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Nicht vergessen: Ärzte und Ärztinnen sind auch Eltern

Größter Respekt

Nicht vergessen: Ärzte und Ärztinnen sind auch Eltern

Ärzte und Ärztinnen sowie das gesamte Krankenpflegepersonal haben in der aktuellen Zeit wirklich den schwersten Job: Sie sind rund um die Uhr im Einsatz und kämpfen um das Leben vieler schwer erkrankter Corona-Patienten und Patientinnen. Viele von ihnen sind auch Eltern und machen diesen schwierigen Job, obwohl zu Hause die Familie wartet. Damit man das nicht vergisst, setzen sie auf Instagram ein Zeichen und erzählen, was sie erleben.

Einen Tag nach Mutterschutz für die Corona-Patienten da sein müssen

Diese junge Frau aus einer New Yorker Klinik beschreibt auf Instagram, wie sie sich als Mutter eines drei Monate alten Säuglings fühlt, die direkt nach ihrem Mutterschutz am ersten Tag auf ihre Station kommt: Die beängstigende Realität des Corona-Virus trifft sie mit voller Wucht. Durch die knappen Ressourcen an Schutzkleidung und fehlenden Schutzmasken begleitet sie jetzt täglich die Angst, ihren kleinen Säugling mit dem Virus anzustecken. Ihr wurde gesagt, dass sie nur eine Maske den ganzen Tag auf der Intensivstation, wo all ihre Patienten und Patientinnen mit dem Virus infiziert sind, verwenden könne.

Zusätzlich zu dieser unsicheren Situation und der Angst, sich selbst mit dem Virus zu infizieren, kommt die Sorge um das eigene Kind. Wie schwer muss es sein, sich um die eigenen Patienten zu kümmern, wenn man selbst zu Hause einen Säugling hat, der darauf wartet, dass man gesund nach Hause kommt? Dieser Job fordert einer Mutter jetzt alles ab, was man sich nur vorstellen kann.

Ich war jedoch nicht darauf vorbereit, mich um eine junge Mutter zu kümmern, die zu Hause um ihre 10 Monate alte Tochter weinte und mit Atemnot zu kämpfen hatte. Sie war allein, litt und hatte Angst. Als Mutter schmerzte mein Herz für sie, da ich an meinen eigenen Sohn zu Hause dachte und daran, wie ich mich fühlen würde, wenn ich ihn nicht jede Nacht halten könnte.

Instagram, @vivianalacubana, New York

Wir haben das Glück, im Homeoffice ständig bei unseren Kindern sein zu können. Wenn es uns auch viel abverlangt, Arbeit und Kinderbetreuung zu verbinden, ist diese Situation machbar und nichts im Vergleich zu jener dieser Mutter. Noch in Gedanken bei ihren Patienten und mit der Angst, sich selbst zu infizieren, pumpt sie nebenbei Milch für ihr Baby ab und weiß währenddessen nicht, was nächste Woche sein wird.

Ich habe das Glück, dass ich bei der Arbeit zweimal abpumpen konnte, aber die Angst, mein 3 Monate altes Kind dem Virus auszusetzen, ist jetzt eine düstere Realität, der ich mich vielleicht stellen muss. Die Dinge sind jetzt beängstigend, aber was wird passieren, wenn uns in einer Woche die Schutzkleidung ausgeht? Dies ist eine beängstigende Zeit für uns alle.

Instagram, @vivianalacubana, New York

Nichts als Liebe für das gesamte Ärzte- und Pflegepersonal da draußen

Das gesamte medizinische Personal verdient unseren größten Respekt und unsere Mithilfe. Auf Instagram rufen Ärzte und Ärtzinnen die Welt da draußen dazu auf, zu Hause zu bleiben, um sich nicht mit dem Virus zu infizieren bzw. die Verbreitung dadurch etwas aufzuhalten. Unter dem Hashtag #flattenthecurve finden sich zahlreiche Videos und Fotos von Krankenhauspersonal, das der Corona-Krise ein Gesicht gibt und nochmal darauf hinweist, wie ernst die Situation und wie überfordert das aktuelle Gesundheitssystem ist.

Was dieses Team einer Cardiostation für Twitter macht, wirkt unterhaltsam und lustig, doch der Hintergrund und die Botschaft ist ernst: Leute, bleibt zu Hause und haltet Abstand voneinander. Wir möchten keinen weiteren Patienten aufnehmen müssen, wenn es durch genügend Vorsicht vermeidbar wäre.

Ärzte und Ärztinnen sind aktuell die wahren Superhelden

Jemand, der in der aktuellen Zeit in einem Krankenhaus arbeitet, begibt sich täglich zum Wohle der anderen in Gefahr. Denn es fehlt an Schutzausrüstung und dem nötigen Equipment, um sicher arbeiten zu können. Dennoch sind die Intensivstationen voll und werden täglich voller. Daher passt diese schöne Montage so gut zur aktuellen Situation, weil sie zeigt, dass Ärzte unter den widrigsten Bedingungen versuchen, Menschenleben zu retten und damit schon irgendwie eine Art von Superhelden sind.

Katja Nauck
Das sagtKatja Nauck:

Ganz viel Respekt!

Ich habe den größten Respekt vor jedem, der jetzt in einem Pflege- bzw. medizinischem Beruf arbeitet und sich selbst sozusagen täglich mit dem Virus infizieren könnte. Trotz dieser Gefahr versuchen sie täglich, Leben zu retten und dem Virus Einhalt zu gebieten. Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie frustrierend und beängstigend das sein muss, wenn täglich mehr Patienten auf die Station kommen und man selbst nicht sicher ist, ob man auch schon infiziert ist.  Was sollen wir tun, wenn auch das Klinikpersonal ausfällt, weil es erkrankt ist? Das mindeste, was wir dann beitragen können, ist Abstand zu wahren und uns an das Kontaktverbot zu halten. Bleibt alle noch ein wenig zu Hause. Wir haben für euch viele Tipps, wie ihr euren Hausaufenthalt mit Kindern angenehm gestalten könnt. Seien wir froh, dass wir diese Möglichkeit haben. Ein Arzt oder eine Ärztin hat sie nicht.

Bildquelle: Getty Images/gpointstudio

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