilfe bei deiner Hebamme. Als Sofortmaßnahme solltest du auf besondere Hygiene achten, auf jeden Fall einen gut sitzenden Still-BH tragen und genug frische Luft an die Haut lassen. Auch spezielle Lanolin-Cremes aus der Apotheke können helfen.

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Bildquelle: gettyimges

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