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Die eigene Familie: Liebe als Superkraft und wie wir sie stärken

Die eigene Familie: Liebe als Superkraft und wie wir sie stärken

Familienliebe

Familien müssen so einiges mitmachen. Denn wo verschiedene Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen aufeinander treffen, herrscht nicht ständig eitel Sonnenschein. Kleine und große Auseinandersetzungen gehören dazu – sowohl zwischen Eltern als auch zwischen und mit den Kindern. Was Familien im Inneren zusammenhält, ist eine ganz besondere Form von Liebe: Diese Familienliebe ist ein sicherer Hafen in stürmischen Zeiten. Was genau sie ausmacht und warum es so wichtig ist, sie zu pflegen.

Was bedeutet eigentlich „Familie“?

Hätte man Mitte des vergangenen Jahrhunderts einem Soziologen diese Frage gestellt, wäre die Antwort ziemlich eindeutig ausgefallen: ein verheiratetes Paar, bestehend aus Mann und Frau, mit ihren leiblichen Kindern. Die klassische Kernfamilie also, zum damaligen Zeitpunkt übrigens auch die einzige legitime Form. Heute sieht das glücklicherweise anders aus.

Eltern müssen nicht mehr verheiratet sein und neben dem klassischen Kernfamilien-Modell haben sich im Laufe der Jahrzehnte viele andere etabliert: Alleinerziehende, Patchwork- und Regenbogenfamilien, Co-Elternpaare, Familien in getrennten Haushalten ... Und nicht zuletzt kann sich natürlich auch ein kinderloses Paar als Familie definieren. Darüber hinaus gehören zu einer Familie auch noch viele andere Menschen – von Tante und Onkel bis hin zu Urgroßeltern.

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Warum sind Familie und Liebe für Menschen so wichtig?

Hier ist „Fürsorge“ wohl das beste Stichwort. Gerade in Krisensituationen merkt man, wie wichtig es ist, neben dem Rückhalt im Freundeskreis vor allem auch in der Familie Liebe und Fürsorge zu erfahren. Ob ein Kind auf dem Höhepunkt seiner Autonomiephase, das einen an den Rand der Verzweiflung treibt, ob Ärger im Job oder eine Auseinandersetzung mit dem Partner oder der Partnerin: Zusammen lassen sich Krisen besser meistern und jede gemeinsam überwundene Hürde sorgt für einen (noch) stärkeren Zusammenhalt und wachsende Liebe.

Der Unterschied zwischen Familienliebe und Paarliebe

Wesentlich ist bei dieser Unterscheidung vor allem, dass sich der Begriff „Familien-Liebe“ nicht auf eine Generation beschränkt, sprich beispielsweise nur die Liebe innerhalb der Eltern- oder Eltern-Kind-Gemeinschaft beschreibt. Im Gegensatz zur Paarliebe dehnt sich die Familienliebe über viele Generationen aus – Rückhalt, Fürsorge und Kraft können so nicht nur Partner*innen und Eltern geben, sondern auch Mitglieder anderer Generationen.

Paar-Liebe ist allerdings ein stabiler Pfeiler der Familienliebe innerhalb einer Generation. Ist die Paar-Liebe nicht (mehr) vorhanden, das Klima innerhalb der Familie rau und Streit ein ständiger Begleiter im Familienalltag, geht mit der Paarliebe auch die Familienliebe verloren.

Nicht nur für die Eltern, sondern insbesondere für Kinder kann so eine negative Entwicklung des Familienlebens traumatisch sein, denn gerade Kinder sind auf ein stabiles, fürsorgliches und liebevolles Familienumfeld angewiesen, um psychisch und physisch gesund durch ihr weiteres Leben gehen zu können.

Wie kann Familienliebe gelingen?

Am besten gelingt das, wenn jedes Individuum innerhalb der Familie das Gefühl hat, respektiert zu werden, eigene Entscheidungen treffen zu können und in Freiheit zu leben. Das Familienleben soll sich gut anfühlen, gesund und bereichernd. Das heißt nicht, dass nicht auch mal gestritten und diskutiert werden darf. Solange das auf einem respektvollen Niveau passiert, wirken sich lösungsorientierte Auseinandersetzungen sogar positiv und verbindend auf die Familie aus.

Was jede/r konkret tun kann, um das Zusammenspiel von Familie & Liebe zu pflegen:

  1. Mach dir bewusst, wie wichtig Liebe und Geborgenheit für dich selbst sind – und versuche, das an Partner*in und Kinder zurückzugeben.
  2. Streite lösungsorientiert und niemals verletzend.
  3. Behandele deine Familienmitglieder so, wie du selbst behandelt werden möchtest: respektvoll, auf Augenhöhe, individuell und liebevoll.
  4. Kehre deine negativen Gefühle nicht unter den Teppich, sondern sprich sie an, um etwas zum Positiven zu bewegen. Ermutige die anderen Familienmitglieder, das auch zu tun.
  5. Baue, wann immer möglich, Familienzeit in den Alltag ein, in der es nur darum geht, dass es euch als Familie gut geht. Lege das Handy weg, schalte Laptop und Fernseher aus und genieße eure wenige gemeinsame Zeit in vollen Zügen.
  6. Nimm deinen Kindern nicht ihre Freiheit durch Dominanz und übertriebe Fürsorge: Begleite sie liebevoll bei ihren Entdeckungen und lasse sie ihrem Alter entsprechend.
  7. Probiere Neues aus und sammle neue Erfahrungen.
  8. Sollte eure Paarliebe abhanden gekommen sein: Mach dir bewusst, dass diese wieder aufblühen kann. Holt euch Hilfe bei Paartherapeut*innen und versucht in der Zwischenzeit gemeinsam, euer Familienband nicht ganz reißen zu lassen – vor allem dann, wenn Kinder betroffen sind.

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Familie & Liebe: nicht immer einfach, aber einfach unersetzbar

Natürlich ist es nicht immer einfach, die Liebe und den liebevollen Umgang innerhalb der Familie hoch zu halten. Versuche aber trotzdem dir immer wieder bewusst zu machen, wie wichtig eine gesunde Familiendynamik ist – sei es innerhalb der kleinen Kernfamilie oder aber über viele Generationen hinweg.

Familienliebe bildet für dich und deine Lieben das Fundament eines erfüllten Lebens. Die Liebe, die du in deiner Familie erfährst und gibst, ist das vielleicht stärkste zwischenmenschliche Band, das Menschen zu knüpfen vermögen. Sie ist eine wahre Superkraft, die es dir und den anderen ermöglicht, schwere Zeiten zu überstehen und die kleinen und großen Alltagshürden mit deutlich mehr Leichtigkeit zu nehmen.

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Ist unsere Familie ein gutes Team?

Bildquelle: Getty Images/fizkes

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