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Haus, ich komme!

Bausparvertrag-Vergleich: Vor- und Nachteile für Bausparer

© Getty Images/nazar_ab
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Für den Bau des Traumhauses oder den Kauf der eigenen Immobilie in den kommenden Jahren wird häufig ein Bausparvertrag abgeschlossen, um unter anderem gegen steigende Zinsen geschützt zu sein. Welche weiteren Vorteile es gibt und für was die angesparte Geldsumme verwendet werden kann, könnt ihr im Bausparvertrag-Vergleich nachlesen. Zudem stellen wir euch Anbieter von Bausparverträgen vor.

Was ist ein Bausparvertrag?

Leben in den eigenen vier Wänden ist für viele Paare, Eltern und Familien ein großer Wunsch, doch häufig fehlt das nötige Eigenkapital. Mit einem Bausparvertrag könnt ihr dem Traum vom Eigenheim allerdings ein Stück näherkommen und gegebenenfalls von staatlichen Förderungen profitieren.

Im Rahmen einer Finanzierung gewinnt der Bausparvertrag aufgrund der Zinsentwicklung wieder mehr an Popularität. Denn aktuell und wohl auch in den nächsten Jahren ist der Bausparvertrag günstiger als ein Darlehen bzw. Bankkredit und es besteht zudem ein Schutz vor steigenden Zinsen sowie unerwarteten Zinssprüngen.

Vereinfacht ausgedrückt, funktioniert ein Bausparvertrag nach dem Prinzip, dass viele Bauwillige in einen gemeinsamen Topf einzahlen, um das Bauvorhaben schneller zu realisieren. Dabei sind die Vorteile eines Sparplans und Immobiliendarlehens miteinander kombiniert.

Vorrangiges Ziel ist, sich einen niedrigen Darlehenszins für die Immobilie zu sichern und sich gleichzeitig gegen steigende Bauzinsen abzusichern. Aufgrund der hohen Sicherheit der Einlagen kann ein Bausparvertrag neben der Baufinanzierung auch als Geldanlage verwendet werden.

Gut zu wissen: Die Bausparsumme setzt sich aus dem Mindestguthaben und der Darlehenssumme zusammen.

Wie funktioniert ein Bausparvertrag?

Zu einem festen Prozentsatz wird bei einer Bausparkasse ein Bausparvertrag abgeschlossen. In Hinblick auf die Bausparsumme sowie die Spardauer wird die monatliche Sparrate ermittelt und der Zins für das spätere Bauspardarlehen festgelegt. Dabei läuft das Bausparen in insgesamt drei Phasen ab: Ansparphase, Zuteilung und Darlehens- bzw. Tilgungsphase.

In der ersten Phase wird monatlich eingezahlt und so das vereinbarte Mindestguthaben angespart. Im Gegenzug dazu erhaltet ihr Zinsen und Bonuszinsen. Sobald die festgelegte Bausparsumme erreicht und eine Bewertungsziffer ermittelt wurde, erfolgt in Phase 2 die Zuteilung. Jetzt könnt ihr euch entscheiden, ob ihr das Darlehen sofort oder zu einem späteren Zeitpunkt in Anspruch nehmen wollt. Alternativ ist es möglich, den Bausparer aufzulösen und sich das Geld auszahlen zu lassen.

Die Darlehensphase beginnt mit der Auszahlung der Bausparsumme, die sich aus angespartem Guthaben, Zinsen sowie Bauspardarlehen zusammensetzt. In der Darlehensphase erhaltet ihr dann ein zinsgünstiges Baudarlehen, wobei Höhe der monatlichen Zins- und Tilgungsrate bereits zum Vertragsabschluss festgelegt wurde.

Gut zu wissen: Im Durchschnitt zahlen Bausparer*innen laut Bausparvertrag-Vergleich zwischen sieben und neun Jahre in den Bausparvertrag ein, bevor das Baudarlehen in Anspruch genommen werden kann.

Wer bietet Bausparverträge an?

Es gibt viele Bausparkassen mit unterschiedlichen Konditionen im Angebot. Damit ihr im Bauspar-Dschungel wieder den Wald trotz lauter Bäume sehen könnt, haben wir euch einen Bausparvertrag-Vergleich mit 7 Anbietern auf einen Blick zusammengestellt:

ab 0,01 % Guthabenzins
0,01 % Guthabenzins
0,01 % Guthabenzins
0,1 % Guthabenzins
mit Jugendbonus
bis 1,5 % Guthabenzins
mit Jugendbonus

Tipp: Zur Orientierung in Sachen Bausparvertrag-Vergleich und um einen individuell passenden Bausparvertrag zu finden, bieten sich vorab Bausparvertrag-Rechner an.

