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Gemeinsam gegen Hass im Netz: Erstes Social-Media-Camp für queere Jugendliche

Tommy Toalingling

Gemeinsam gegen Hass im Netz: Erstes Social-Media-Camp für queere Jugendliche

Egal ob geoutet oder noch nicht: Jugendliche, die zur LGBTQ+-Community gehören, haben es in unserer Gesellschaft nicht leicht. Vor allem im Web begegnet ihnen immer noch viel zu viel Hass. YouTuber Tommy Toalingling stellt sich dem entgegen und lädt alle interessierten Jugendlichen zum Social-Media-Camp ein.

Wenn eure Kinder sich für die LGBTQ+-Community interessieren und viel auf YouTube unterwegs sind, kennen sie vielleicht Tommy Toalingling. Der Hamburger begeistert seine mittlerweile über 100.000 Abonnent*innen mit einfühlsamen und humorvollen Beiträgen rund um die LGBTQ-Community, Homosexualität, Outing und Hatespeech bzw. Mobbing im Internet.

Mit viel Selbstironie und ohne den moralischen Zeigefinger möchte er Jugendlichen zeigen, dass sie mit ihrem Ängsten und Sorgen nicht allein sind und hat einfühlsame Tipps parat, wie sie mit Hass im Netz besser umgehen können.

Das erste Social-Media-Camp für die homosexuelle Community gegen Hass im Internet

Tommy wurde laut eigenen Aussagen schon des Öfteren nach einem Community-Treffen angefragt. Doch ein reines "Fantreffen", wo es nur um seine Person gehen würde, sei nicht sein Ding. Da ihn dieser Gedanke jedoch schon länger beschäftigte, kam er jetzt endlich dazu, eine Art Treffen zu organisieren, bei dem ein gemeinschaftlicher Gedanke im Vordergrund steht: Der YouTuber ruft jetzt zum ersten LGBTQ+-Social-Media-Camp auf.

Auf dem zweitägigen Treffen möchte sich Tommy mit Jugendlichen aus der Community über Themen austauschen, die sie bewegt und vor allem über den Umgang mit Internethetze aufklären. Ca. 94 % der jungen Leute haben laut einer forsa-Studie leider bereits Hass im Netz erlebt. Tommy unterstützt Jugendliche, dem zu begegnen: "Auch wenn die Menschen, die Hass schüren, in der Minderheit sind, sind sie im Internet oftmals lauter. Das müssen wir ändern und für Aufklärung sorgen, welche Möglichkeiten jeder Einzelne im Netz hat".

Der 30-Jährige wird dazu mit weiteren Fachkollegen und Betreuern einen Workshop leiten und dabei verschiedene Strategie aufzeigen, wie man der Hassrede und Diskriminierung im Internet begegnen kann. Es geht ihm dabei darum, das Selbstbewusstsein der Campteilnehmer zu stärken und die Vernetzung untereinander zu fördern.

Wer darf teilnehmen?

50 interessierte Jugendlichen von 16 - 24 Jahren. Ein zweites Camp für Jugendliche ab 13 Jahren ist in Planung.

Wann und wo findet es statt?

09.07.21 bis 11.07.21 in Kassel

Was wird es kosten?

Die Kosten belaufen sich auf 135 € pro Person. Darin enthalten ist die Anfahrt und Abreise nach Kassel (bis dorthin müsst ihr sozusagen auf eigene Kosten reisen), 2 Übernachtungen, Grillen und Abendessen am Freitag, Workshops und drei Mahlzeiten am Samstag und Frühstück am Sonntag.

Wie kann man sich anmelden?

Ihr könnt euch bei diesem Anmeldeformular registrieren. Für Minderjährige muss der gesetzliche Vertreter unterzeichnen. Ihr erhaltet nach Ausfüllen des Formulars weitere Informationen sowie ein unverbindliches Angebot per Post. Auch über Datenschutz, möglichen Corona-Regeln und Versicherungsthematiken. Eltern und Jugendliche können sich mit allen Fragen an Tommy selbst wenden unter toalingling@kleinaber.de

"Wir werden uns treffen und gemeinsam in einem Bus in eine Jugendherberge fahren. Dort werden wir uns Freitagabend mit Stockbrotgrillen und Kennenlernspielen kennen lernen. Am Samstag wird es den ganzen Tag Programm geben und am Sonntag ist dann die Abreise. Das ist ein bißchen wie eine Klassenfahrt."

Tommy Toalingling

Warum Eltern ihre queeren Kinder zum Camp schicken sollten

Wenn ihr Tommy bisher überhaupt nicht kanntet, dann solltet ihr euch dieses Video ansehen. Hier stellt er sich sehr sympathisch nochmal vor und richtet sich vor allem an alle Eltern von queeren Jugendlichen und jene Eltern, deren Kinder sich vielleicht noch nicht geoutet haben

Katja Nauck
Das sagtKatja Nauck:

Coole Aktion

Dass Tommy so ein Camp ins Leben ruft, finde ich wirklich großartig. Vielleicht sollte es so etwas auch mal für Eltern geben? Denn mit Sicherheit sind viele Eltern, deren Kinder sich (noch) nicht geoutet haben, sehr unsicher. Bzw. sie haben vielleicht so ein Gefühl, aber die Kinder haben sich bisher noch nicht getraut sich dazu zu äußern und die Eltern wissen gar nicht recht, wie sie dazu das Gespräch suchen. Da kann so ein Austausch untereinander mit Sicherheit auch helfen.

Bildquelle: © Tommy Toalingling

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