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Grenzenlose Fürsorge: Vater (92) pflegt seinen Sohn Tag und Nacht

DAS ist Liebe

Grenzenlose Fürsorge: Vater (92) pflegt seinen Sohn Tag und Nacht

Einmal Vater, immer Vater: Andreas Engert ist ein rührendes Beispiel dafür, wie weit die Elternliebe gehen kann. Mit seinen 92 Jahren betreut er ganz alleine seinen behinderten Sohn Joachim.

In dieser Männer- Wohngemeinschaft im Dittelbrunner Ortsteil Hambach (Landkreis Schweinfurt) ist alles ungewöhnlich – ungewöhnlich herzerwärmend. Wie www.infranken.de berichtet, leben hier Großvater, Sohn und Enkel unter einem Dach. Aber nicht nebeneinander, sondern wirklich miteinander. Engert pflegt seit Jahrzehnten seinen 60-Jährigen Sohn, der durch einen Sauerstoffmangel bei der Geburt eine geistige Behinderung hat und auf dem Entwicklungsniveau eines Kindes geblieben ist. Später kam noch Diabetes hinzu. Vor zwölf Jahren wurde Joachim am Herzen operiert und ist seitdem auf eine 24-Stunden-Betreuung angewiesen. Tagsüber hat er einen Job in der Werkstatt der Lebenshilfe, zu Hause wird er komplett von seinem Vater versorgt. Um genau zu sein, ist Andreas der Stiefvater von Joachim. Als seine zweite Frau ihn mit in die Ehe brachte, war sein Stiefsohn bereits zehn Jahre alt.

infranken Vater pflegt Sohn
Quelle: Facebook infranken.de

Versprechen an seine Frau: Die lebenslange Betreuung seines Sohnes

Seitdem seine Ehefrau Friedhilde 2003 verstarb, ist Andreas Engert alleine als Pfleger im Einsatz. Aber auch wenn der gebürtige Handthaler aufgrund von zwei Operationen und einer Thrombose selber gesundheitliche Probleme hat, kommt es für ihn nicht infrage, die Betreuung seines behinderten Sohnes abzugeben. "Solange ich kann, bleibt er bei mir", sagt der 92-Jährige gegenüber infranken.de. "Das habe ich meiner Frau versprochen."

Großen Lob für seinen Einsatz gab es auch aus der Politik. Andreas Engert erhielt das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten. Mindestens genauso schön ist das Kompliment seines Enkes:  "Was der Opa macht, ist schon ziemlich stark", schwärmt Michel Engert. Der 20-Jährige weiß, wovon er redet. Er ist ausgebildeter Pfleger und kümmert sich selbst um behinderte Menschen bei der Diakonie Schweinfurt. "Wenn ich nach acht Stunden Arbeit nach Hause komme, bin ich kaputt. Und Opa macht das 24 Stunden", lobt Michel Engert.

Yao Fordemann
Das sagtYao Fordemann:

Mein Fazit

So eine News rührt mich sehr wirklich sehr. Es zeigt einfach, wie wunderschön und bedingungslos Elternliebe ist – auch ohne Blutsverwandtschaft. Egal, wie "alt" man selber oder das Kind schon ist:  Wenn der Sohn oder die Tochter Hilfe brauchen, dann wachsen wir als Eltern über uns hinaus und wollen unseren "Kleinen" zur Seite stehen. Wie im Fall von Andreas Engert sogar rund um die Uhr.

Bildquelle: Halfpoint/iStock/Getty Images Plus

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