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Natalie: "Die Liebe zur Freiheit und Selbstverwirklichung bedeutet nicht, dass ich meine Kinder nicht liebe"

Natalie: "Die Liebe zur Freiheit und Selbstverwirklichung bedeutet nicht, dass ich meine Kinder nicht liebe"

Interview

Im Lockdown 2020 gründeten Nicole und Natalie die Plattform 'Faces of Moms*'. Warum? Wegen ihres eigenen daily struggle: Kinder, Haushalt, Arbeit, Partnerschaft – und ja auch irgendwie wegen sich selbst. Das alles unter einen Hut zu bekommen, ist nämlich gar nicht so einfach. Kommt uns doch irgendwie bekannt vor, oder?! Seitdem steht täglich eine Mutter im Fokus, die über ihre größten Abfucks, Wünsche und Hoffnungen berichtet. Jede Woche stellen wir hier bei familie.de eine Mutter genauer vor: Diesmal Natalie (Fotografin, Soziologin und Mama von Zweien).

1. Name: Natalie
2. Ich bin ein Kind der: 90er
3. Beruf: Selbstständige Fotografin und Soziologin
4. Mein Spitzname als Kind: Schaschanelka, Maselko, Natalienka. Es gibt zu viele, wir haben den Drang allem und jeden Spitznamen zu geben.
5. Lieblingsreiseziel: Paris
6. Wie viele Personen gehören zu Deiner Familie? 4

Als ich zum ersten Mal schwanger war, war ich ehrlich gesagt schockiert, wie viel Migräne ein Mensch eigentlich haben kann.

Natalie im Interview

7. Wir laden Dich auf zwei Kugeln Eis ein, welches nimmst Du?
Stracciatella & Pistazie.

8. Meine Familie ist für mich
meine Base.

9. Als Kind wollte ich ...
immer schaukeln.

10. Glücklich macht mich …
Fotografie und Kunst.

11. Wer in unser Wohnzimmer kommt ...
sieht ein wundervolles Kunstwerk von Ania.

12. Was möchtest Du Deinen Kindern mit auf den Lebensweg geben?
Ein Gespür für sich selbst und die Gesellschaft, Umweltbewusstsein, Toleranz, Engagement und Freiheitsgefühl.

13. Wenn wir bei Dir spontan an der Tür klingeln würden, was würdest Du uns kochen?
Haha, Nudeln mit Pesto. Oder meinen Mann um Hilfe bitten.

14. Was sind bei euch zu Hause die top 3 Gründe für dicke Luft?
Haushalt, Freiheitsdrang, „Vereinkeinbarkeit“.

15. In welcher Hinsicht bist Du eine absolute Spießerin?
Ich liebe Pünktlichkeit.
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16. Was sollten wir alle tun, um eine Zukunft auf diesem Planeten zu haben?
Kollektivismus over Egoismus. Patriarchat zerstören, bürgerschaftlich engagieren, nicht mehr Auto fahren und fliegen, marginalisierte Gruppen diskriminieren und für dein eigenen Profit ausnutzen.

17. Was hast Du aus der Corona-Pandemie-Zeit mitgenommen?
Dass ich ein verdammtes Dorf brauche.

18. Was hätten Deine Lehrer nie von Dir erwartet?
Dass ich Abi mache und ein Studium absolviere.

19. Wofür gibst du unnötig viel Geld aus?
Sneaker.

20. Was ist der dümmste Rat, den Du jemals bekommen hast?
Du musst dich nur genug anstrengen, dann geht’s schon.

21. Wenn Du Glückskeks wärst, was stünde auf deinem Zettel?
Du wirst die Welt verändern, denn sie hat ihre Bilder verloren.

22. Was war der größte Unfug, den Du als Jugendliche gebaut hast?
Mein 16. Geburtstag. Als die halbe Stadt in unserer Wohnung war und sie leider auch zerstört hat. Sry Mams ...