Welche Vor- und Nachteile hat ein Bausparvertrag?

Um euch einen noch besseren Einblick in den Bausparvertrag-Vergleich geben zu können, ist es wichtig, sowohl die Vor- und Nachteile dieser Geldanlage zu kennen.

Vorteile eines Bausparvertrags

  • Sicherheit und Planbarkeit: Einer der größten Vorteile beim Bausparen sind die hohe Sicherheit sowie Planbarkeit, denn die vorab festgelegten Zinssätze für Sparbeträge sowie Darlehensphase ändern sich – auch bei negativen Entwicklungen auf dem Kapitalmarkt – während der Vertragslaufzeit nicht.
  • Nicht zwingend zweckgebunden: Sofern die Sperrfrist, die bei den meisten Anbietern sieben Jahre beträgt, abgelaufen ist, könnt ihr euer Guthaben für jeden Zweck verwenden.
  • Niedrige Zinsen und staatliche Förderungen: Neben den deutlich niedrigeren Darlehenszinsen im Vergleich zu anderen Kapitalmarktzinsen kann der Bausparvertrag auch mit staatlichen Förderungen punkten. So könnt ihr den Bausparer unter anderem mit vermögenswirksamen Leistungen aufstocken und unter Umständen eine Wohnungsbauprämie in Anspruch nehmen. Eine weitere staatliche Subvention stellt die Wohn-Riester dar.

Nachteile eines Bausparvertrags

Nachteilig ist, dass ihr ein Mindestsparguthaben ansammeln müsst, um das Darlehen zu erhalten. Je nach Bausparkasse sind das zwischen 30 % und 50 % der gesamten Bausparsumme. Habt ihr also eure Traumimmobilie gefunden und braucht das Geld in naher Zukunft, macht ein Immobilienkredit bei der Bank in der Regel mehr Sinn als erst zu diesem Zeitpunkt einen Bausparvertrag abzuschließen.

Weitere Nachteile können sein:

  • Guthabenzinsen, insbesondere in der Niedrigzinsphase, sind zum Teil sehr gering
  • Start der Zuteilungsphase kann nicht konkret im Vorfeld benannt werden
  • „spontane" Immobilienkäufe sind nicht möglich
  • es wird eine sogenannte Abschlussgebühr erhoben (max. 1,6 % der Bausparsumme)

Wofür kann ein Bausparvertrag verwendet werden?

Natürlich ist ein Bausparvertrag in erster Linie für sogenannte wohnwirtschaftliche Verwendungen gedacht, die wiederum im Bausparkassengesetz § 3 geregelt sind. Dazu gehören unter anderem der Kauf einer Wohnung bzw. eines Hauses oder der Bau eines Eigenheims. Zudem kann ein Bausparvertrag zum Beispiel für den Kauf der lang ersehnten Traumküche, einer Garage oder eines Pools dienen.

Neben dem Erwerb von Immobilien wird ein Bausparvertrag häufig auch für Folgendes verwendet:

  • Renovierungen, Modernisierungen und Umbauten: Fallen kostenintensive Instandhaltungen oder Reparaturen an eurer Immobilie an, kann neben einem herkömmlichen Kredit auch der Bausparvertrag genutzt werden. Das Gleiche gilt für Modernisierungen, wie zum Beispiel eine neue Heizung oder ein neues Dach.
  • Umschuldungen: Mit einem Bausparvertrag könnt ihr andere Verbindlichkeiten für Gebäude oder Grundstücke ablösen.
  • Geldanlage: Unter anderem aufgrund der Verzinsung, die um einiges attraktiver ist als z. B. bei einem Tagesgeldkonto, werden Bausparverträge von Sparer*innen gerne als einmalige Anlage genutzt. Allerdings gilt in diesem Fall eine Bindungsfrist von 7 Jahren.

Ihr könnt den Bausparvertrag jederzeit vorzeitig kündigen, wobei – je nachdem in welcher Phase ihr euch befindet – finanzielle Nachteile für euch entstehen können. Alternativ könnt ihr das Baugeld aus dem Bausparer mit einem Sofortkredit (Vor- bzw. Zwischenfinanzierungskredit) frühzeitig in Anspruch nehmen und dennoch von niedrigen Darlehenszinsen profitieren. In beiden Fällen solltet ihr euch vorab jedoch von eurer Bausparkasse beraten lassen.

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Quellen: finanzen.net, lbs.de, forbes.com

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