23. Eine Flasche Wein, drei Gläser am Ort deiner Wahl: Welche zwei Menschen (egal ob lebendig oder tot) würdest Du dazu einladen und was würde uns erwarten?
Trettmann und den französischen Soziologen Pierre Bourdieu, Laut Mukke hören und die Welt verändern. Zumindest so die Theorie.

24. Wenn es Zeitreisen gäbe, wohin würdest Du reisen?
1960.

25. Worüber hast Du zuletzt laut gelacht?
Über einen Dackel, der versucht zu pfeifen.

26. Warum hast Du zuletzt geweint?
Überforderung.

27. Wann macht Dich Deine Arbeit glücklich?
Während ich sie ausführe.

Bei meiner Mama. Danke für deine klugen Gedanken und den Hörer abheben – auch um 1 Uhr nachts. Und danke an Nico! Fürs Zuhören, Mitfühlen und Mitdenken … Fuck, ohne dich wäre dieses "Monster" nie so groß geworden. 😉 lovu, sis

Bei wem wolltest Du Dich schon immer mal öffentlich bedanken?

28. Woran kannst Du verzweifeln?
Vereinkeinbarkeit und die Frage, warum Familie immer so klein gedacht wird.

29. Welche 5 Dinge würdest Du ändern, wenn Du König*in von Deutschland wärst?
Grundeinkommen einführen / Wohnungen für alle / Flüchtlinge aufnehmen / barrierefreie Städte / Bildung für alle / Abschaffung von sozialen Schichten.

30. Womit kann man Dich beeindrucken?
Mit Wissen über Geschichte und politische Zusammenhänge – und Handwerkern.

31. Welches Buch sollte jede/r gelesen haben?
Bis eine* weint 😉.

32. Welchen Film würdest Du uns empfehlen?
Ich hab grad so kein Plan von Filmen, ewig her, ich schau Tatort.

33. Welche Serie hat Dich zuletzt gefesselt?
Stockholm Requiem (Krimi all night long).

34. Welcher Podcast begleitet Dich?
All inclusive mit Ninia LaGrande / Machiavelli Podcast.

35. Womit bist Du zuletzt gescheitert/auf die Nase gefallen?
Vereinbarkeit. Fuck YOU!

36. Was ist Dein verstecktestes Talent?
Small Talk.

37. Was machst Du, wenn Du Dich mal belohnen willst?
Allein sein und Süßigkeiten essen.

38. Was würdest Du gerne richtig gut können?
Französisch sprechen, Zeichnen und Malen.

39. Wohin ziehst Du Dich zu Krafttanken zurück?
Auf eine Dachterrasse mit meiner Girlscrew.

40. Dein Wort zum Sonntag:
Checke deine Privilegien, nicht jede*r hat dieselben Chancen.

Über Faces of Moms*

Gemeinsam sind wir mehr und können das gesellschaftliche Bild von Mutterschaft mit all seinen Erwartungen aufbrechen. Dafür zeigt 'Faces of Moms*', wie vielfältig Muttersein ist. Nicole (35, und Mama von 2 Kids) und Natalie (36, Mama von 2 Kids) haben die Plattform im April 2020 gegründet. Seitdem haben sie über 300 Mütter interviewt, sensibilisieren für Care-Arbeit und versuchen, strukturelle Ungleichheiten, denen besonders Mütter gegenüberstehen, sichtbar zu machen. Alle Interviews findet ihr auf Insta www.instagram.com/facesofmoms und unter www.facesofmoms.de.

Vor Kurzem ist ihr erstes Buch “Bis eine* weint!” aus den Mütter-Interviews erschienen, das wir wärmstens empfehlen können. Außerdem haben die beiden einen super hörenswerten Podcast.

Bis eine* weint!
Bis eine* weint!

Unser Video-Tipp für euch: Starke Frauen im Film

Bildquelle: Sandsackfotografie

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